Eine mit künstlicher Intelligenz gesteuerte Katheterablation erreicht bei anhaltendem Vorhofflimmern eine zwölfmonatige Rezidivfreiheit von 87 Prozent. Das ergibt eine Metaanalyse, die in Cardiology Discovery veröffentlicht wurde (DOI: 10.1097/CD9.0000000000000203).
Die Auswertung umfasste drei Studien mit insgesamt 322 Patientinnen und Patienten. Die KI zielte dabei auf räumlich-zeitliche Dispersionsareale im Vorhofgewebe ab, zusätzlich zur klassischen Isolation der Lungenvenen.
In der einzigen randomisierten Studie lag die Erfolgsrate der KI-gestützten Strategie bei 89 Prozent, gegenüber 67 Prozent bei alleiniger Lungenvenenisolation. Die KI-gestützte Kartierung könnte die von der Erfahrung des Operateurs abhängige Variabilität bei der Identifikation von arrhythmogenem Gewebe verringern.
Die Autoren betonen, dass die bisherigen Daten ermutigend seien, aber nur auf wenigen und relativ kleinen Studien beruhten. Größere randomisierte Studien seien notwendig, bevor das Verfahren in die klinische Routine übernommen werden könne.

Credit
Cardiology Discovery

