Riverside – US-Forscher haben Antikörper identifiziert, die Mäuse vor dem gefährlichen Krim-Kongo-Hämorrhagischen Fieber (CCHFV) schützen. Die Antikörper richten sich gegen das Nukleokapsid-Protein des Virus und wirken nicht neutralisierend, sondern aktivieren das Immunsystem. Die Studie erschien am 21. August in Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-026-76702-1).
Das Krim-Kongo-Virus wird vor allem durch Zecken übertragen und kann bis zu 40 Prozent der Infizierten töten. Bisher gibt es keine weit zugelassenen spezifischen Therapien oder Impfstoffe.
Das Team um Scott Pegan von der University of California in Riverside zeigte, dass Antikörper, die an den Kopf- oder Stielbereich des Nukleokapsid-Proteins binden, Mäuse vor einer tödlichen Infektion schützen. Besonders wirksam war der Antikörper 9D5, der auch gegen verschiedene Virusstämme wirkte. Die Bindungsstellen sind über die Stämme hinweg weitgehend konserviert.
Die Antikörper arbeiten über den TRIM21-Signalweg: Sie markieren infizierte Zellen oder freies Virusprotein und lösen so eine gezielte Immunantwort aus. Die Forschenden sehen darin einen neuen Ansatz für Antikörper-Therapien und mögliche Kombinationen (Cocktails). Ähnliche Strategien könnten auch bei anderen Viren wie dem Lassa-Virus greifen.
Bisher wurden die Ergebnisse nur in Mäusen erzielt. Klinische Tests stehen noch aus.
