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LabNews AI Flashpoint August 19th 2026

Fluorid im Trinkwasser während der Schwangerschaft mit niedrigeren Kognitions-Scores bei Kindern assoziiert

New York/Columbia – Höhere Fluorid-Konzentrationen im öffentlichen Trinkwasser während der Schwangerschaft sind mit niedrigeren Werten bei Tests zur fluiden Kognition bei Kindern verbunden. Das zeigt eine Beobachtungsstudie des NIH-Programms Environmental influences on Child Health Outcomes (ECHO), veröffentlicht im American Journal of Epidemiology.

Untersucht wurden 2514 Kinder, geboren zwischen 2006 und 2019. Die Fluorid-Exposition der Mütter wurde über öffentlich verfügbare Messungen der Trinkwasserversorgung und die Wohnadresse während der Schwangerschaft geschätzt. Die Kinder absolvierten zwischen dem 3. und 17. Lebensjahr kognitive Tests der NIH Toolbox.

Der Zusammenhang zeigte sich erst ab etwa 675 Mikrogramm Fluorid pro Liter – nahe dem von der US Public Health Service empfohlenen Wert von 700 Mikrogramm pro Liter (0,7 mg/l). Oberhalb dieses Wertes war jede Erhöhung um 500 Mikrogramm pro Liter mit einem im Mittel 3,36 Punkte niedrigeren Score bei der fluiden Kognition (Problemlösen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Anpassungsfähigkeit) verbunden. Kein Zusammenhang fand sich mit der kristallinen Kognition (etwa Wortschatz). Die Assoziation war bei Kindern unter sieben Jahren stärker ausgeprägt.

Die Studie misst nur Fluorid aus öffentlichen Wasserversorgungen, nicht die Gesamtaufnahme aus Zahnpasta, Tee oder anderen Quellen. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie; ein kausaler Nachweis liegt nicht vor. Die Autoren betonen, dass die Arbeit keine Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses der Trinkwasserfluoridierung darstellt.

Indigo-Licht in Innenräumen könnte Kurzsichtigkeit vorbeugen

Cincinnati – Die Anreicherung von Innenraumlicht mit Indigo-Wellenlängen (419–446 Nanometer) verhinderte in einem Tiermodell die Entstehung von Kurzsichtigkeit (Myopie). Das berichten Forscher des Cincinnati Children’s Hospital Medical Center und der University of Alabama at Birmingham in Cell Reports Medicine.

Untersucht wurden Baumspitzhörnchen, deren Sehsystem dem menschlichen ähnelt. Indigo-Licht, das im Sonnenlicht reichlich vorhanden, in üblichen LED-Innenraumbeleuchtungen jedoch kaum enthalten ist, stoppte die übermäßige Längenwachstum des Auges vollständig – auch unter Bedingungen, die sonst Myopie auslösen. Die Forscher sehen darin einen möglichen Ansatz, die weltweit steigenden Myopie-Raten bei Kindern zu beeinflussen. Weitere Studien, unter anderem in Kindertagesstätten, sind geplant.

Blutversorgung in der Ukraine als Modell für Krisenzeiten

Evanston – Die Ukraine konnte trotz eines 40-prozentigen Anstiegs des Blutbedarfs zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges und erheblicher Zerstörungen im Gesundheitswesen eine autarke Blutversorgung aufrechterhalten. Das zeigt eine internationale Studie unter Beteiligung der Northwestern University, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Transfusion.

Maßgeblich waren die Zentralisierung der Abläufe und die Ausweitung der Spenderrekrutierung. Die Autoren sehen darin Lektionen für andere Länder, darunter die USA, wo die American Red Cross kürzlich zum zweiten Mal eine nationale Blutkrise ausgerufen hat. Mögliche Maßnahmen umfassen verlängerte Öffnungszeiten von Blutspendezentren und die verstärkte Nutzung sozialer Medien zur Spendergewinnung.

Atemübungsprogramm stärkt soziale Verbundenheit besonders bei traumatisierten Mädchen

Los Angeles – Ein schulbasiertes Programm mit strukturierten Atemtechniken und sozial-emotionalem Lernen führte bei jugendlichen Mädchen mit den höchsten Werten an Kindheitstrauma zu den stärksten Zuwächsen an sozialer Verbundenheit. Das berichtet eine UCLA-Studie im Journal of Research on Adolescence.

Üblicherweise profitieren besonders belastete Schülerinnen und Schüler am wenigsten von mentalen Gesundheitsprogrammen. In dieser Untersuchung kehrte sich das Muster um.

Schwankende Wochenarbeitszeiten belasten Gesundheit und Erwerbsverhalten unterschiedlich

Champaign – Männer und Frauen, deren wöchentliche Arbeitsstunden stark schwanken, erleben negative gesundheitliche Folgen. Männer bleiben dabei eher in der Stelle, während Frauen häufiger die Stunden reduzieren, die Arbeit unterbrechen oder ganz aufgeben. Das ergibt eine Studie der University of Illinois at Urbana-Champaign.

Dollar-Store-Lebensmittel mit höheren Raten von Adipositas und Stoffwechselerkrankungen verbunden

Riverside – Der Verzehr von Lebensmitteln aus Dollar Stores korreliert mit höheren Raten von Adipositas, Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin und Typ-2-Diabetes. Das zeigt eine Untersuchung der University of California Riverside, veröffentlicht in BMC Public Health.

Weitere Meldungen vom 17./18. August 2026 (Auszug)

  • Schwere psychische Erkrankungen sind laut einer großen Studie aus Katalonien bereits im jungen Erwachsenenalter mit deutlich erhöhtem Demenz- und Schlaganfallrisiko verbunden (European Neuropsychopharmacology).
  • Eine Beobachtungsstudie in Annals of Internal Medicine zeigt, dass dauerhaft erhöhte Werte des Herzstress-Markers NT-proBNP bei älteren Erwachsenen das Risiko für und Tod erhöhen; normalisierte Werte senken das Risiko wieder auf das Niveau von Personen ohne vorherige Erhöhung.
  • Die erste randomisierte Studie zu einem Radiopharmazeutikum (Radium-223) beim fortgeschrittenen Nierenkrebs (Alliance A031801) fand keinen Vorteil für das skelettale ereignisfreie Überleben (Journal of Clinical Oncology).

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu