Neuer Sensor-Bausatz revolutioniert synthetische Biologie
Bioingenieure der Rice University haben einen neuen Bausatz für den Aufbau maßgeschneiderter Sensor- und Reaktionsschaltkreise in menschlichen Zellen entwickelt. Die in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Forschungsarbeit stellt einen bedeutenden Durchbruch auf dem Gebiet der synthetischen Biologie dar, der die Therapie komplexer Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen und Krebs revolutionieren könnte. Der neue Ansatz für den Entwurf künstlicher zellulärer Schaltkreise basiert auf der Phosphorylierung – einem natürlichen Prozess, mit dem Zellen auf ihre Umgebung reagieren und der durch das Hinzufügen einer Phosphatgruppe zu einem Protein gekennzeichnet ist. Die Phosphorylierung ist an einer Vielzahl von Zellfunktionen beteiligt, darunter die Umwandlung extrazellulärer Signale in intrazelluläre Reaktionen – z. B. Bewegung, Sekretion einer Substanz, Reaktion auf einen Krankheitserreger oder Expression eines Gens. In mehrzelligen Organismen beinhaltet die auf Phosphorylierung basierende Signalübertragung oft einen mehrstufigen, kaskadierenden Effekt wie fallende Dominosteine. Frühere Versuche, diesen Mechanismus für therapeutische Zwecke…










