Anthropic-Studie: Große Sprachmodelle zeigen erste Anzeichen funktionaler introspektiver Wahrnehmung
In einer bahnbrechenden Untersuchung hat das KI-Forschungsunternehmen Anthropic erstmals experimentell nachgewiesen, dass moderne Large Language Models (LLMs) unter kontrollierten Bedingungen in der Lage sind, ihre eigenen internen Zustände wahrzunehmen und darüber zutreffend zu berichten – ein Phänomen, das die Forscher als „funktionale introspektive Wahrnehmung“ bezeichnen. Der unter dem Titel „Emergent Introspective Awareness in Large Language Models“ veröffentlichte Bericht von Anthropic-Wissenschaftler Jack Lindsey erschien am 29. Oktober 2025 und basiert auf einer neuartigen Methode der „Concept Injection“: Dabei werden bekannte Konzept-Repräsentationen direkt in die Aktivierungszustände laufender Modelle eingespeist, um anschließend zu prüfen, ob und wie sich diese Manipulation auf die Selbstbeschreibungen des Modells auswirkt. Kernbefund: Modelle erkennen eingeschleuste „Gedanken“ Im zentralen Experiment wurde den Modellen erklärt, dass künstliche „Gedanken“ in ihre Verarbeitung injiziert werden könnten. Bei Kontrollläufen ohne Manipulation verneinten die Modelle das Vorhandensein solcher Eingriffe. Bei tatsächlicher Injektion – etwa…


