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Schon drei Stunden Luftverschmutzung bedeuten Stress für das Herz

LOUISVILLE – Bereits ein relativ kurzer Aufenthalt in verunreinigter Luft kann das menschliche Herz unter messbaren physiologischen Stress setzen.

Wie eine neue Meta-Analyse von Forschern des Christina Lee Brown Envirome Institute der University of Louisville am Dienstag zeigte, lässt sich nach etwa drei Stunden Exposition gegenüber Luftschadstoffen ein signifikanter Rückgang der Herzratenvariabilität (HRV) nachweisen. Die HRV gilt in der Medizin als zentraler Gradmesser für die Stressreaktion des Nervensystems und reguliert die Herzfunktion. Ein dauerhaft niedrigerer HRV-Wert wird direkt mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen und kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte in Verbindung gebracht.

Belastungsgrenze des Körpers nach drei Stunden erreicht

Bislang war unklar, ab welcher genauen Zeitspanne selbst geringe Mengen an Luftverschmutzung negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Für die im Fachjournal BMC Public Health veröffentlichte Untersuchung werteten der Postdoktorand Cameron Stopforth und die Medizin-Professorin Rachel Keith die Daten aus insgesamt 27 bereits publizierten Studien aus.

Die Ergebnisse legen nahe, dass der menschliche Körper schlechte Luftqualität nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg kompensieren kann. „Nach etwa drei Stunden selbst bei niedriger Schadstoffbelastung sinkt die HRV deutlich schneller“, erklärte Stopforth. Dies sei ein klares Warnsignal dafür, dass das Herz unter zunehmenden physiologischen Stress gerät und die körpereigene Regulation des Nervensystems nachlässt.

Relevanz für Outdoor-Arbeiter und Vorerkrankte

Diese kurzfristigen Verschiebungen im Herzrhythmus bieten Medizinern zufolge ein wichtiges Frühwarnsystem für langfristige Schäden der Herzgesundheit. Die Erkenntnisse besitzen besondere Relevanz für Personen, die sich beruflich oder privat über längere Zeiträume im Freien aufhalten, sowie für Menschen, die ohnehin an chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse der Datenauswertung dabei helfen sollen, künftige Interventionsstudien präziser zu gestalten. So könnten gezieltere Schutzmaßnahmen für Risikogruppen und im Freien arbeitende Menschen entwickelt werden – insbesondere in Spätsommerphasen, in denen Hitzeperioden regelmäßig zu erhöhten Luftqualitätswarnungen und Ozonbelastungen führen.

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LabNews Media LLC
The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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