New York – Der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren gestiegen. Das zeigt eine Analyse von Daten des Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) für den Zeitraum 2011 bis 2024, die in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde.
Unter den 33.729 untersuchten schwangeren Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren stieg der Anteil derjenigen, die im Vormonat Alkohol getrunken hatten, von 9 Prozent in den Jahren 2011/2012 auf einen Höchstwert von 15 Prozent in 2021/2022. 2023/2024 lag der Wert bei 14,5 Prozent. Auch riskantere Konsumformen nahmen zu: Rauschtrinken (vier oder mehr Getränke bei einer Gelegenheit) erreichte 4,6 Prozent, starker Konsum (acht oder mehr Getränke pro Woche) 2 Prozent.
Die statistische Auswertung zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit für aktuellen Alkoholkonsum, Rauschtrinken und starken Konsum in jedem aufeinanderfolgenden Zwei-Jahres-Zeitraum signifikant stieg. Besonders eng war der Zusammenhang mit Tabakkonsum: 68 Prozent der schwangeren Frauen mit Rausch- oder starkem Alkoholkonsum rauchten ebenfalls, gegenüber 31 Prozent bei denjenigen ohne Tabakkonsum.
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft gilt als vermeidbare Ursache für Entwicklungsstörungen und ungünstige Schwangerschaftsverläufe. Die Autorinnen um Emilie Bruzelius und Silvia Martins von der Columbia University Mailman School of Public Health sehen trotz einer leichten Stabilisierung in den jüngsten Jahren keinen klaren Trendrückgang. Die Studie trägt den DOI 10.1001/jama.2026.11864.
