Simon Alberti in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt
Der Zellbiochemiker Prof. Simon Alberti ist als neues Mitglied in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Der Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der Technischen Universität Dresden zählt zu den meistzitierten Wissenschaftlern weltweit. Alberti widmet sich der zellulären Organisation und der Frage, wie Zellen auf Stress reagieren. Seine Arbeitsgruppe untersucht mit biochemischen, biophysikalischen, genetischen und zellbiologischen Methoden die molekularen Mechanismen, die die innere Struktur von Zellen steuern. Im Zentrum steht dabei das Zytoplasma, das sich unter Umweltstress wie Temperaturveränderungen oder mechanischem Druck reorganisiert. Dabei bilden sich biomolekulare Kondensate – membranlose, flexible Strukturen –, die Zellen beim Stressmanagement helfen, aber auch an der Entstehung von Krankheiten beteiligt sein können. Die Forschung von Alberti trägt zum Verständnis seltener neurodegenerativer Erkrankungen wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) und der frontotemporalen Demenz (FTD) bei. Prof. Alberti wird seine Expertise in die Klasse II der…

