Die Association for Diagnostics & Laboratory Medicine (ADLM) ruft ihre Mitglieder dazu auf, sich gegen eine geplante Regelung der US-Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) zu äußern. Der Entwurf würde die bundesweite Anforderung aufheben, dass promovierte Wissenschaftler als Leiter hochkomplexer klinischer Labore eine Board-Zertifizierung vorweisen müssen. ADLM-Präsident Stanley F. Lo erklärte in einem Schreiben an die Mitglieder, die Fachgesellschaft unterstütze eine Modernisierung des CLIA-Regelwerks und begrüße qualifizierte Wissenschaftler aus unterschiedlichem Hintergrund. Das erfordere jedoch nicht, die einzige unabhängige Prüfung der klinischen und wissenschaftlichen Kenntnisse aufzugeben, die diese Arbeit verlange.
Laborleiter entwickelten und validierten Testmethoden, untersuchten Fehler und berieten Kliniker bei der Auswahl und Interpretation von Tests, betonte Lo. Die Qualität der Patientenversorgung hänge täglich von dieser Arbeit ab. Die ADLM werde eine eigene offizielle Stellungnahme vorbereiten; CMS werde aber auch lesen, was einzelne Laborfachleute über die Arbeit der Laborleiter und die Folgen für Patienten schrieben. Die ADLM-Ressourcenseite enthalte Argumentationshilfen und Anleitungen für die Einreichung über Regulations.gov. Stellungnahmen sind bis zum 7. Dezember möglich.
