Nebenwirkungen von GLP-1-Rezeptoragonisten: Eine evidenzbasierte Übersicht
GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RAs) wie Semaglutid (z. B. Ozempic, Wegovy, Rybelsus), Liraglutid, Dulaglutid oder der duale GLP-1/GIP-Agonist Tirzepatid (Mounjaro/Zepbound) gehören zu den wirksamsten Medikamenten zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas. Sie imitieren das Darmhormon GLP-1, verzögern die Magenentleerung, reduzieren den Appetit über zentrale Effekte im Gehirn und verbessern die Insulinsekretion bei gleichzeitiger Hemmung der Glukagon-Freisetzung. Während die therapeutischen Vorteile (starke Blutzuckersenkung, Gewichtsverlust von oft 10–20 % oder mehr, kardiovaskuläre Risikoreduktion) gut belegt sind, treten Nebenwirkungen auf – vor allem gastrointestinale, die meist dosisabhängig, zu Beginn der Therapie oder bei Dosissteigerung auftreten und oft mild bis moderat sowie vorübergehend sind. Schwere Risiken sind seltener, aber bekannt und in den Fachinformationen (z. B. FDA, EMA) mit Warnhinweisen versehen. Die Evidenz stammt aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), Meta-Analysen, Beobachtungsstudien und Post-Marketing-Überwachung (Stand 2025/2026). Häufige gastrointestinale Nebenwirkungen (Klasseneffekt) Diese machen den Großteil der berichteten Nebenwirkungen aus…
