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Simon Alberti in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt

Der Zellbiochemiker Prof. Simon Alberti ist als neues Mitglied in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Der Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der Technischen Universität Dresden zählt zu den meistzitierten Wissenschaftlern weltweit. Alberti widmet sich der zellulären Organisation und der Frage, wie Zellen auf Stress reagieren. Seine Arbeitsgruppe untersucht mit biochemischen, biophysikalischen, genetischen und zellbiologischen Methoden die molekularen Mechanismen, die die innere Struktur von Zellen steuern. Im Zentrum steht dabei das Zytoplasma, das sich unter Umweltstress wie Temperaturveränderungen oder mechanischem Druck reorganisiert. Dabei bilden sich biomolekulare Kondensate – membranlose, flexible Strukturen –, die Zellen beim Stressmanagement helfen, aber auch an der Entstehung von Krankheiten beteiligt sein können. Die Forschung von Alberti trägt zum Verständnis seltener neurodegenerativer Erkrankungen wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) und der frontotemporalen Demenz (FTD) bei. Prof. Alberti wird seine Expertise in die Klasse II der… 

Weltweit erster leistungsstarker sekundärer Silylium-Organokatalysator

Ein Forschungsteam der Sungkyunkwan University (SKKU) hat gemeinsam mit der Yonsei University den weltweit ersten hochleistungsfähigen Lewis-Säure-Organokatalysator auf Basis sekundärer Silylium-Ionen entwickelt. Die neue Technologie ermöglicht eine effiziente und nachhaltige Synthese komplexer Moleküle, darunter Wirkstoffe wie das Antidiabetikum Sitagliptin. Der von Professor Han-Yong Bae (SKKU) geleitete Forschungsverbund nutzt ein Ion-Paar-Katalysatorsystem aus Diethylsilylium und einer schwach koordinierenden Anion. Dieses System erlaubt die direkte Einführung von Sulfonamid-Gruppen in funktionalisierte Ketone, einschließlich ?-Ketoester, die mit herkömmlichen Methoden nur schwer zugänglich waren. Statt teurer Übergangsmetall-Katalysatoren oder hochdruckwasserstoffgasbasierten Verfahren generiert das neue System in situ einen starken Silylium-Ionenpaar aus Trityl-Tetrakis(pentafluorphenyl)borat und Diethylsilan. Diethylsilan dient dabei sowohl als Reduktionsmittel als auch als Vorläufer für den Katalysator. Das Verfahren erreicht Ausbeuten von bis zu 95 Prozent bei der Synthese von Alkyl-?-Aminoestern und lässt sich ohne Lösungsmittel, Metalle oder andere Additive im großen Maßstab durchführen. Die Wissenschaftler belegten… 

Verfassungsrechtliche Bedenken beim Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Der Verband Pharma Deutschland sieht in zentralen pharmarelevanten Regelungen des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Die Maßnahmen gingen in ihrer Eingriffstiefe deutlich über die vom Bundesverfassungsgericht im Mai 2025 noch als verhältnismäßig eingestuften Regelungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes hinaus. In einer veröffentlichten verfassungsrechtlichen Einordnung vom 29. Mai 2026 kritisiert der Verband insbesondere vier Maßnahmen: Der Verband argumentiert, dass der dynamisierte Herstellerabschlag zeitlich unbegrenzt sei und der gesetzgeberischen Kontrolle entzogen werde, was die Verhältnismäßigkeit infrage stelle. In Kombination mit dem Preismoratorium entstehe eine unnötige Doppelregulierung auf Preisebene. Die Clusterausschreibungen entwerten zudem die Nutzenbewertung nach AMNOG und ließen hinreichend bestimmte gesetzliche Kriterien für die Gruppenbildung vermissen. Die Beschränkung auf fünf Wirkstoffgruppen für die Evaluierungsphase sei gleichheitsrechtlich problematisch. Das Zusammenwirken aller Maßnahmen könne einen additiven, unverhältnismäßigen Eingriff in die Berufsfreiheit der pharmazeutischen Unternehmen nach Art. 12 Abs. 1 GG darstellen. Anders als beim GKV-Finanzstabilisierungsgesetz… 

