SAN DIEGO, 31. August (LabNews Media LLC) – Form und Verlauf einzelner Ruheatemzüge spiegeln sich in der Form weit verbreiteter Hirnwellen. Das berichten Eena Kosik-Rose und Bradley Voytek von der University of California San Diego in JNeurosci (DOI: 10.1523/JNEUROSCI.0731-26.2026).
Die Forscherinnen und Forscher nutzten Hirnelektroden, die bei Epilepsiepatientinnen und -patienten therapeutisch lagen, und verglichen die komplexe Form von Ein- und Ausatmung mit der Form neuronaler Rhythmen. Die Übereinstimmung betraf Areale, die mit Emotion, Motivation, Aufmerksamkeit und Gedächtnis in Verbindung gebracht werden. Jeder Atemzug wirkte etwas anders, nicht nur „schnell oder langsam“.
Atem beeinflusst Denken und Stimmung; der Mensch kann den Rhythmus willentlich verändern, etwa beim Sprechen. Ob sich über die Form des Atmens gezielt Kognition oder psychische Symptome steuern lassen, prüft die Gruppe erst. Die Daten stammen von einem speziellen Kollektiv mit Implantaten und belegen keine Therapie. Für die Psychiatrie bleibt der Hinweis, Körperrhythmen bei der Bewertung von Hirnaktivität mitzudenken.
