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Körniger Frischkäse (Hüttenkäse/Magerquark) bei Durchfall und Erbrechen beim Hund

Körniger Frischkäse (auch Hüttenkäse oder Magerquark genannt) wird in der deutschen Tierarzt- und Schonkost-Praxis häufig als Teil einer leichten Diät bei akutem Durchfall und Erbrechen empfohlen. Er gilt als gut verträglich, liefert leicht verdauliches Eiweiß und kann durch enthaltene Milchsäurebakterien die Darmflora unterstützen. Warum wird er empfohlen? Typische Kombinationen in der Schonkost: Wichtige Hinweise zur Fütterung Typischer Ablauf bei akutem Durchfall/Erbrechen (nach tierärztlicher Einschätzung): Wann zum Tierarzt? Körniger Frischkäse ist kein Heilmittel und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Sofort zum Tierarzt, wenn: Fazit Körniger Frischkäse (fettarm, pur) ist bei vielen Hunden eine bewährte und gut verträgliche Komponente der Schonkost bei leichten Magen-Darm-Beschwerden. Er sollte jedoch nur kurzfristig und in Maßen eingesetzt werden. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist eine tierärztliche Abklärung unerlässlich. Wichtiger Hinweis: Dies ist allgemeine Information aus gängigen tierärztlichen und Ernährungsquellen. Jeder Hund ist individuell – lasse dich bei… 

Organoid-Modelle am maternal-fetalen Interface: Neue Wege in der Schwangerschaftsforschung

Ein aktuelles Review fasst den Stand der Forschung zu sogenannten maternal-fetalen Interface-Organoiden zusammen. Diese dreidimensionalen Zellmodelle aus Stammzellen oder Gewebeproben sollen die komplexe Grenzfläche zwischen Mutter und Embryo besser abbilden als herkömmliche Zellkulturen oder Tiermodelle. Die Autoren sehen darin ein vielversprechendes Werkzeug für die Erforschung von Frühschwangerschaft, Implantationsstörungen und schwangerschaftsbedingten Erkrankungen wie Präeklampsie. Hintergrund Die maternal-fetale Grenzfläche ist ein hochkomplexes Mikromilieu, in dem Trophoblasten, Deziduazellen und verschiedene Immunzellen interagieren. Störungen in diesem Bereich gelten als Ursache für Infertilität, wiederholte Fehlgeburten, Präeklampsie und Wachstumsretardierung des Fetus. Klassische Modelle – zweidimensionale Zelllinien oder Tiermodelle – können die dreidimensionale Struktur, die Zellvielfalt und die dynamischen Interaktionen beim Menschen nur unzureichend nachbilden. Organoid-Modelle am maternal-fetalen Interface Organoids sind dreidimensionale, selbstorganisierende Zellstrukturen, die aus pluripotenten Stammzellen oder gewebespezifischen Vorläuferzellen gezüchtet werden. Am maternal-fetalen Interface werden vor allem zwei Typen unterschieden: Beide Modelle werden aus humanen… 

Chinas Regulierung von medizinischer Biotechnologie

China hat in den vergangenen vier Jahrzehnten ein umfassendes Regulierungssystem für medizinische Biotechnologie aufgebaut. Es reicht von der Labor-Biosicherheit über die Kontrolle von Dual-Use-Forschung bis hin zur Exportkontrolle sensibler Technologien. Ein aktuelles Policy-Review analysiert die historische Entwicklung, den aktuellen Stand und die verbleibenden Schwachstellen des Systems. Hintergrund und Entwicklung Die Regulierung moderner medizinischer Biotechnologie in China begann in den 1980er-Jahren mit ersten Regeln zur Klassifizierung von pathogenen Mikroorganismen und zur Sicherheit gentechnischer Arbeiten. In den 1990er-Jahren kamen Regelungen zur Verwaltung menschlicher genetischer Ressourcen und zur klinischen Forschung an Gen- und Zelltherapien hinzu. Ab den 2000er-Jahren beschleunigte sich die Entwicklung durch internationale Vorfälle (Anthrax-Anschläge 2001), die SARS-Epidemie und ethische Kontroversen um Stammzell- und CRISPR-Technologien. Wichtige Meilensteine waren das Gesetz zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten (2004), das Counterterrorism Law (2015) sowie das Vaccine Administration Law und das Basic Healthcare and Health… 

Telemedizin in Russland: Wachstum der Kontakte, aber kein klarer Beleg für verbesserten Zugang