BMI nur bedingt aussagekräftig

Der Body-Mass-Index (BMI) bietet eine schnelle erste Orientierung zum Körpergewicht, reicht aber für eine individuelle gesundheitliche Bewertung oft nicht aus. Die Stiftung Gesundheitswissen empfiehlt daher ergänzende Verfahren zur Analyse der Körperzusammensetzung, darunter den DEXA-Scan als besonders präzise Methode. Der BMI errechnet sich aus Körpergewicht und -größe, berücksichtigt jedoch weder die Verteilung von Muskel- und Fettmasse noch die Fettverteilung im Körper. Muskulöse Personen können einen hohen BMI bei niedrigem Körperfettanteil aufweisen, während im Alter ein etwas höherer BMI mitunter sogar vorteilhaft sein kann. Entscheidend für das Risiko von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Leiden ist vor allem viszerales Bauchfett. Genauere Bewertung durch Körperzusammensetzungs-Analyse Zur besseren Einordnung empfehlen Experten die Messung der Körperzusammensetzung. Diese unterscheidet zwischen Fettmasse, fettfreier Masse (Muskeln, Knochen, Organe) und Körperwasser. Einfache Methoden wie Bauchumfang, Taille-Größe-Verhältnis oder Taille-Hüft-Verhältnis geben bereits wichtige Hinweise. Für höhere Genauigkeit stehen jedoch aufwendigere Verfahren zur… 

Psychotherapeuten demonstrieren in Berlin gegen Honorarkürzungen

Mehr als 500 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben am Dienstag in Berlin gegen geplante Kürzungen ihrer Leistungen und Honorare protestiert. Die Demonstration vor dem Deutschen Bundestag wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) gemeinsam mit knapp 30 weiteren Berufs- und Fachverbänden organisiert. Die Verbände warnten vor längeren Wartezeiten und einer weiteren Verknappung von Therapieplätzen, obwohl der Bedarf an Psychotherapie steige. Seit April seien die Honorare um 4,5 Prozent gekürzt worden, weitere Einschnitte drohten mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Die Kürzungen träfen eine Berufsgruppe, deren Vergütung bereits im unteren Bereich aller ambulanten Fachgruppen liege. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verdienten trotz Vollzeittätigkeit nur etwa halb so viel wie Hausärzte oder andere Facharztgruppen. Die ambulante Psychotherapie mache jedoch lediglich rund 0,7 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen aus. Studien zeigten, dass jeder in Psychotherapie investierte Euro dreifach zurückkomme, weil Folgekosten wie Chronifizierung,… 

The Trump administration has offloaded an American doctor infected with Ebola to Germany instead of treating him in a U.S. high-security biocontainment facility, exposing significant gaps in domestic preparedness for high-consequence infectious diseases. Donald Trump. Credits: White House

Todd Blanche: Trump’s Epstein Gatekeeper

In nominating Todd Blanche—his former personal defense attorney and the overseer of a deeply flawed, suspiciously redacted release of the Jeffrey Epstein files—as Attorney General, Donald Trump has taken a decisive step toward transforming the U.S. Department of Justice into a personal praetorian guard. This is not mere cronyism; it is the methodical consolidation of power through the subversion of institutions meant to check it. Blanche’s ascent signals a presidency that views the rule of law not as a bedrock of democracy, but as an inconvenient obstacle to be staffed by loyal defenders, much like the authoritarian leaders Trump has long admired. The Epstein files lie at the rotten core of this scandal. Jeffrey Epstein, the convicted sex offender and financier with tentacles reaching into the highest echelons of power, died in federal custody in 2019 under circumstances that still… 

PNOG: Pflegeverbände kritisieren Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz

Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) stößt bei Pflegeverbänden und Trägern auf deutliche Kritik. Er widerspreche den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag und gefährde die Versorgungssicherheit, hieß es am Montag. Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstandes der Freien Ärzteschaft, erklärte, mit dem PNOG schnüre die Regierung ein weiteres Sparpaket zulasten Pflegebedürftiger und Pflegender. Zwar sei die Stabilisierung der Pflegeversicherung ein wichtiges Ziel, doch fehlten die lange angekündigten Strukturreformen. Diese müssten Sektorengrenzen und Bürokratie abbauen und die pflegerische Versorgung grundlegend neu gestalten. Besonders kritisch bewertet Helvi Seehafer, Fachbereichsleiterin Pflege bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, die geplante Deckelung der Refinanzierung von Tariflöhnen. Vergütungssteigerungen für Pflegeeinrichtungen sollen in den nächsten vier Jahren auf die Veränderung der Grundlohnrate begrenzt werden. Die Verpflichtung zur Anerkennung von Tarifsteigerungen entfalle befristet. Dadurch gerieten Pflegeeinrichtungen unter zusätzlichen wirtschaftlichen Druck. Die Begrenzung der Lohnentwicklung verringere zudem die Attraktivität des Pflegeberufs – gerade vor dem Hintergrund… 

