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Neuer Optimierungsansatz für RNA-Design vorgestellt

Wissenschaftler der Keio University haben eine neue Methode zur inversen Faltung von RNA entwickelt. Sie basiert auf dem Factorization Machine with Quadratic Optimization Annealing (FMQA) und soll die Suche nach geeigneten RNA-Sequenzen effizienter machen. RNA-Moleküle spielen eine zentrale Rolle bei mRNA-Impfstoffen, Gentherapien und synthetischer Biologie. Die gezielte Gestaltung von RNA-Sequenzen, die zu einer gewünschten Sekundärstruktur falten, ist jedoch rechnerisch aufwendig, da die Zahl möglicher Nukleotidkombinationen exponentiell wächst. Herkömmliche Verfahren erfordern oft viele Evaluierungen, was experimentelle Validierungen teuer und zeitintensiv macht. Das Team um Project Lecturer Shuta Kikuchi und Professor Shu Tanaka von der Graduate School of Science and Technology setzte FMQA als Black-Box-Optimierungsverfahren ein. Dabei wurde die RNA-Inverse-Faltung als Optimierungsproblem formuliert. Die Forscher testeten vier binäre Kodierungsstrategien (One-hot, Domain-wall, Binary und Unary) sowie verschiedene Zuordnungen der Nukleotide A, U, G und C. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahl der Kodierung… 

So viel verdienen verbeamtete Professoren in Deutschland – Ein Explainer

Verbeamtete Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten und Hochschulen werden nach der W-Besoldung (W für Wissenschaft) bezahlt. Im Gegensatz zu tariflich beschäftigten Wissenschaftlern (TV-L) haben sie Beamtenstatus, zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) und erhalten ein Grundgehalt plus variable Leistungsbezüge. Das macht das Nettogehalt trotz teilweise moderatem Brutto oft attraktiv. Die Besoldungsgruppen W1, W2 und W3 Stand 2026: Die genauen Grundgehälter variieren stark zwischen den Bundesländern. Baden-Württemberg, Bayern und Berlin zahlen oft am besten, Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern eher weniger. Wovon hängt das tatsächliche Gehalt ab? Das Grundgehalt ist nur der Einstieg. Hinzu kommen: Reale Durchschnittsgehälter (Grundgehalt + Zulagen): Durch den Wegfall der Sozialabgaben liegt das Nettogehalt häufig bei 6.000–7.500+ € monatlich (je nach Steuerklasse, Kindern, Bundesland). Das ist deutlich höher als bei vergleichbarem Bruttogehalt in der Privatwirtschaft. Beispiele für Grundgehälter (ca.-Werte 2026) Die Spanne zwischen den Bundesländern kann bei W3… 

Beckman Coulter Diagnostics erweitert Alzheimer-Portfolio um CE-gekennzeichneten p?Tau217-Bluttest 

Beckman Coulter Diagnostics, ein weltweit führendes Unternehmen der klinischen Diagnostik und Teil der Danaher-Gruppe, hat die die CE-Kennzeichnung gemäß IVDR für seinen Access p?Tau217-Assay erhalten. Der Bluttest unterstützt die klinische Bewertung der Amyloid-Pathologie bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen eines kognitiven Rückgangs. Darüber hinaus stellte das Unternehmen seinen hochspezifischen Access BD-pTau217-Assay für Forschungszwecke (RUO) auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) 2026 in London vor. Beide Assays werden auf dem Immunoassay-Analysensystem DxI 9000 durchgeführt und erweitern das Alzheimer-Portfolio von Beckman Coulter Diagnostics für klinische und wissenschaftliche Anwendungen.  Mit der CE-Kennzeichnung erweitert Beckman Coulter Diagnostics den Zugang zu blutbasierten p?Tau217-Tests für die klinische Bewertung der Alzheimer-Erkrankung in Europa und weiteren CE-anerkennenden Märkten. Der neue Access BD-pTau217-Assay für Forschungszwecke ergänzt das Portfolio um einen hochspezifischen Test zur Untersuchung von Krankheitsbiologie.  CE-gekennzeichneter p?Tau217-Assay erweitert Möglichkeiten der Alzheimer-Diagnostik Der neue CE-gekennzeichnete Assay misst phosphoryliertes Tau (p?Tau217), einen gut etablierten Biomarker der Alzheimer-Erkrankung, und unterstützt die klinische Bewertung der… 

