In den USA ist der Anteil von Menschen mit Adipositas zwischen 1999 und 2023 deutlich gestiegen. Bei Erwachsenen erhöhte sich die Prävalenz von 30 auf 41 Prozent, bei schweren Formen sogar von 5 auf 10 Prozent.
Entwicklung bei Erwachsenen
Eine Auswertung von Daten aus der nationalen Gesundheits- und Ernährungserhebung (NHANES) zeigt, dass der Anteil der Erwachsenen mit Adipositas (Body-Mass-Index ? 30 kg/m²) von 30 Prozent im Jahr 1999 auf 41 Prozent im Jahr 2023 gestiegen ist. Der Anteil der Menschen mit schwerer Adipositas (BMI ? 40 kg/m²) verdoppelte sich in diesem Zeitraum von 5 auf 10 Prozent. Auch die abdominale Adipositas (erhöhter Taillenumfang) nahm von 48 auf 61 Prozent zu.
Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren stieg die Adipositasrate um etwa 30 Prozent. Schwere Adipositas nahm um rund 50 Prozent zu, die abdominale Adipositas verdreifachte sich. Die Zunahme war in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern zu beobachten.
Soziale und geschlechtsspezifische Unterschiede
Frauen waren 2023 häufiger von schwerer Adipositas (13 %) und abdominaler Adipositas (70 %) betroffen als Männer (7 % bzw. 51 %). Besonders hohe Raten zeigten sich durchgehend bei nicht-hispanischen Schwarzen. Die Studie unterstreicht damit bestehende soziale und ethnische Ungleichheiten bei der Verbreitung von Adipositas.
Bedeutung
Adipositas gilt als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weitere chronische Erkrankungen. Die anhaltende Zunahme erfordert nach Einschätzung der Autoren verstärkte Präventions- und Behandlungsmaßnahmen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Dazu zählen Lebensstilinterventionen, der Einsatz neuer medikamentöser Therapien sowie eine verbesserte Früherkennung.
FAQ
Wie stark ist die Adipositas bei Erwachsenen gestiegen?
Von 30 Prozent im Jahr 1999 auf 41 Prozent im Jahr 2023.
Wie hat sich die schwere Adipositas entwickelt?
Sie hat sich bei Erwachsenen von 5 auf 10 Prozent verdoppelt.
Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?
Ja. Frauen sind häufiger von schwerer und abdominaler Adipositas betroffen.
Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders betroffen?
Nicht-hispanische Schwarze weisen durchgehend die höchsten Raten auf.
Quelle
10.1161/CIRCULATIONAHA.126.080146
