Ältere Menschen mit höheren Vitamin-C-Konzentrationen im Blutplasma weisen ein größeres Volumen an grauer Hirnsubstanz und eine stärkere funktionelle Konnektivität im sogenannten Default Mode Network auf. Das zeigt eine große Studie japanischer Forscher, die in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht wurde.
Das Team um Haruka Nagaya von der Hirosaki University analysierte MRT-Aufnahmen und Blutwerte von 2.044 Japanern im Alter ab 65 Jahren. Nach Berücksichtigung von Einflussfaktoren wie Alter, Bildung und körperlicher Aktivität zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Teilnehmer mit niedrigeren Vitamin-C-Spiegeln hatten ein geringeres Graumaterievolumen und eine schwächere Vernetzung im Default Mode Network – einem Hirnnetzwerk, das für Aufmerksamkeit, autobiografisches Gedächtnis und innere mentale Prozesse wichtig ist.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung die Hirngesundheit im Alter unterstützen und möglicherweise dem kognitiven Abbau entgegenwirken könnte. Die Autoren betonen jedoch, dass die Studie keine Kausalität beweist und weitere Untersuchungen notwendig sind, um die biologischen Mechanismen zu klären.
Die Studie trägt zum wachsenden Wissen über ernährungsbedingte Faktoren bei der Erhaltung der Hirngesundheit im Alter bei.