Zahl drogenbedingter Todesfälle in Deutschland bleibt hoch

Im Jahr 2025 sind in Deutschland 2.150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Wie Fachorganisationen mitteilten, bleibt die Zahl damit auf hohem Niveau. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg bei jungen Menschen. Die Verbände wiesen darauf hin, dass vor allem synthetische hochpotente Drogen, Crack und synthetische Opioide sowie unberechenbare Wirkstoffgehalte und Mischkonsum die Lage verschärften. Viele junge Konsumenten wüssten oft nicht, welche Substanzen sie zu sich nähmen. Dies führe zu tödlichen Überdosierungen, die vermeidbar seien. Mit der bundesweiten Kampagne #GibMir5 fordern die Organisationen konkrete Maßnahmen, um die Zahl der Todesfälle zu senken. Dazu gehören: Diese Ansätze seien in anderen Ländern und teilweise auch in Deutschland bereits erprobt und wissenschaftlich belegt. Sie dienten der Schadensminderung, verhinderten Infektionen und Überdosierungen und ermöglichten den Zugang zu Beratung und Behandlung. Die Fachverbände appellierten an Bund, Länder und Kommunen, die vorhandenen Erkenntnisse rasch in die… 

Bundesärztekammer kritisiert Änderungen am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Die Bundesärztekammer hat die geplanten Änderungen am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als unzureichend kritisiert. Kammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt erklärte, zwar sei es positiv, dass der Finanzminister einen höheren Beitrag zur Finanzierung der Behandlungskosten für Bürgergeldbeziehende leisten und den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds weniger stark absenken wolle. Beides bleibe jedoch deutlich hinter dem Notwendigen zurück. Reinhardt begrüßte grundsätzlich die Absicht, Einnahmen aus höheren Lenkungssteuern auf zuckerhaltige Getränke, Alkohol und Tabak dem Gesundheitswesen zuzuführen. Die Regierung nutze das Potenzial in diesem Bereich jedoch nicht aus und vernachlässige die Förderung von Prävention. Für die ambulante Versorgung brächten die Änderungsanträge keine Verbesserungen, so der Kammerpräsident. Die im ursprünglichen Gesetzentwurf vorgesehenen tiefgreifenden Einschnitte blieben bestehen. Während die Pharmaindustrie nicht angemessen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen beitrage, halte die Koalition an Maßnahmen fest, die die wirtschaftlichen Grundlagen der Praxen massiv bedrohten und die Patientenversorgung gefährdeten. Die angekündigte Ausweitung von Krankschreibungen ab… 

Neue Technologie ermöglicht DNA-Synthese allein durch Temperatursteuerung

Südkoreanische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem DNA-Sequenzen allein durch gezielte Temperaturveränderungen synthetisiert werden können. Die Methode kommt ohne den üblichen Einsatz chemischer Reagenzien aus. Hintergrund Die herkömmliche chemische DNA-Synthese erfordert für jeden der vier DNA-Bausteine (A, T, G, C) das successive Zugeben und Auswaschen von Reagenzien. Dieser Prozess ist aufwändig, benötigt spezialisierte Automaten und ist mit hohen Kosten sowie aufwendiger Infrastruktur verbunden. Dadurch ist die Synthese von DNA für viele Anwendungen in Forschung und Industrie nur eingeschränkt zugänglich. Die neue Technologie Die Wissenschaftler nutzen spezielle Haarspangen-DNA-Strukturen (hairpin structures), die sich bei bestimmten Temperaturen gezielt öffnen und schließen. Durch präzise Temperatursteuerung kann so schrittweise die gewünschte DNA-Sequenz in einem einzigen Reaktionsgefäß aufgebaut werden. Die Methode ermöglicht es, DNA-Synthesen ohne den Wechsel von Reagenzien durchzuführen. Zusätzlich entwickelten die Forscher einen sogenannten „DNA-Temperatur-Blackbox“. Dabei wird die Temperaturhistorie während des Transports in… 

Hormonmuster im Blut könnte Endometriose-Diagnose erleichtern

Eine Studie aus Großbritannien deutet darauf hin, dass bestimmte Androgen-Hormone im Blut eine Endometriose mit hoher Genauigkeit anzeigen können. Frauen mit der Erkrankung wiesen deutlich erhöhte Spiegel sogenannter 11-oxygenierter Androgene auf. Hintergrund Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Die Diagnose erfolgt derzeit meist erst nach jahrelangem Leidensweg und erfordert in der Regel eine Bauchspiegelung. Ein einfacher Bluttest könnte die Diagnose deutlich beschleunigen. Studienergebnisse In der Untersuchung wurden Blutproben von 159 Frauen mit bestätigter Endometriose und 57 Frauen ohne die Erkrankung analysiert. Die Forscherinnen und Forscher fanden ein charakteristisches Hormonmuster bei den Betroffenen: Die Konzentrationen von 11-oxygenierten Androgenen, insbesondere von 11-Ketotestosteron, waren signifikant erhöht. Mithilfe dieses Musters konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwischen den beiden Gruppen mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent unterscheiden. Mögliche Bedeutung Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass neben den… 

