BOSTON – Die Harvard Medical School (HMS) und das weltweit agierende Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb (BMS) bündeln ihre Kräfte, um die nächste Generation von medizinischen Spitzenforschern auszubilden.
Wie die renommierte US-Universität am Dienstag in Boston bekannt gabpoint=10>>, wird ein neues Postdoktoranden-Stipendienprogramm ins Leben gerufen. Das „BMS Collaborative Research Fellowship“ soll eine Brücke zwischen akademischer Grundlagenforschung und der frühen industriellen Arzneimittelentwicklung schlagen.
Doppeltes Mentoring für Nachwuchswissenschaftler
Das Besondere an dem Programm ist die duale Betreuung: Die Stipendiaten werden direkt von Fakultätsmitgliedern der Harvard Medical School betreut und arbeiten gleichzeitig eng mit erfahrenen Wissenschaftlern von Bristol Myers Squibb zusammen. Auf diese Weise erhalten die Nachwuchskräfte Einblicke in die Denkweisen und die Kultur der globalen Pharmaforschung, was eine seltene Ergänzung zur klassischen akademischen Ausbildung darstellt.
„Wissenschaftliche Innovation hängt zunehmend von der Zusammenarbeit im gesamten Forschungsökosystem ab“, erklärte Dr. Robert Plenge, Forschungsleiter bei Bristol Myers Squibb. Ziel sei es, die komplementären Stärken beider Institutionen zusammenzuführen, um neue Erkenntnisse über Krankheiten zu gewinnen und translationale Durchbrüche zu erzielen.
Fokus auf unerforschte Ideen
Laut dem Dekan der Harvard Medical School, George Q. Daley, spiegelt das Stipendium das Bestreben der Hochschule wider, die Beziehungen zur Industrie neu zu definieren. Das gemeinsame Ziel sei es, das Tempo zu beschleunigen, mit dem aus fundamentaler Wissenschaft lebensrettende Therapien für Patienten werden.
Das Programm konzentriert sich explizit auf die wissenschaftliche Verfolgung noch gänzlich unerforschter Ideen. Bewerben können sich aktuelle sowie zukünftige Postdoktoranden der HMS, die in einer der neun Abteilungen für Grundlagenforschung am Blavatnik Institute tätig sind.
Die Auswahlentscheidungen sollen Anfang 2027 bekannt gegeben werden. Die ersten Forschungsstipendien starten offiziell am 1. Februar 2027.
