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RHEACELL erhält EMA-Zulassung für Phase-3-Studie zu CVU

RHEACELL hat von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Genehmigung für die Durchführung der verblindeten, multizentrischen, weltweiten Phase-3-Studie ( NCT06489028) des Unternehmens zur Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit von allo-APZ2-CVU bei Patientinnen und Patienten mit chronisch venösen Ulzera (CVU) erhalten. Die Zulassungsstudie wird an mehr als 100 Standorten durchgeführt und soll 250 Patienten einschließen, wobei die ersten Patienten in Europa im ersten Quartal 2025 behandelt werden sollen. Die Entscheidung basiert auf ersten positiven Ergebnissen der entsprechenden Phase-2b-Studie ( NCT04971161) bei Patienten mit CVU, die auf eine Standardtherapie nicht ansprachen, und folgt auf die kürzlich erteilte FDA-Zulassung für die Studie in den USA.

Arabischer Ölkonzern rettet Covestro Arbeitsplätze in Leverkusen

Der arabische Ölkonzern Adnoc hat die Übernahme von Covestro erfolgreich abgeschlossen und hält nun 91,3 Prozent der Aktien des Leverkusener Kunststoffherstellers[12]. Nach einer ersten Annahmefrist Ende November, bei der Adnoc bereits 70 Prozent erreichte, wurde durch eine zweite Frist bis zum 16. Dezember die aktuelle Mehrheit erzielt[2]. Covestro-Chef Markus Steilemann begrüßt die Entwicklung und bezeichnet die Partnerschaft mit Adnoc als „genau den richtigen Schritt zur richtigen Zeit“[12]. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von 11,6 Milliarden Euro[2]. Für die kommenden vier Jahre sind weitreichende Zusicherungen gegeben: Covestro bleibt eine mitbestimmte deutsche Aktiengesellschaft mit bestehender Corporate-Governance-Struktur. Der aktuelle Vorstand soll im Amt bleiben, während Adnoc vier von zwölf Aufsichtsratsposten besetzen wird[2]. Eine Verlagerung von Werken oder der Unternehmenszentrale ist durch die Vereinbarung praktisch ausgeschlossen[2]. Quellen:[1] Übernahmepläne: Investor Adnoc hält mehr als 90 Prozent an Covestro https://www.ksta.de/wirtschaft/uebernahmeplaene-investor-adnoc-haelt-mehr-als-90-prozent-an-covestro-924870[2] Covestro: Adnoc sichert sich 91 Prozent… 

Morphosys: Schließung durch Novartis gefährdet Patienten

Die HuCAL-Technologie (Human Combinatorial Antibody Library) von MorphoSys stellt eine bahnbrechende Innovation in der Antikörperentwicklung dar. Diese Technologie umfasst eine Sammlung von mehr als zehn Milliarden verschiedener humaner Antikörper in Form einer Phagen-Display-Bank[1]. Die Plattform ermöglicht die systematische Entwicklung vollständig menschlicher Antikörper für therapeutische und diagnostische Zwecke. ## Bedeutung der HuCAL-Technologie Die HuCAL-Plattform hat sich als eine der leistungsstärksten Methoden zur Herstellung menschlicher Antikörper etabliert. Durch erfolgreiche Partnerschaften mit führenden Pharmaunternehmen wurden über 116 Medikamentenkandidaten entwickelt, von denen sich 28 in der klinischen Entwicklung befanden[1]. Ein bedeutender Erfolg war die Entwicklung von Tremfya (Guselkumab), das 2017 die Marktzulassung zur Behandlung von Schuppenflechte erhielt[1]. ## Auswirkungen der Novartis-Übernahme Die angekündigte Schließung aller MorphoSys-Standorte bis Ende 2025 durch Novartis[2] wirft erhebliche Bedenken auf. Novartis hatte MorphoSys für 2,7 Milliarden Euro übernommen, primär wegen des Wirkstoffs Pelabresib zur Behandlung von Myelofibrose[5]. Die Integration… 

