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Enquete-Kommission Corona befasst sich mit wirtschaftlichen Folgen und Branchenhilfen

Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur Corona-Pandemie hält am 9. Juli 2026 eine öffentliche Anhörung zum Thema „Wirtschaftliche Folgen und Branchenhilfen“ ab. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Wirtschaftszweige sowie die Wirksamkeit und Ausgestaltung der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Hintergrund Die Enquete-Kommission „Corona“ untersucht rückblickend die gesellschaftlichen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Nach der Bewältigung der akuten Phase rückt nun die Aufarbeitung der langfristigen wirtschaftlichen Schäden und der eingesetzten Hilfsprogramme in den Fokus. Branchen wie Gastronomie, Tourismus, Kultur, Einzelhandel und Veranstaltungswirtschaft waren besonders stark betroffen. Ziel der Anhörung In der Anhörung sollen Experten aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft die ökonomischen Folgen der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen sowie die Effektivität der Corona-Hilfen bewerten. Dabei geht es auch um die Frage, welche Maßnahmen zielgenau waren und wo Nachbesserungsbedarf besteht. Die Ergebnisse sollen in die abschließenden Empfehlungen der Kommission einfließen. Einordnung Die… 

35. EADV-Kongress in Wien mit umfangreichem wissenschaftlichem Programm

Vom 30. September bis 3. Oktober 2026 findet in Wien der 35. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) statt. Das wissenschaftliche Programm umfasst mehr als 170 Sitzungen und richtet sich sowohl an Nachwuchsmediziner als auch an erfahrene Fachärzte. Schwerpunkte des Programms Das vier tägige Programm gliedert sich in die zentralen Tracks „Updates“, „Training and Education“, „Controversies“ und „Focus on“. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Themen JAK-Inhibitoren sowie praktischen diagnostischen und therapeutischen Algorithmen. Darüber hinaus gibt es Plenarsitzungen zu Biomarkern, Phototherapie, klinischer Fotografie, dem Tumormikromilieu und sozialen Medien. Weitere Angebote Ergänzt wird das Programm durch Late-Breaking-Sessions mit aktuellen Studien, ästhetisch-dermatologische Sitzungen zu Lasern, Fillern und regenerativer Medizin sowie zahlreiche subspezialisierte Sitzungen zu Themen wie Hidradenitis suppurativa, Vitiligo, Melanom, atopischer Dermatitis und sexuell übertragbaren Infektionen. Ein Quiz für Assistenzärzte (EADV Games) sowie interaktive Workshops runden das Angebot ab. Bedeutung für… 

Fachgesellschaften fordern raschen Zugang zu neuer Therapie beim Pankreaskarzinom

Deutsche Fachgesellschaften fordern einen schnellen Zugang zu Daraxonrasib für Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom. In einer Phase-III-Studie zeigte der Wirkstoff bei vorbehandelten Patienten eine signifikante Verbesserung des Überlebens im Vergleich zur Standardchemotherapie. Hintergrund Das metastasierte Pankreaskarzinom hat trotz Fortschritten in der Onkologie weiterhin eine ungünstige Prognose. Für Patienten nach Versagen der Erstlinientherapie stehen bisher nur begrenzte Behandlungsoptionen zur Verfügung. Neue zielgerichtete Therapien, die den RAS-Signalweg hemmen, gelten als vielversprechend, da RAS-Mutationen bei einem Großteil der Pankreaskarzinome vorliegen. Studienergebnisse In der randomisierten Phase-III-Studie RASolute 302 mit vorbehandelten Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas führte Daraxonrasib im Vergleich zur Standardchemotherapie zu einer statistisch signifikanten Verbesserung der Ansprechraten, des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens. Die Ergebnisse wurden auf dem ASCO-Kongress präsentiert und im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Forderung der Fachgesellschaften Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), die Arbeitsgemeinschaft Internistische… 

