Osaka – Nach dem Einsetzen einer Schulterprothese kommt es zu unterschiedlichen Veränderungen der Knochendichte. Das zeigt eine Studie der Osaka Metropolitan University, die im Bone & Joint Journal veröffentlicht wurde (DOI: 10.1302/0301-620X.108B7.BJJ-2025-1462.R1).
Das Team um Katsumasa Nakazawa und Hidetomi Terai untersuchte mit Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie (DEXA) die Knochendichte rund um das Implantat in den ersten zwei Jahren nach der Operation. Analysiert wurden 94 inverse Schulterprothesen (RSA) und 43 anatomische Totalendoprothesen (aTSA).
Bei RSA-Patienten nahm die Knochendichte in bestimmten Regionen um den Implantatschaft im Zeitverlauf signifikant ab. Bei aTSA-Patienten sank die Dichte vor allem in den ersten sechs Monaten unter dem Humeruskopf und blieb danach weitgehend stabil. Besonders bei RSA-Patienten mit Osteoporose war der Knochenabbau im mittleren Schaftbereich ausgeprägt.
Sowohl Knochenverlust als auch Osteoporose waren mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für eine klinisch relevante Verbesserung der Schulterfunktion verbunden.
Die Forschenden empfehlen, Osteoporose vor der Operation abzuklären, die Knochendichte nach dem Eingriff zu kontrollieren und die Osteoporose-Behandlung zu optimieren. Dies könne vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten mit RSA die langfristigen Ergebnisse verbessern.

