Nagoya – Robotergestützte Magenentfernungen bieten klinische Vorteile gegenüber der laparoskopischen Methode. Das zeigt eine große japanische Registerstudie, die in der Fachzeitschrift Gastric Cancer veröffentlicht wurde (DOI: 10.1007/s10120-026-01764-5).
Ein Team um Susumu Shibasaki von der Fujita Health University analysierte Daten der japanischen National Clinical Database. Verglichen wurden Patienten, die zwischen Januar 2023 und Dezember 2024 eine minimalinvasive Magenresektion erhielten. Nach Propensity-Score-Matching standen 9.743 Paare für die distale Gastrektomie und 1.617 Paare für die totale Gastrektomie zur Verfügung.
Bei roboterassistierten Eingriffen war der Blutverlust um 33 bis 40 Prozent geringer. Die Wahrscheinlichkeit, auf eine offene Operation umsteigen zu müssen, lag um 50 bis 65 Prozent niedriger. Zudem traten weniger schwere postoperative Komplikationen und Infektionen im Bauchraum auf, die Krankenhausaufenthalte waren kürzer. Die Operationszeit war allerdings länger: etwa 50 Minuten bei der distalen und nahezu 70 Minuten bei der totalen Gastrektomie.
Die Vorteile fielen bei der distalen Resektion deutlicher aus als bei der technisch anspruchsvolleren totalen Gastrektomie. Seit der Aufnahme in die japanische Krankenversicherung 2018 hätten sich die Ergebnisse der Roboterchirurgie durch technische Fortschritte und mehr Erfahrung verbessert, so die Autoren.