Nahrungsmangel verändert Darmmikrobiom von Kindern

Nahrungsunsicherheit hinterlässt offenbar eine messbare biologische Spur im Darmmikrobiom von Kindern. Das zeigt eine Studie an äthiopischen Schülern, die auf dem ASM Microbe 2026 Kongress vorgestellt wurde. Kinder aus Haushalten mit Nahrungsunsicherheit wiesen demnach veränderte Darmbakterienprofile auf, darunter erhöhte Werte des Bakteriums Sutterella, das bereits mit schlechter Ernährungsqualität und Darmentzündungen in Verbindung gebracht wird. Die Studie wurde von Forschern um Bineyam Taye von der Colgate University durchgeführt. Die Wissenschaftler hatten Stuhlproben von Kindern aus nahrungssicheren und nahrungsunsicheren Haushalten mittels DNA-Sequenzierung und statistischen Analysen verglichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Nahrungsunsicherheit die Kindergesundheit nicht nur über mangelnde Nährstoffzufuhr, sondern auch über Veränderungen im Mikrobiom beeinflussen könnte, das eine wichtige Rolle bei Verdauung, Stoffwechsel und Immunfunktion spielt. Taye betonte, die Studie trage dazu bei, die Forschungslücke zum Darmmikrobiom in einkommensschwachen und nicht-westlichen Bevölkerungsgruppen zu schließen. Künftige Untersuchungen sollen klären, ob diese… 

Leichtere Röntgenschürzen ohne Blei

Forscher der University of Waterloo haben ein leichtes und flexibles Polymermaterial entwickelt, das Blei in schweren Röntgenschürzen ersetzen könnte. Das neue Material bietet vergleichbaren Strahlenschutz bei einer Gewichtsreduktion von fast 90 Prozent und soll chronische Rücken- und Nackenschmerzen bei medizinischem Personal verringern. Blei-Schürzen, die täglich über längere Zeit getragen werden, führen häufig zu muskuloskelettalen Beschwerden. Zudem geben sie Bleistaub ab, der eingeatmet oder verschluckt werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation stuft jede Bleiexposition als gesundheitsschädlich ein. Das Team um Professor Tizazu Mekonnen setzte auf Wolfram-Nanopartikel, die in ein weiches Silikon-basiertes Polymer eingebettet wurden. Durch gezielte Anordnung in Schichten (Gradienten) und die Verwendung stabförmiger Partikel gelang es, hohe Abschirmwirkung bei gleichzeitig hoher Flexibilität zu erreichen. Tests in Zusammenarbeit mit dem Grand River Hospital in Kitchener bestätigten die Wirksamkeit. Das Material könnte nicht nur in der Medizin, sondern auch in anderen Bereichen mit Strahlenexposition… 

DiGA-Skandal: Diagnose Deutschland Podcast bei RTL+

Berlin (LabNews.ai) – Viele Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden verordnet und von den Krankenkassen finanziert, obwohl ihr medizinischer Nutzen unzureichend belegt ist. Das LabNews Media Podcast Format „Diagnose Deutschland“ bei RTL+ hat diesen Missstand in einer aktuellen Untersuchung aufgedeckt und spricht von einem „DiGA-Skandal“. Demnach ermöglicht das Fast-Track-Verfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorläufige Zulassungen, bei denen Hersteller hohe Preise abrechnen können, ohne dass ein klarer Beleg für Wirksamkeit vorliegt. Viele Apps würden später in die Regelversorgung übernommen, obwohl der tatsächliche Patientennutzen fraglich bleibe. Zum Podcast: Der Beitrag ist in der aktuellen Folge von „Diagnose Deutschland“ auf RTL+ erschienen. Link zum Podcast:https://plus.rtl.de/content/audio/clip_2007513 „Diagnose Deutschland“ ist ein investigatives LabNews Media LLC -Format, das regelmäßig Missstände im deutschen Gesundheitswesen thematisiert und aufklärt. Die aktuelle Folge beleuchtet kritisch das DiGA-System, das seit Einführung Milliardenkosten für die gesetzlichen Krankenkassen verursacht hat.