Wilmington/Kopenhagen – Das Techbio-Unternehmen DeepCyte hat den DeeTox Atlas™ vorgestellt, den ersten Einzelzell-metabolomischen Referenzatlas für Mechanismen der Arzneimitteltoxizität. Enterprise-Pilotprojekte mit globalen Pharmaunternehmen beginnen in den kommenden Monaten.
Der Atlas basiert auf zwei unabhängigen Einzelzell-Metabolomik-Studien und umfasst rund 100 toxische Verbindungen, 300.000 Zellen und etwa 500 Metaboliten pro Zelle – mehr als 3.000 Einzelzellmessungen pro Verbindung über sechs biologische Replikate. Jede Verbindung ist einer kuratierten vierstufigen Hierarchie von Toxizitätsmechanismen zugeordnet, die an etablierte Adverse Outcome Pathways (AOPs) anknüpft.
Statt für jede neue Substanz Labordaten zu generieren, trainiert DeepCyte ein Foundation-Modell, das Toxizitätsmechanismen auch für bislang ungemessene Verbindungen vorhersagen kann. Mit wachsendem Atlas soll die Plattform skalierbarer werden und die Abhängigkeit von Labortests verringern.
Theodore Alexandrov, Mitgründer und CEO von DeepCyte, erklärte, der Atlas ermögliche es, subtile molekulare Muster zu erkennen, die in kleinen Zellsubpopulationen vorkommen und mit klassischen Methoden unsichtbar blieben. Ziel sei der Übergang von reaktiven Labortests zu prädiktiver, mechanismusbasierter KI, die Sicherheitsrisiken früher im Wirkstoffentwicklungsprozess aufzeige.
Zudem ernannte DeepCyte Mona Lakkis zur Senior Vice President of Partnerships. Sie soll die Kommerzialisierung vorantreiben.