Eine umfassende regionale Panel-Studie zu 85 russischen Regionen zeigt, dass das starke Wachstum der Telemedizin seit 2020 nicht als eigenständiger Mechanismus zur Angleichung des ambulanten Versorgungszugangs interpretiert werden kann. Die Assoziationen zwischen digitaler Infrastruktur und ambulanten Kontakten sind vor allem interregional ausgeprägt und schwächen sich bei Berücksichtigung zeitlicher und regionaler Effekte deutlich ab. Die Autoren empfehlen, Telemedizin-Volumina als begrenztes Monitoring-Signal zu lesen, dessen Aussagekraft stark von territorialen Rahmenbedingungen, der Zusammensetzung der erfassten Kontakte und der Stabilität der Berichtsdefinitionen abhängt. Hintergrund In Russland hat sich die Telemedizin seit der COVID-19-Pandemie stark ausgeweitet. Während 2018–2019 noch weniger als eine Million Telemedizin-Konsultationen pro Jahr registriert wurden, stieg die Zahl 2020 auf 7 Millionen und 2024 auf knapp 16 Millionen. Gleichzeitig veränderte sich die Zusammensetzung der Kontakte deutlich: Der Anteil patienten-ärztlicher Konsultationen fiel von 91,9 % im Jahr 2020 auf 49,6 % im Jahr… 

Apotheker in den VAE: KI wird als hilfreich, aber risikobehaftet wahrgenommen

Eine Umfrage unter 340 Apothekern in den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) in der Apothekenpraxis. Besonders geschätzt werden die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und besseren Patientenbetreuung. Gleichzeitig bestehen deutliche Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Cybersicherheit und möglicher Jobverluste. Die Studie identifiziert zudem Faktoren, die die Akzeptanz beeinflussen. Hintergrund Künstliche Intelligenz wird zunehmend als Werkzeug zur Unterstützung pharmazeutischer Tätigkeiten diskutiert – von der Analyse großer Datenmengen über die Erkennung von Wechselwirkungen bis hin zur Unterstützung bei der Medikamentenberatung. Während frühere Studien vor allem aus Jordanien und Saudi-Arabien vorlagen, fehlten bislang belastbare Daten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Methode und Ergebnisse Die Querschnittsstudie wurde zwischen Januar und Mai 2024 durchgeführt. 340 Apotheker (Rücklaufquote 85 %) aus Krankenhaus- und Gemeinschaftsapotheken beantworteten einen validierten Online-Fragebogen. Die Teilnehmer bewerteten auf einer 5-Punkte-Skala sowohl potenzielle Vorteile als auch Bedenken und Barrieren. Wahrgenommene… 

Europäischer Rahmen für die Bewertung digitaler Gesundheitstechnologien vorgestellt

Ein EU-gefördertes Projekt entwickelt erstmals einen einheitlichen europäischen Bewertungsrahmen für digitale Gesundheitstechnologien (DHTs). Das Vorhaben mit dem Namen EDiHTA soll bestehende Lücken schließen und eine flexible, lebenszyklusübergreifende Health Technology Assessment (HTA)-Methode schaffen, die auf unterschiedliche Technologien und Entscheidungsebenen anwendbar ist. Die zugrunde liegende Konzeptidee wurde nun in einer Perspective-Publikation vorgestellt. Hintergrund Digitale Gesundheitstechnologien wie Apps, Wearables, Telemedizin-Plattformen und KI-gestützte Tools verändern zunehmend die Gesundheitsversorgung. Sie ermöglichen neue Versorgungsmodelle, verbessern den Zugang und die Patientenbeteiligung und können Effizienz steigern. Gleichzeitig sind die Bewertungsverfahren für diese Technologien in Europa fragmentiert. Traditionelle HTA-Ansätze wurden vor allem für Arzneimittel entwickelt und greifen bei DHTs oft zu kurz, da diese sich kontinuierlich weiterentwickeln, KI-Komponenten enthalten und ihren Zweck nach der Markteinführung ändern können. Das EDiHTA-Projekt Das European Digital Health Technology Assessment (EDiHTA)-Projekt ist ein vierjähriges Horizon-Europe-Vorhaben, das im Januar 2024 gestartet wurde. Mehr als 15… 

Digitale Gesundheitskompetenz bei chronisch Kranken in Katar: Moderate Werte mit deutlichen Unterschieden

