DGKL Vorstand Wolter: PISA-Schwäche könnte Gesundheitssystem belasten
Berlin – Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), Jan Wolter, sieht in den Ergebnissen der PISA-Studie 2025 langfristige Folgen für Labormedizin, Nachwuchs und das Gesundheitssystem. In einem Interview mit dem MedLabPortal vom 10. September 2026 forderte der Politologe tiefgreifende Bildungsreformen. Zuwanderung bleibe wegen des Geburtenrückgangs wichtig, reiche aber allein nicht aus. Nach PISA 2025 liegen 15-Jährige in Deutschland in den Naturwissenschaften bei 486 Punkten, in Mathematik bei 464 und im Lesen bei 465 Punkten – jeweils etwa auf OECD-Niveau und unter den Werten von 2022. Rund ein Drittel erreicht in Lesen und Mathematik nicht die Kompetenzstufe 2, in den Naturwissenschaften etwa ein Viertel. Der sozioökonomische Status erklärt in Deutschland 19 Prozent der Unterschiede in den naturwissenschaftlichen Kompetenzen, mehr als im OECD-Mittel. Neu erfasst wurde zudem modellbasiertes Problemlösen in digitalen Kontexten; Deutschland lag dort nach Portal-Angaben…




