Johns Hopkins-Forscher entdecken uralte Neuronen, die Aufmerksamkeit steuern
Baltimore (LabNews Media LLC) – Forscher der Johns Hopkins University haben Neuronen in einem evolutionär sehr alten Teil des Gehirns entdeckt, die maßgeblich die Aufmerksamkeit steuern. Die im Hirnstamm gelegenen hemmenden Nervenzellen unterdrücken Ablenkungen und ermöglichen so selektive räumliche Aufmerksamkeit – und das bei allen Wirbeltieren, von Fischen über Vögel bis hin zu Säugetieren. Bisher ging man davon aus, dass Aufmerksamkeitsprozesse hauptsächlich vom stark entwickelten präfrontalen Cortex gesteuert werden. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass ein weit älterer Hirnstammkreislauf diese Funktion übernimmt. Als die Forscher die entsprechenden Neuronen bei Mäusen vorübergehend ausschalteten, wurden die Tiere stark ablenkbar. Selbst schwache Störreize lenkten ihre Aufmerksamkeit ab. Am nächsten Tag, als die Neuronen wieder aktiviert wurden, konnten die Mäuse Ablenkungen erneut erfolgreich unterdrücken. „Ein Kennzeichen von ADHS ist, dass selbst schwache Ablenkungen die Aufmerksamkeit fortziehen – und genau das sehen wir hier, wenn…




