Metall-Halogenid-Perowskite: Revolution der Szintillator-Technologie für Medizin, Sicherheit und Industrie
Eine bahnbrechende Übersichtsarbeit in Nano-Micro Letters unter der Leitung von Prof. Xuhui Xu von der Universität Guangzhou skizziert eine Technologie-Roadmap für Metall-Halogenid-Perowskit (MHP)-Szintillatoren. Diese verspricht, die Röntgenbildgebung in der medizinischen Diagnostik, bei Sicherheitskontrollen und industriellen Inspektionen durch beispiellose Lichtausbeuten, ultraschnelle Reaktionszeiten und flexible Designs zu revolutionieren. Die Arbeit hebt die außergewöhnlichen Fortschritte von MHP-Szintillatoren hervor. Bleifreie Rb2CuBr3-Einkristalle erreichen eine Lichtausbeute von 91.056 Photonen pro MeV – mehr als dreimal so viel wie kommerzielle CsI:Tl-Szintillatoren. CsPbBr3-Nanokristallfilme bieten eine Photolumineszenz-Quantenausbeute (PLQY) von über 95 Prozent selbst bei hohen Luftdosisraten, was Bildgebungen mit extrem niedriger Strahlendosis ermöglicht. Zudem setzen 2D BM2PbBr4-Kristalle mit einer Abklingzeit von 0,97 Nanosekunden neue Maßstäbe für Time-of-Flight-PET und Megahertz-CT, mit einer Koinzidenzzeitauflösung von etwa 65 Pikosekunden. Ein weiterer Durchbruch sind flexible Szintillatoren wie Cs3Cu2I5@Polymer, die sich um 90 Grad biegen lassen, ohne zu brechen, und eine Auflösung von 17…

