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Digitale Gesundheitstools verändern die Gesundheitsversorgung in den USA

New York (LabNews Media LLC) – Digitale Gesundheitstools wie Patientenportale und Gesundheits-Apps sind in den USA zu einem festen Bestandteil der medizinischen Versorgung geworden. Das zeigt eine umfangreiche Studie der NYU Langone Health, die mehr als 140 Millionen Patientendaten und über 8 Milliarden Interaktionen zwischen Patienten und medizinischem Personal ausgewertet hat. Zwischen 2020 und 2025 hat sich die Zahl der Nachrichten, die Patienten über sichere Portale an ihre Behandler schickten, um 153 Prozent erhöht. Gleichzeitig ging die Zahl der Telefonate um 6 Prozent zurück. Mindestens 12 Prozent der Amerikaner nutzen inzwischen Portale und Apps, um Termine zu vereinbaren, Befunde einzusehen oder Behandlungen zu besprechen. Die Studie zeigt jedoch auch, dass digitale Kommunikation die persönlichen Arztbesuche nicht ersetzt, sondern ergänzt. Die Zahl der Vor-Ort-Termine hat sich nach dem Rückgang in der Pandemie wieder stabilisiert. „Unsere Studie zeigt, dass die Nutzung von… 

Darmkrebszellen können ihre Identität ändern, um Metastasen zu bilden

New York (LabNews Media LLC) – Darmkrebszellen können ihre Identität verändern, um in die Leber zu streuen und dort neue Tumoren zu bilden. Das zeigt eine Studie von Forschenden des Weill Cornell Medicine und des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Im Mittelpunkt steht der Transkriptionsfaktor GATA6. Normalerweise sorgt er dafür, dass die Zellen der Darmschleimhaut ihre stabile Identität behalten. Bei Darmkrebszellen führt der Verlust von GATA6 jedoch dazu, dass sie in einen primitiveren, flexibleren Zustand übergehen. Sie nehmen dabei fetale Genprogramme an und wechseln von LGR5-positiven zu LGR5-negativen Zellen, die besonders gut in der Lage sind, Lebermetastasen zu bilden. In Mausmodellen führte die genetische Ausschaltung von GATA6 zu einer signifikanten Zunahme von Lebermetastasen, ohne dass das Wachstum des Primärtumors wesentlich beeinflusst wurde. Umgekehrt verringerte die Wiederherstellung von GATA6 die Fähigkeit der Krebszellen zur Metastasierung. Die Untersuchung deutet darauf hin, dass… 

Neuer Gen-Netzwerk-Ansatz identifiziert über 600 bisher unbekannte Schizophrenie-Gene

Baltimore (LabNews Media LLC) – Ein internationales Forscherteam hat mit einem neuartigen Gen-Netzwerk-Ansatz mehr als 600 bisher nicht bekannte Gene identifiziert, die mit Schizophrenie in Zusammenhang stehen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht. Bisherige genetische Untersuchungen konzentrierten sich meist auf Varianten, die sich in der Nähe von Genen befinden. Das Team um Dr. Giulio Pergola vom Lieber Institute for Brain Development berücksichtigte nun erstmals systematisch auch langreichweitige regulatorische Beziehungen zwischen Genen sowie Gen-Koexpressionsnetzwerke im Gehirn. Die Analyse basierte auf genetischen Daten von über 102.000 Personen sowie auf Hirngewebeproben aus mehreren Hirnregionen. Dabei identifizierten die Forscher insgesamt 641 neue mit Schizophrenie assoziierte Gene. Die betroffenen biologischen Prozesse umfassen unter anderem Glutamat-Signalwege, die Kommunikation zwischen Hirnzellen, Immunprozesse und die Hirnentwicklung. „Die meisten genetischen Studien haben nur unter der Straßenlaterne gesucht und sich auf Gene in der Nähe von Krankheitsvarianten… 

