Riesensuperatom eröffnen neues Werkzeugkasten für skalierbare Quantencomputer
Forscher der Chalmers University of Technology in Schweden haben theoretisch ein neuartiges Quantensystem entwickelt, das auf dem Konzept der „Riesensuperatome“ (giant superatoms) basiert. Dieses hybride System kombiniert Eigenschaften von „Riesenatomen“ und „Superatomen“, um Dekohärenz stark zu unterdrücken, Quanteninformation stabil zu halten und Verschränkung effizient über größere Distanzen zu verteilen. Die Arbeit gilt als wichtiger Schritt hin zu robusten, skalierbaren Quantencomputern. Quantencomputer versprechen Durchbrüche bei komplexen Problemen etwa in der Wirkstoffentwicklung oder Kryptographie, stoßen jedoch an fundamentale Grenzen durch Dekohärenz: Selbst minimale Umwelteinflüsse wie elektromagnetisches Rauschen zerstören die empfindlichen Quantenzustände. Das neue Konzept adressiert dies, indem es mehrere künstliche Quantenstrukturen kollektiv agieren lässt. Riesenatome, ein Begriff, den Chalmers-Forscher vor über zehn Jahren prägten, sind künstliche Strukturen (meist Qubits), die über räumlich getrennte Kopplungspunkte mit Licht- oder Schallwellen interagieren. Wellen, die an einem Punkt austreten, können zurückkehren und das System erneut beeinflussen…