PFAS lösen Leukämie aus

Neue Studien enthüllen besorgniserregende Gesundheitsrisiken durch PFAS und Pestizide. Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt, dass PFAS-Chemikalien im Blut mit erhöhten Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind, wobei jüngere Menschen besonders stark betroffen sind[1]. Die als „Ewigkeitschemikalien“ bekannten PFAS wurden bei nahezu allen untersuchten Personen im Blut nachgewiesen. Besonders alarmierend ist, dass bereits niedrige PFAS-Konzentrationen mit ungünstigen Blutfett-Profilen in Verbindung gebracht werden[1]. In Europa nehmen Menschen durchschnittlich 25-mal mehr PFAS auf als gesundheitlich vertretbar[4]. Die Gesundheitsfolgen sind weitreichend: PFAS werden mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Immunschwäche und Hormonstörungen in Verbindung gebracht[3]. Bei Kindern können sie die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und das Immunsystem schwächen[4]. Eine Studie des Umweltbundesamtes ergab, dass bei 20 Prozent der untersuchten Kinder und Jugendlichen PFAS-Werte im Blut festgestellt wurden, die ernsthafte gesundheitliche Folgen haben können[6]. Ähnlich besorgniserregend sind die Auswirkungen von Pestiziden. Wissenschaftliche Studien belegen Zusammenhänge… 

Novartis ebnet Morphosys ein

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird die Standorte des deutschen Biotechunternehmens MorphoSys in München und Boston bis Ende 2025 schließen. Von dieser Entscheidung sind rund 330 Arbeitsplätze betroffen[1][3]. Die Schließung erfolgt nur wenige Monate nach der Übernahme von MorphoSys durch Novartis für 2,7 Milliarden Euro. Ein wichtiger Grund für die Übernahme war das Medikament Pelabresib zur Behandlung der seltenen Knochenmarkserkrankung Myelofibrose. Allerdings verbuchte Novartis kürzlich eine Wertminderung von 800 Millionen Dollar, da die Entwicklung des Medikaments mehr Zeit benötigt als erwartet[1]. MorphoSys, 1992 gegründet, entwickelte sich von einem Pionier der Antikörper-Technologie zu einem bedeutenden Akteur in der Biotechbranche. Das Unternehmen schuf mit seiner HuCAL-Technologie eine Bibliothek von über zehn Milliarden menschlichen Antikörpern[2]. Diese Technologie führte zur Entwicklung erfolgreicher Medikamente wie Tremfya zur Behandlung von Schuppenflechte[4]. Die Entscheidung zur Schließung markiert das Ende einer Ära in der deutschen Biotechlandschaft. MorphoSys hatte sich… 

Jan Wolter: „Deutschland wird digital bereits angegriffen“

Jan Wolter ist Bevollmächtigter des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL). Unter seiner Leitung erfuhr die Fachgesellschaft im Jahr 2024 eine strategische und kommunikative Neuausrichtung, die in den Medien bundesweit Beachtung fand. Wolter sprach im Rahmen der MedLabPortal-Serie NACHGEFRAGT mit den Medizinjournalisten und Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu über die Lage der Labormedizin, anstehende Bundestagswahlen – und erklärte, warum die DGKL keinerlei politischen Zwängen unterliegt. MedLabPortal: Herr Wolter, Sie sind seit einem Jahr Bevollmächtigter des Präsidiums der DGKL und gelten mittlerweile als Mastermind hinter der Modernisierung der Fachgesellschaft. Was treibt Sie an? Wolter: Die Labormedizin ist für die medizinische Versorgung in Deutschland essenziell. Sie ist die kritische Infrastruktur innerhalb der kritischen Infrastruktur. Gleichzeitig ist sich kaum jemand dieser Bedeutung bewusst, weder in der Bevölkerung noch in der Politik. Wir brauchen daher eine starke Stimme, die… 

