Jenaer Forscher entdecken zentralen Auslöser des mitochondrialen Alterns
Jena (LabNews Media LLC) – Der Rückgang der mitochondrialen Funktion im Alter wird maßgeblich durch einen Mangel am Membranlipid Phosphatidylcholin ausgelöst. Das hat ein internationales Forschungsteam um Dr. Maria Ermolaeva vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena nachgewiesen. Die Studie, die am 18. April 2026 in „Nature Communications“ erschienen ist, zeigt zudem, dass dieser Prozess zumindest teilweise umkehrbar ist. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten zeigen, dass mit zunehmendem Alter die Produktion von Phosphatidylcholin abnimmt. Dieses Lipid ist entscheidend für die Flexibilität und Fusion der Mitochondrien – jener Zellkraftwerke, die Energie bereitstellen und sich zu Netzwerken zusammenschließen, um Energie zu verteilen und Schäden zu reparieren. Ohne ausreichend Phosphatidylcholin fragmentieren die Mitochondrien, verlieren ihre metabolische Plastizität und können Energie nicht mehr effizient verteilen. In Versuchen mit alternden Fadenwürmern (Caenorhabditis elegans) stellte die Gabe von Phosphatidylcholin oder dessen Vorläufer Cholin die…









