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Krankenkassen kündigen Hausarztverträge – was das für Patienten bedeutet

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat den Großteil ihrer Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung (HzV) zum Jahresende 2026 gekündigt. Auch andere Kassen, darunter die AOK Plus, ziehen ähnliche Konsequenzen. Für die betroffenen Patienten ändert sich zunächst jedoch nichts. Die Verträge laufen aufgrund einer gesetzlichen Regelung weiter, bis neue Vereinbarungen getroffen sind.

Hintergrund

Bei der hausarztzentrierten Versorgung (auch Hausarztprogramm genannt) verpflichten sich Versicherte, bei gesundheitlichen Problemen zunächst immer ihren Hausarzt aufzusuchen. Im Gegenzug erhalten sie meist bessere Leistungen oder finanzielle Vorteile. Die Krankenkassen zahlen den teilnehmenden Hausärzten dafür höhere Honorare – nach Angaben der TK etwa 30 Prozent mehr als im normalen System.

Eine wissenschaftliche Evaluation im Auftrag der TK kam jedoch zu dem Ergebnis, dass die HzV-Verträge ihre Ziele nicht erreichen: Weder werden Facharztkontakte spürbar reduziert, noch sinken die Krankenhausaufenthalte.

Was ändert sich für Patienten?

Für die rund eine Million TK-Versicherten, die derzeit am Hausarztprogramm teilnehmen, hat die Kündigung keine unmittelbaren Auswirkungen. Dank einer gesetzlichen Fortgeltungsklausel (§ 73b Absatz 5a SGB V) bleiben die bestehenden Verträge unverändert in Kraft, bis neue Vereinbarungen mit den Hausärzteverbänden geschlossen wurden.

Patienten können also weiterhin wie gewohnt am Programm teilnehmen. Auch die teilnehmenden Arztpraxen erhalten bis auf Weiteres die vereinbarten höheren Vergütungen.

Warum kündigen die Kassen?

Die TK begründet die Kündigung mit den Ergebnissen der Evaluation. Die hausarztzentrierte Versorgung habe sich nicht als wirksames Steuerungsinstrument erwiesen. Gleichzeitig seien die Kosten für die Kassen durch die höheren Arzt-Honorare deutlich gestiegen.

Andere Kassen beobachten die Entwicklung ebenfalls kritisch. In mehreren Bundesländern laufen derzeit Verhandlungen über die Zukunft der Hausarztprogramme.

Ausblick

Die Kündigung gilt als Auftakt für neue Vertragsverhandlungen zwischen Krankenkassen und Hausärzteverbänden. Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, die sowohl medizinisch sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig sind. Ob und in welcher Form Hausarztprogramme künftig fortgeführt werden, ist derzeit offen.

Experten gehen davon aus, dass es in den kommenden Monaten zu intensiven Verhandlungen kommen wird. Für Patienten bleibt die Versorgungssituation bis auf Weiteres unverändert.

FAQ

Ändert sich für mich als Patient etwas, wenn meine Kasse die Hausarztverträge kündigt?
Nein. Durch eine gesetzliche Regelung laufen die Verträge zunächst unverändert weiter.

Warum kündigen die Kassen die Verträge?
Weil eine Evaluation gezeigt hat, dass die hausarztzentrierte Versorgung ihre Ziele (bessere Steuerung, weniger Facharzt- und Krankenhausbesuche) nicht erreicht, die Kassen aber deutlich höhere Honorare zahlen müssen.

Kann ich weiterhin am Hausarztprogramm teilnehmen?
Ja, vorerst ändert sich nichts. Die Teilnahme bleibt möglich, bis neue Verträge ausgehandelt sind.

Welche Kassen sind betroffen?
Besonders die Techniker Krankenkasse (TK) hat große Teile ihrer Verträge gekündigt. Auch andere Kassen, etwa die AOK Plus, prüfen oder haben bereits ähnliche Schritte eingeleitet.

Was passiert langfristig?
Es werden neue Verträge zwischen Kassen und Hausärzteverbänden verhandelt. Wie die Hausarztprogramme künftig ausgestaltet werden, ist noch offen.

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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