Johns Hopkins-Forscher entdecken uralte Neuronen, die Aufmerksamkeit steuern

Baltimore (LabNews Media LLC) – Forscher der Johns Hopkins University haben Neuronen in einem evolutionär sehr alten Teil des Gehirns entdeckt, die maßgeblich die Aufmerksamkeit steuern. Die im Hirnstamm gelegenen hemmenden Nervenzellen unterdrücken Ablenkungen und ermöglichen so selektive räumliche Aufmerksamkeit – und das bei allen Wirbeltieren, von Fischen über Vögel bis hin zu Säugetieren. Bisher ging man davon aus, dass Aufmerksamkeitsprozesse hauptsächlich vom stark entwickelten präfrontalen Cortex gesteuert werden. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass ein weit älterer Hirnstammkreislauf diese Funktion übernimmt. Als die Forscher die entsprechenden Neuronen bei Mäusen vorübergehend ausschalteten, wurden die Tiere stark ablenkbar. Selbst schwache Störreize lenkten ihre Aufmerksamkeit ab. Am nächsten Tag, als die Neuronen wieder aktiviert wurden, konnten die Mäuse Ablenkungen erneut erfolgreich unterdrücken. „Ein Kennzeichen von ADHS ist, dass selbst schwache Ablenkungen die Aufmerksamkeit fortziehen – und genau das sehen wir hier, wenn… 

The Dawn of Designed Life: AI and Synthetic Biology as New Creators

Imagine a living cell whose genetic blueprint was never shaped by eons of trial-and-error evolution on Earth. Instead, it emerges from silicon-based intelligence running generative algorithms on vast oceans of sequence data. This cell divides, metabolizes, and interacts with its environment according to parameters chosen by code. Such scenarios are no longer distant speculation—they represent the accelerating frontier where artificial intelligence meets synthetic biology. This convergence marks a profound shift in humanity’s relationship with life itself. For the first time, non-biological minds are positioned to originate novel biological entities, moving beyond mere modification of existing organisms toward genuine creation. The implications ripple through science, philosophy, ethics, and our understanding of existence. This essay examines the evidence, the disruptions, and the deeper questions this development raises, offering an original perspective on what it means when intelligence becomes the architect of life.… 

AlphaFold – Die KI, die die Proteinstrukturvorhersage revolutioniert hat

AlphaFold ist ein von Google DeepMind entwickeltes KI-System, das die dreidimensionale Struktur von Proteinen mit bisher unerreichter Genauigkeit vorhersagen kann – nur aus der Aminosäuresequenz. Es gilt als einer der größten Durchbrüche in der Biologie der letzten Jahrzehnte. Was ist AlphaFold? Proteine sind die molekularen Maschinen des Lebens. Ihre Funktion hängt stark von ihrer dreidimensionalen Struktur ab. Jahrzehntelang war es extrem aufwendig und teuer, diese Struktur experimentell (z. B. mit Röntgenkristallographie oder Kryo-Elektronenmikroskopie) zu bestimmen. AlphaFold löst dieses Problem weitgehend durch künstliche Intelligenz. Wie funktioniert AlphaFold? AlphaFold kombiniert mehrere fortschrittliche KI-Techniken: Bei AlphaFold 3 kommt zusätzlich ein Diffusionsmodell zum Einsatz (ähnlich wie bei Bildgeneratoren wie Stable Diffusion), das die Struktur schrittweise aus Rauschen generiert. Auswirkungen und Bedeutung Aktuelle Entwicklungen (Stand 2026) John Jumper, der maßgeblich an AlphaFold beteiligt war und das AlphaFold-Team leitete, hat Google DeepMind verlassen und ist zu… 

Nobelpreisträger John Jumper verlässt Google DeepMind und wechselt zu Anthropic

London (LabNews Media LLC) – John Jumper, einer der leitenden Entwickler des KI-Systems AlphaFold und Mitgewinner des Nobelpreises für Chemie 2024, verlässt Google DeepMind und wechselt zu dem KI-Unternehmen Anthropic. Damit verliert Google DeepMind erneut einen seiner prominentesten Forscher. Jumper leitete das AlphaFold-Team, das mit seiner Technologie zur Vorhersage von Proteinstrukturen die biologische Forschung revolutioniert hat. Er war fast neun Jahre bei DeepMind tätig und hatte bereits kurz nach seiner Promotion die Leitung des AlphaFold-Projekts übernommen. Der Wechsel ist Teil einer Serie von Abgängen bei Google DeepMind. In den vergangenen Monaten haben unter anderem Noam Shazeer (Mitentwickler von Gemini) zu OpenAI und David Silver (Schlüsselperson hinter AlphaGo und AlphaZero) das Unternehmen verlassen. Anthropic und OpenAI haben damit innerhalb kurzer Zeit mehrere führende Köpfe von Google abgeworben. Zu den Gründen für Jumpers Wechsel äußerte sich weder er selbst noch das Unternehmen.… 