Neues Bestrahlungskonzept ermöglicht Organerhalt bei Enddarmkrebs

Ein neues MR-gefühtes Dosiseskalationsschema hat bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Enddarmkrebs in vielen Fällen eine Operation erspart. Nach der Behandlung wiesen 91 Prozent der Patienten keinen oder nur minimalen Resttumor auf, sodass zunächst auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet werden konnte. Hintergrund Bei lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinomen ist die vollständige chirurgische Entfernung des Enddarms mit einem künstlichen Darmausgang oder Funktionseinschränkungen verbunden. Ziel moderner Therapiekonzepte ist es daher, durch eine intensive Vorbehandlung möglichst viele Patienten für ein sogenanntes Watch-and-Wait-Verfahren geeignet zu machen, bei dem auf eine Operation verzichtet wird, solange kein Tumorrest nachweisbar ist. Das MARS-Schema Das an der Universitäts-Strahlenklinik Tübingen entwickelte Konzept kombiniert eine Standard-Radiochemotherapie mit einer wöchentlichen, online-adaptiven Boost-Bestrahlung des Tumors und suspekter Lymphknoten. Die zusätzliche Dosiseskalation erfolgt unter Echtzeit-MR-Bildgebung am 1,5-Tesla-MR-Linac. Dadurch kann die Strahlendosis präzise an die aktuelle Tumorlage angepasst werden. Ergebnisse In einer Kohorte von 34 Patienten mit… 

Neue Immuntherapie zeigt Wirkung bei seltener Nervenerkrankung

Ein bislang für das multiple Myelom zugelassener Wirkstoff hat bei zwei Patientinnen mit einer schweren autoimmunen peripheren Nervenerkrankung zu einer raschen und deutlichen Besserung geführt. Die IgM-Antikörper, die die Nerven schädigen, waren nach der Behandlung nicht mehr nachweisbar. Die Erkrankung Bei der betroffenen Form einer autoimmunen peripheren Neuropathie produziert das Immunsystem überschießend IgM-Antikörper. Diese greifen die Markscheiden der peripheren Nerven an, stören die Signalübertragung und führen langfristig zum Untergang von Nervenzellen. Bisherige Therapien wie Kortison, Immunsuppressiva oder Plasmapherese zeigen oft nur begrenzte und vorübergehende Effekte. Die neue Therapie Teclistamab ist ein bispezifischer Antikörper, der ursprünglich zur Behandlung des multiplen Myeloms entwickelt wurde. Er richtet sich gegen das BCMA-Molekül auf Plasmazellen und führt zu deren gezielter Zerstörung. Dadurch wird die Produktion der krankmachenden Antikörper unterbunden. Der Wirkstoff wurde bei den beiden Patientinnen im Rahmen eines individuellen Heilversuchs eingesetzt. Ergebnisse bei den… 

Neues KI-System unterstützt Therapieentscheidungen bei Blutkrebs

Ein neues KI-gestütztes System namens HemaGuide soll Ärzte bei der Auswahl geeigneter Therapien für komplexe Blutkrebserkrankungen unterstützen. Das System wertet unstrukturierte Arztbriefe aus und kombiniert sie mit Leitlinien, einer großen Datenbank früherer Tumorboard-Entscheidungen sowie Fachliteratur. Hintergrund Die Behandlung von Blutkrebs ist zunehmend komplex. Ärzte müssen zahlreiche Faktoren wie Krankengeschichte, genetische Veränderungen, Begleiterkrankungen und neu zugelassene Medikamente berücksichtigen. Schwierige Fälle werden in interdisziplinären Tumorboards besprochen – ein zeit- und personalintensiver Prozess, der insbesondere kleineren Kliniken oft nicht in gleicher Qualität zur Verfügung steht. Funktionsweise von HemaGuide HemaGuide analysiert medizinische Dokumente und erstellt daraus Therapieempfehlungen. Das System kann auch molekulare Tumorboard-Aufgaben übernehmen und läuft lokal auf Krankenhausservern, sodass Patientendaten das Haus nicht verlassen müssen. Die Verarbeitung einzelner Fälle dauert weniger als eine Minute. Leistung des Systems In einer retrospektiven Auswertung von 555 Tumorboard-Fällen mit 47 verschiedenen Blutkrebsarten erreichte HemaGuide eine Übereinstimmung von… 

Neuer EEG-Biomarker könnte Parkinson-Therapien präziser steuern

Eine neue kortikale EEG-Signatur könnte künftig helfen, Therapien bei Parkinson gezielter anzupassen. Die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung korreliert stärker mit motorischen Symptomen als bisher genutzte Signale und reagiert auf die Einnahme von Levodopa. Hintergrund Bei Parkinson-Patienten schwanken die motorischen Symptome im Tagesverlauf oft stark. Bisherige Biomarker wie die Beta-Power im Nucleus subthalamicus dienen als Grundlage für adaptive Tiefenhirnstimulation, spiegeln aber nicht immer zuverlässig die aktuelle Symptomatik wider. Zudem sind sie bei kortikaler Ableitung störanfällig. Der neue Biomarker Forscher haben die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung (PAC) im EEG untersucht. Dabei wird die Kopplung zwischen Beta-Oszillationen (23–35 Hz) und Gamma-Aktivität im motorischen Kortex analysiert. Diese Kopplung ist bei Parkinson-Patienten verstärkt und tritt besonders im motorischen Netzwerk auf. Wichtige Ergebnisse In der Studie mit 15 Parkinson-Patienten und Kontrollpersonen zeigte sich, dass die pathologische PAC stärker mit Bradykinese und Rigor korreliert als die klassische Beta-Power. Nach Einnahme von… 

