Blacksburg – Die Kontrolle des Pilzes Cryptococcus neoformans hängt von mehreren verschiedenen CD4-T-Zell-Populationen ab, die zusammenwirken – nicht von einem einzigen Zelltyp. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Virginia Tech, veröffentlicht in der Fachzeitschrift mBio (DOI: 10.1128/mbio.01528-26).
Der Pilz tötet weltweit mehr als 150.000 Menschen pro Jahr und ist die zweithäufigste Todesursache bei Menschen mit HIV. Bei den meisten Menschen bleibt er lebenslang ruhend in der Lunge. Bei Immunschwäche, etwa durch HIV, Chemotherapie oder Organtransplantationen, kann er sich reaktivieren und eine tödliche Hirnhautentzündung auslösen.
In Mausmodellen, die die latente Lungeninfektion nachbilden, fanden die Forschenden um Kirsten Nielsen heraus, dass mehrere CD4-T-Zell-Typen gemeinsam den Pilz kontrollieren. Eine paradoxe Th1-Aktivierung und die Regulation über CTLA-4 erwiesen sich dabei als vorteilhaft.
Bisher wurde oft von einem dominanten Zelltyp ausgegangen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass künftige präventive Therapien das gesamte Netzwerk dieser Zellen schützen müssen, statt nur auf eine einzelne Population zu zielen. Die Erkenntnisse gelten auch für die Tiermedizin, da ähnliche Immunantworten bei Tieren vorkommen.