Kosten für Heilmitteltherapien explodieren

Im Jahr 2023 wurden Heilmitteltherapien von AOK-Versicherten mit knapp 4,4 Milliarden Euro abgerechnet. Im Vergleich zu den Ausgaben für Heilmitteltherapien vor zehn Jahren haben sich die Kosten mehr als verdoppelt. Der aktuelle Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass der Anstieg weder durch die Anzahl der behandelten Patientinnen und Patienten noch durch eine Intensivierung der Therapien erklärt werden kann. Er ist nahezu ausschließlich auf die gestiegenen Preise für die Behandlungen der Physio-, Ergo-, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie sowie der Podologie zurückzuführen. 2014 lag der Umsatz von Heilmitteltherapien, mit denen AOK-Versicherte versorgt wurden, noch bei 2,06 Milliarden Euro. Zehn Jahre später wurde in der Heilmittelversorgung mit 4,39 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel umgesetzt (Abbildung 1). Demgegenüber ist die Zahl der Verordnungen in den letzten zehn Jahren nur um 5,7 Prozent gestiegen und die Zahl der AOK-versicherten… 

Bertelsmann setzt auf Digital Health

Bertelsmann stärkt seine Investment-Aktivitäten im Wachstumssegment Digital-Health durch die Zusammenführung unter dem Dach der Bertelsmann Education Group. In diesem Zuge wird Carsten Coesfeld im Bertelsmann-Vorstand zum 1. Januar 2025 die Verantwortung für die Bertelsmann Education Group vom Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe übernehmen. Coesfeld ist CEO von Bertelsmann Investments und gehört dem Vorstand des internationalen Medien-, Bildungs- und Dienstleistungskonzerns seit Januar 2024 an. Er ist dort neben Bertelsmann Investments für den Bereich Financial Solutions zuständig. Kay Krafft bleibt CEO der Bertelsmann Education Group sowie von Relias. Krafft wird in der neuen Struktur den Ausbau von Relias als führendem Anbieter für digitale Aus- und Weiterbildung im US-amerikanischen Gesundheitswesen weiter vorantreiben, insbesondere in den Bereichen Recruiting, Risk & Compliance sowie Quality Management. Thomas Rabe, CEO von Bertelsmann, sagt: „Die Bertelsmann Education Group hat in den zehn Jahren seit ihrer Gründung 2015 eine fantastische Wachstumsgeschichte… 

Syphilis stammt aus Amerika

Einem Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist ein entscheidender Schritt zur Klärung einer langjährigen Kontroverse gelungen: Wurde die Syphilis Ende des 15. Jahrhunderts aus Amerika nach Europa eingeschleppt oder gab es sie hier bereits? Alte Erregergenome aus Skelettresten aus Nord- und Südamerika älter als 1492 bestätigen die Einschleppung aus der Neuen Welt, die weltweite Ausbreitung ist erst der Kolonialzeit zuzuschreiben. Syphilis gehört zu einer Familie von Krankheiten, zu denen auch Frambösie und Bejel gehören. Beide gelten als wenig bekannte Tropenkrankheiten, die weltweit in äquatornahen Gebieten vorkommen. Der Postdoc Rodrigo Barquera hat bereits mit archäologischen Knochenfunden aus dem Mexiko der Kolonialzeit gearbeitet und konnte das Vorkommen von Syphilis und Frambösie in Mexiko-Stadt bis hinein ins 17. Jahrhundert nachweisen. Die neuen Genomdaten zeigen nun, dass Amerika schon vor der Ankunft von Christoph Kolumbus eine Drehscheibe für die… 

Lilly’s Kisunla Approved in China

Eli Lilly and Company (NYSE: LLY) today announced that the National Medical Products Administration (NMPA) in China has approved Kisunla™ (donanemab-azbt, 350 mg/20 mL every four weeks injection for IV infusion), Eli Lilly and Company’s (NYSE: LLY) Alzheimer’s treatment for adults with early symptomatic Alzheimer’s disease, which includes people with mild cognitive impairment (MCI) as well as people with the mild dementia stage of Alzheimer’s disease who have confirmed amyloid pathology.1,2 PChina is the fourth major market in which Kisunla has been approved for use, following approvals in the United States, Japan and Great Britain. In China, it is estimated that nearly 6% of people over the age of 65 are living with Alzheimer’s disease and related dementias, with nearly 11% over the age of 65 expected to be living with Alzheimer’s disease by 2050.