Aktuelle Entwicklungen in der MS- und Infektionsforschung
Neuer Mechanismus der Nervenzellschädigung bei Multipler Sklerose entdeckt Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der zur Schädigung von Nervenzellen bei Multipler Sklerose (MS) führt. Im Fokus steht das Immunoproteasom, das in entzündeten Nervenzellen den Proteinabbau stört und so zur schädlichen Ansammlung von Proteinen beiträgt. Die Studie zeigt, dass das Immunoproteasom den Stoffwechsel der Nervenzellen beeinträchtigt und so die Neurodegeneration bei MS vorantreibt. Diese Erkenntnisse eröffnen neue therapeutische Ansatzpunkte, insbesondere für fortgeschrittene Krankheitsstadien, in denen herkömmliche Immuntherapien oft nicht mehr wirken12. Risikofaktoren für MS in Kindheit und Jugend Im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie haben Wissenschaftler:innen des UKE und des Universitätsklinikums Heidelberg potenzielle Risikofaktoren für MS im Kindes- und Jugendalter untersucht. Die Analyse ergab, dass häufige Infektionen in der Kindheit, schwere belastende Lebensereignisse, ein höheres Alter der Mutter bei der Geburt des ersten Kindes sowie geringe körperliche…
