Die stille Abwanderung: Wie Trumps Wissenschaftspolitik Amerikas Forscher vertreibt
Dr. Eirliani Abdul Rahman hat Harvard hinter sich gelassen. Die Sozialwissenschaftlerin mit einem Doktortitel in Public Health der Eliteuni zog Anfang März 2026 mit einem Stipendium der Baden-Württemberg-Stiftung an die Universität Mannheim. Grund: die zunehmenden Einschränkungen der akademischen Freiheit in den USA seit dem Amtsantritt der Trump-Regierung im Januar 2025. „In Mannheim fühle ich mich zum ersten Mal seit Langem wieder sicher und frei in meiner Arbeit“, erklärte sie. Rahman, die zuvor über ein Jahrzehnt mit dem Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi in Indien gegen Kinderhandel und sexuellen Missbrauch kämpfte, ist kein Einzelfall – sie steht für einen wachsenden Trend: US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler verlassen ihr Land, weil die Politik ihnen die Grundlage ihrer Forschung entzieht. Was als Einzelgeschichte beginnt, ist Teil einer systemischen Krise. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat die Administration massive Kürzungen bei den zentralen Forschungsförderern durchgesetzt: Dem National…

