San Francisco – Künstliche Intelligenz zeigt im US-Gesundheitswesen messbaren Nutzen, wird jedoch in den meisten Einrichtungen nicht weiter ausgebaut. Das geht aus einer nationalen Umfrage unter Führungskräften des Gesundheitswesens hervor, die das Unternehmen Carta Healthcare veröffentlicht hat.
71 Prozent der befragten Organisationen skalieren KI-Anwendungen trotz nachgewiesener Ergebnisse nicht mit entsprechender Geschwindigkeit. Gleichzeitig stufen 92 Prozent der Befragten eine tiefgehende fachliche Expertise im Gesundheitswesen als entscheidend bei der Auswahl eines KI-Anbieters ein. Die Hälfte der Teilnehmenden vergab hierfür die Höchstpunktzahl.
Als größte Hürden für die Einführung nannten die Befragten Schwierigkeiten bei der Integration in die elektronische Patientenakte (44 Prozent), fehlende Unterstützung oder Budget durch die Geschäftsführung (37 Prozent) sowie konkurrierende Organisationsprioritäten (33 Prozent). Bedenken zu Vertrauen der Kliniker, laufenden Kosten und regulatorischer Unsicherheit lagen jeweils bei 26 Prozent.
Als hilfreichste Maßnahme zur Beschleunigung der Einführung wurde eine Lösung genannt, die sich in die elektronische Patientenakte einfügt (48 Prozent). Es folgten Fallstudien mit messbaren Ergebnissen (36 Prozent) und Anbieter, die Leistungsrisiken übernehmen (28 Prozent).
Die Verantwortung für KI-Strategien liegt in 41 Prozent der Einrichtungen bei der klinischen Führung, in 19 Prozent bei der Geschäftsleitung und in 15 Prozent bei der IT. In 26 Prozent der Organisationen gibt es keine klare Zuständigkeit.
Nach Einschätzung des Unternehmens deuten die Ergebnisse darauf hin, dass KI-Lösungen vor allem dann skaliert werden, wenn sie in bestehende Arbeitsabläufe passen und von klinischer Expertise getragen werden.
