Aktuelle Lage der Aujeszkyschen Krankheit in Deutschland
Die Aujeszkysche Krankheit, auch als Pseudowut bekannt, stellt weiterhin eine latente Bedrohung für die Tiergesundheit in Deutschland dar, insbesondere durch ihre Präsenz in Wildschweinbeständen. Trotz erfolgreicher Eradikation in Hausschweinepopulationen seit über zwei Jahrzehnten melden Behörden in mehreren Regionen kürzlich Infektionen bei Jagdhunden, die durch Kontakt mit infizierten Wildschweinen entstanden sind. Experten warnen vor einer möglichen Ausweitung, fordern aber keine Panik, sondern strengere Hygienemaßnahmen in der Jagd und Landwirtschaft. Historischer und wissenschaftlicher Hintergrund Die Aujeszkysche Krankheit ist eine virale Infektion, die durch das Suide Herpesvirus 1, ein Mitglied der Alphaherpesvirinae-Familie, verursacht wird. Das Virus wurde erstmals 1902 vom ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszky beschrieben, der es als filtrierbares infektiöses Agens identifizierte. Es befällt primär Schweine als natürliche Wirte, kann aber fast alle Säugetiere außer Pferden und Primaten als Fehlwirte infizieren. Bei Schweinen verursacht es je nach Alter unterschiedliche Symptome: Bei Saugferkeln führt…