Eine Studie aus Katar zeigt, dass die digitale Gesundheitskompetenz (Digital Health Literacy) bei arabischen Erwachsenen mit Diabetes, Bluthochdruck oder rheumatoider Arthritis insgesamt nur moderat ausgeprägt ist. Rund die Hälfte der Befragten erreichte einen hohen Wert auf der eHealth Literacy Scale. Besonders ältere Personen und Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau schnitten deutlich schlechter ab. Die Nutzung des Internets zur Suche nach Gesundheitsinformationen war der stärkste Prädiktor für eine hohe Kompetenz. Hintergrund Digitale Gesundheitskompetenz beschreibt die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen aus digitalen Quellen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden. Sie gilt als wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen. In Katar und weiteren Ländern der Region werden zunehmend digitale Gesundheitsangebote entwickelt. Bisher fehlten jedoch belastbare Daten zur digitalen Gesundheitskompetenz bei arabischsprachigen Patienten mit chronischen Erkrankungen. Methode Die Forscher führten eine Querschnittsstudie an der Hamad Medical Corporation in Katar durch. Zwischen Juli… 

Human Digital Twins: Virtuelle Patientenmodelle für die personalisierte Medizin

Ein umfassender Review fasst den aktuellen Stand von Human Digital Twins (HDTs) zusammen – virtuellen, kontinuierlich aktualisierten Abbildern einzelner Patienten, die Echtzeitdaten mit computergestützten Modellen verbinden. Die Technologie soll künftig Behandlungsverläufe vorhersagen, Therapien optimieren und die Planung klinischer Studien verbessern. Die Übersichtsarbeit identifiziert sowohl das Potenzial als auch zentrale technische, regulatorische und ethische Hürden auf dem Weg in die klinische Praxis. Hintergrund Die personalisierte Medizin erfordert Modelle, die individuelle biologische, genetische und klinische Merkmale berücksichtigen. Bisherige computergestützte Ansätze arbeiten meist mit populationsbasierten Durchschnittswerten oder statischen Simulationen. Human Digital Twins gehen darüber hinaus: Sie schaffen dynamische virtuelle Patientenmodelle, die durch kontinuierliche Datenzufuhr (Genomik, Bildgebung, Wearables, Laborwerte) laufend aktualisiert werden und prädiktive Simulationen ermöglichen. Technologische Grundlage HDTs beruhen auf einer mehrschichtigen Architektur. Auf der Datenebene werden genomische, bildgebende, sensorische und klinische Informationen zusammengeführt. Machine-Learning-Verfahren, insbesondere Deep-Learning- und Transformer-Modelle, erfassen komplexe nichtlineare Zusammenhänge.… 

Neue KI-Methode für Alzheimer-Früherkennung

Ein Forscherteam aus Indien hat ein neues KI-System vorgestellt, das Alzheimer-Erkrankungen frühzeitig erkennen soll – und dabei sowohl die Privatsphäre der Patienten schützt als auch nachvollziehbare Entscheidungen liefert. Das Modell namens FuzzyFed-CNN kombiniert Bildanalyse von MRT-Aufnahmen mit klinischen Daten in einem föderierten Lernansatz. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Frontiers in Artificial Intelligence veröffentlicht (DOI: 10.3389/frai.2026.1852196). Hintergrund Die Früherkennung von Alzheimer ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Bisherige KI-Modelle analysieren meist nur MRT-Bilder oder klinische Daten zentral – was Datenschutzprobleme aufwirft und die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen erschwert. Zudem fehlt vielen Systemen die Fähigkeit, Unsicherheiten in klinischen Daten (z. B. bei MMSE-Werten oder Hippocampus-Volumen) angemessen zu berücksichtigen. Die Methode: FuzzyFed-CNN Das vorgeschlagene System verarbeitet zwei Datenströme parallel: Die beiden Feature-Vektoren werden fusioniert. Das Training erfolgt föderiert (Federated Learning) mit dem FedAvg-Algorithmus: Die teilnehmenden Kliniken trainieren lokal auf ihren eigenen Daten… 

KI erkennt Tuberkulose an Husten – vielversprechend, aber noch nicht reif für den Einsatz

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) Tuberkulose (TB) anhand von Hustenaufnahmen mit hoher Genauigkeit erkennen kann. Die gepoolte Sensitivität lag bei 91 % und die Spezifität bei 89 %. Die Autoren sehen darin ein potenziell kostengünstiges und leicht zugängliches Screening-Tool für ressourcenarme Regionen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Frontiers in Artificial Intelligence veröffentlicht. Hintergrund Tuberkulose ist weltweit die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit. Besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen fehlt es oft an schnellen, günstigen und leicht verfügbaren Diagnoseverfahren. Der typische TB-Husten unterscheidet sich akustisch von Husten bei anderen Erkrankungen. KI-gestützte Analyse von Hustenaufnahmen könnte daher eine nicht-invasive, skalierbare Screening-Methode darstellen – insbesondere mithilfe von Smartphones. Methode und Ergebnisse Die Forscher werteten 14 Studien aus (hauptsächlich aus Asien und Afrika), die zwischen 2009 und 2024 veröffentlicht wurden. In sieben Studien mit ausreichenden Daten…