Photonisches KI-System ermöglicht ultraschnelle medizinische Diagnosen mit minimalem Energieverbrauch

Shenzhen (LabNews Media LLC) – Ein internationales Forschungsteam hat ein photonisches KI-System entwickelt, das medizinische Bilddaten extrem schnell und energieeffizient analysieren kann. Das System erreichte in klinischen Tests eine Genauigkeit von 95 Prozent bei der Erkennung von Netzhautablösungen und Leberzellkarzinomen. Unter der Leitung von Professor Han Zhang von der Shenzhen University kombinierten die Forscher ein schwarzes Phosphor-basiertes (BP) van-der-Waals-Heterostrukturen mit einem Mikrofaser-Knotenresonator. Dadurch entstand eine vollständig faserbasierte photonische neuronale Netzwerkplattform (PNN), die Licht statt Elektronen zur Datenverarbeitung nutzt. Die Diagnose einer Leber-CT-Aufnahme dauerte im Schnitt nur 0,8 Millisekunden – mehr als 100-mal schneller als auf einem leistungsstarken NVIDIA A100-Grafikprozessor. Gleichzeitig benötigte das System pro Rechenoperation nur 0,608 Femtojoule – 246-mal weniger Energie als herkömmliche elektronische Systeme. In Tests mit realen Patientendaten aus Shenzhener Krankenhäusern erreichte das System eine Spezifität von 97,6 Prozent. Besonders bei frühen Stadien von Leberkrebs (Tumoren unter… 

Epigenetische Medikamente könnten Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen

Zürich (LabNews Media LLC) – Epigenetische Wirkstoffe könnten künftig dazu beitragen, Blutgefäßschäden bei Menschen mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes zu verhindern. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Zürich (UZH) und des Universitätsspitals Zürich unter Leitung von Kardiologen Francesco Paneni. Im Fokus steht das perivaskuläre Fettgewebe, das Blutgefäße umgibt und durch chemische Signale deren Entspannung und die Entzündungsreaktion der Gefäßinnenwand reguliert. Bei Adipositas und Stoffwechselerkrankungen wird dieses Fettgewebe entzündet, lagert vermehrt Lipide ein und setzt Substanzen frei, die die Gefäße versteifen und weniger reaktionsfähig machen. Dies trägt zur Entstehung früher Gefäßerkrankungen bei und erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Forscher setzten sogenannte BET-Protein-Inhibitoren ein, die epigenetische Regulatoren beeinflussen und dadurch die Genaktivität im perivaskulären Fettgewebe umprogrammieren. In Versuchen an Mäusen und menschlichem Gewebe führte die Behandlung zu einer deutlichen Reduktion entzündlicher Prozesse. Die Gefäße entspannten sich besser, und… 

KI-Chatbots sind intelligent, aber nicht bewusst – Forscher warnen vor Anthropomorphisierung

Montréal (LabNews Media LLC) – Künstliche Intelligenz in Form von Chatbots wie ChatGPT oder Claude kann hochintelligent, einfühlsam und personalisiert antworten, ohne jedoch über Bewusstsein oder subjektives Erleben zu verfügen. Darauf weisen Forscher der Université de Montréal, der McGill University und der Johns Hopkins University hin. In einem Beitrag in The Transmitter betonen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass Intelligenz nicht mit Bewusstsein gleichgesetzt werden dürfe. Auch hochentwickelte Informationsverarbeitung bedeute nicht automatisch subjektives Erleben. Vanessa Hadid von der Université de Montréal verweist auf das neurologische Phänomen der Blindheit (Blindsight): Betroffene können visuelle Informationen korrekt verarbeiten, ohne diese bewusst wahrzunehmen. Karim Jerbi warnt vor der Gefahr der Anthropomorphisierung – also der Zuschreibung von Emotionen, Absichten oder Bewusstsein an KI-Systeme. Je überzeugender und flüssiger die Antworten der Chatbots werden, desto leichter entstehe die Illusion, verstanden zu werden. Dies könne zu fehlgeleitetem Vertrauen und…