Mehr als 1,15 Millionen Kinderwunschbehandlungen in Europa im Jahr 2023

In Europa wurden 2023 mehr als 1,15 Millionen Behandlungszyklen mit assistierter Reproduktion durchgeführt. Daraus resultierten rund 247.000 geborene Kinder. Der Anteil der Kryozyklen (Frozen Embryo Transfer) steigt weiter und liegt inzwischen bei 43 Prozent aller Behandlungen. Wichtige Entwicklungen Die Daten stammen aus dem European IVF Monitoring (EIM) Consortium der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE). Demnach wurden in 36 europäischen Ländern insgesamt 1.156.316 Behandlungszyklen gemeldet. Davon entfielen 401.483 auf Kryozyklen. Die Geburtenrate pro Embryotransfer war bei Kryozyklen mit 27,6 Prozent höher als bei frischen IVF- (24,4 %) und ICSI-Zyklen (23,5 %). Die Rate von Mehrlingsgeburten erreichte einen neuen Tiefstand. Komplikationen wie das ovariale Überstimulationssyndrom traten nur selten auf (0,18 % der Zyklen). Hintergrund Seit 1997 erfasst das EIM-Konsortium die Entwicklung der assistierten Reproduktion in Europa. Insgesamt wurden bislang über 15,8 Millionen Behandlungszyklen und mehr als 3,27 Millionen Kinder… 

Jede fünfte Verwandte von Brust- und Eierstockkrebspatientinnen in Estland trägt risikoreiche Genvarianten

Eine Studie aus Estland zeigt, dass bei Verwandten von Frauen mit Brust- oder Eierstockkrebs häufig erbliche Risikogene nachweisbar sind. Von 3.472 getesteten Personen trugen 19,7 Prozent pathogene Varianten in Krebsrisikogenen. Hintergrund Bestimmte genetische Veränderungen, insbesondere in den Genen BRCA1 und BRCA2, erhöhen das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erheblich. In Familien mit bereits erkrankten Personen wird daher eine genetische Testung von Verwandten empfohlen, um Risikoträger frühzeitig zu identifizieren und präventive Maßnahmen einzuleiten. In Estland werden solche Tests seit vielen Jahren durchgeführt. Studienergebnisse Die Auswertung der Daten von 2007 bis 2023 ergab, dass bei 19,7 Prozent der getesteten Verwandten krankheitsverursachende Genvarianten vorlagen. Davon entfielen 59 Prozent auf BRCA1 oder BRCA2. Auffällig war, dass 34 Prozent der getesteten Männer eine pathogene Variante trugen. Die Nachweisrate war bei Personen unter 30 Jahren besonders hoch. Bei Verwandten mit bereits bekannter familiärer Variante lag die… 

KI hilft, die molekulare Ordnung von Wasser systematisch zu beschreiben

Forscher der Universität Osaka haben mithilfe von maschinellem Lernen ein Verfahren entwickelt, um Strukturmerkmale von unterkühltem Wasser objektiv zu bewerten. Die Methode soll helfen, die komplexen molekularen Zustände von Wasser besser zu verstehen und vergleichbar zu machen. Hintergrund Wasser weist auch im flüssigen Zustand ungewöhnliche Eigenschaften auf, die mit Veränderungen seiner molekularen Struktur zusammenhängen. Besonders im unterkühlten Bereich existieren zwei unterschiedliche flüssige Phasen – eine hochdichte (high-density liquid, HDL) und eine niedrigdichte Form (low-density liquid, LDL). Diese Strukturen werden durch Wasserstoffbrückenbindungen bestimmt und verändern sich mit Temperatur und Druck. Bisher fehlte jedoch ein einheitliches System, um die verschiedenen vorgeschlagenen Strukturdeskriptoren systematisch zu vergleichen. Der Einsatz von KI Die Forschenden nutzten ein neuronales Netz, um 16 etablierte Strukturdeskriptoren zu bewerten. Diese Kennzahlen beschreiben unter anderem die tetraedrische Anordnung der Wassermoleküle oder die lokale Dichte. Mithilfe von Molekulardynamik-Simulationen trainierten die Wissenschaftler das…