Ultraschall steuert molekulare Nanostrukturen

Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben gezeigt, dass sich komplexe supramolekulare Nanostrukturen durch Ultraschall mechanisch aktivieren, gezielt zerlegen und anschließend wieder zusammensetzen lassen. Die Methode ermöglichte in Experimenten die kontrollierte Freisetzung des Krebsmedikaments Cisplatin aus sogenannten molekularen Käfigen. Hintergrund Supramolekulare Käfige bestehen aus selbstorganisierenden Molekülbausteinen und werden als molekulare Reaktionsräume, Sensoren oder Wirkstofftransporter erforscht. Ihre Herstellung ist weitgehend verstanden, die gezielte und kontrollierte Zerlegung hingegen stellt eine Herausforderung dar. Bisher fehlten praktikable Methoden, um mechanisch in diese dynamischen Systeme einzugreifen. Ultraschall als Steuerungswerkzeug Die Düsseldorfer Wissenschaftler modifizierten die Käfige mit flexiblen Polymerketten. Diese Ketten übertragen die mechanischen Kräfte des Ultraschalls auf die molekularen Strukturen. Dadurch lassen sich gezielt Bindungen lösen und die Käfige öffnen. Unter geeigneten Bedingungen können die Strukturen anschließend vollständig wieder zusammengesetzt werden. „Selbstassemblierte Moleküle werden häufig als dynamische Systeme beschrieben. Bisher fehlten jedoch Methoden, um gezielt mechanisch in… 

FDA stellt neue Informationen zu Menstruationsprodukten bereit

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 6. Juli 2026 neue Web-Ressourcen zu Menstruationsprodukten veröffentlicht. Diese umfassen Angaben zu verfügbaren Produkten, deren sicherer Anwendung sowie Nutzen und Risiken. Ein zentraler Bestandteil ist eine neue peer-reviewte Studie der FDA-Labore zur toxikologischen Bewertung von Metallen in Tampons. Hintergrund Im Jahr 2024 hatte eine unabhängige Studie Spuren verschiedener Metalle, darunter Blei, in Tampons mehrerer Marken nachgewiesen. Die Untersuchung hatte jedoch keine Risikobewertung vorgenommen. Die FDA hatte daraufhin eigene Laboruntersuchungen und eine systematische Literaturrecherche in Auftrag gegeben, um die tatsächliche Exposition und mögliche gesundheitliche Risiken zu prüfen. Die neue FDA-Studie Die nun veröffentlichte Studie der FDA untersuchte Metalle in Tampons, die auf dem US-Markt erhältlich sind. Die Behörde führte eine toxikologische Risikobewertung nach internationalen Standards durch. Demnach lagen bei allen nachgewiesenen Metallen die Sicherheitsmargen (Margins of Safety) so hoch, dass nach Einschätzung der FDA kein nennenswertes… 

The Trump administration has offloaded an American doctor infected with Ebola to Germany instead of treating him in a U.S. high-security biocontainment facility, exposing significant gaps in domestic preparedness for high-consequence infectious diseases. Donald Trump. Credits: White House

Epstein, Trump, Infantino: How the US President Mutates into a Dictator

In the glittering farce that is the 2026 FIFA World Cup on American soil, Donald Trump has delivered a masterclass in authoritarian overreach wrapped in red, white, and blue exceptionalism. When US striker Folarin Balogun received a red card in a match against Bosnia and Herzegovina, Trump didn’t trust referees, VAR, or the rules of the game. He picked up the phone and called FIFA President Gianni Infantino directly, urging a review. FIFA, ever the pliant partner, obliged: the suspension was lifted in a stunning reversal, allowing Balogun to play on. This is not mere sports advocacy. It is the naked exercise of presidential power to bend an international sporting body to the will of the United States — or, more precisely, to the personal interests of its leader. Trump’s intervention wasn’t subtle lobbying through diplomatic channels. It was a…