Universität Louisville erhält 11,6 Millionen Dollar für Forschung zu Ernährung und Stoffwechselgesundheit
Louisville (LabNews Media LLC) – Das National Institute of General Medical Sciences hat der University of Louisville 11,6 Millionen Dollar über fünf Jahre im Rahmen eines Center of Biomedical Research Excellence (CoBRE)-Stipendiums zugesprochen. Mit den Mitteln soll das Nutrition and Metabolic Health Center (NMHC) eingerichtet werden. Forscher wollen dort untersuchen, wie Lebensmittel die Gesundheit beeinflussen, wie der Körper Nahrung verarbeitet und wie Umweltfaktoren den Stoffwechsel prägen. Ziel ist es, neue Ansätze gegen chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten und Leberfunktionsstörungen zu entwickeln. Die Universität hat zusätzlich 7,25 Millionen Dollar zugesagt. Kentucky liegt bei der Gesundheitsbewertung der US-Bundesstaaten auf Platz 43.
Neue Methode verkürzt Sepsis-Diagnose von Tagen auf Stunden
University Park (LabNews Media LLC) – Ein Team unter Leitung eines Ingenieurs der Pennsylvania State University hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Bakterien, die Blutstrominfektionen und damit Sepsis verursachen, schneller identifiziert werden können. Die Methode verkürzt die bisher tageweise dauernde Diagnose auf Stunden. Damit könnten klinische Behandlungsentscheidungen unterstützt und die Zunahme von Antibiotikaresistenzen eingedämmt werden. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Science Advances.
FDA-Zulassungen stützen sich seit dem 21st Century Cures Act auf weniger Studien
Stanford/Los Angeles (LabNews Media LLC) – Seit Verabschiedung des 21st Century Cures Act 2016 stützen sich Zulassungen neuer Medizinprodukte durch die US-Arzneimittelbehörde FDA auf weniger Studien. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern der Stanford University School of Medicine, der Oregon State University und der UCLA, die am 26. August 2026 im Open-Access-Journal PLOS One veröffentlicht wurde. Die Zahl der Studien pro Zulassung sank demnach im Schnitt von 3,41 im Jahr 2016 auf 1,5 bis 2022. 2024 basierten 69,4 Prozent der Produkte auf nur einer einzigen Studie.
Klimawandel setzt bis zu 560 Millionen Kindern zusätzlicher Hitze aus
Brüssel (LabNews Media LLC) – Weltweit erleben bis zu 560 Millionen Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren (43 Prozent dieser Altersgruppe) jährlich mindestens einen zusätzlichen Monat (30 oder mehr Tage) Hitzestress durch den menschengemachten Klimawandel. Das geht aus einer Studie der Vrije Universiteit Brussel hervor, die in Science Advances veröffentlicht wurde. Die Belastung übertrifft die anderer Altersgruppen und ist fast dreimal so hoch wie bei 60- bis 69-Jährigen (190 Millionen Menschen bzw. 30 Prozent). Die Exposition wird bei weiterer Erwärmung voraussichtlich zunehmen.
Extreme Hitze mit 33 Diagnosen jenseits von Dehydrierung und Hitzschlag verknüpft
Chicago (LabNews Media LLC) – Extreme Hitze ist mit einem deutlich breiteren Spektrum von Gesundheitsproblemen in Notaufnahmen und Ambulanzen verbunden als bislang angenommen. Eine Studie der Northwestern University, veröffentlicht in Science Advances, verknüpft hohe Temperaturen unter anderem mit Hauterkrankungen, Multipler Sklerose und Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Die Ergebnisse könnten Notfallstationen und Gesundheitssysteme besser auf Hitzewellen vorbereiten, die durch den Klimawandel zunehmen.
Schrumpfendes Hirnvolumen als Indikator für Verlauf bei früh beginnender Alzheimer-Demenz
Minneapolis (LabNews Media LLC) – Bei Patienten mit früh beginnender Alzheimer-Krankheit kann ein Biomarker, der die Schrumpfung der grauen Substanz misst, den Übergang von leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) zur Demenz vorhersagen. Das zeigt eine Studie, die am 26. August 2026 in Neurology, dem offiziellen Journal der American Academy of Neurology, erschien. Größere Schrumpfung war mit schnellerem Fortschreiten verbunden; das Risiko stieg um das 1,24-Fache pro Standardabweichung stärkerer Atrophie. Der Biomarker war aussagekräftiger als allein die Ausgangssymptome.
Hormonersatztherapie mit niedrigerem Demenzrisiko verbunden
Norwich (LabNews Media LLC) – Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann das Demenzrisiko senken, insbesondere bei bestimmten Frauengruppen. Das ergibt die bislang größte Studie dieser Art der University of East Anglia. Forscher beobachteten mehr als 180.000 postmenopausale Frauen im Vereinigten Königreich. Frauen, die HRT genutzt hatten, hatten ein 16 Prozent niedrigeres Risiko für Alzheimer im Vergleich zu Nicht-Nutzerinnen. Bei Frauen nach chirurgischer Menopause lag die Reduktion bei 26 Prozent für jede Form von Demenz. Die Studie erschien in Alzheimer’s & Dementia.
