Anämie-Diagnose nach Chips und Cola
(MedLabPortal) Die Fälle an ernährungsbedingten Anämien in Deutschland sind selten, nehmen aber zu. Darauf machten die an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) forschenden Julie Schanz, Julia Knaus und Nils Brökers auf dem Deutschen Kongress für Labormedizin (DKLM ) in Bremen aufmerksam. Grund hierfür sei die Tatsache, dass einseitige Ernährung zu einem Vitamin B12 oder Folsäuremangel führt. Diese Bausteine jedoch spielen für den hochkomplexen Prozess der Blutbildung eine zentrale Rolle. Auch Eisenmangel kann – mitunter ebenfalls Folge der einseitigen Ernährung – zu einer Anämie führen. Für Betroffene sind die Folgen mehr als beängstigend. „Zu uns kam ein Patient, der sich quasi von Chips und Cola ernährte, während er über Wochen hinweg am PC zockte“, schildert Mediziner Brökers. „Infolge der vorhandenen Anämie wies er bereits neurologische Ausfallerscheinungen auf, er konnte nicht mehr scharf sehen“. Wichtig in solchen Fällen sei in erster Linie eine…



