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Forschung: Blutmarker könnten Depressionen bei Jugendlichen früh erkennen

Eine neue Studie im „Journal of Mood and Anxiety Disorders“ zeigt, dass Bluttests Depressionen bei Jugendlichen künftig früher aufspüren könnten. Wissenschaftler untersuchten Blutproben und fanden spezifische Moleküle sowie Entzündungsmarker, die bei depressiven Jugendlichen verändert sind. Diese Biomarker könnten Diagnosen präziser machen und Therapien individueller gestalten. Bisherige Diagnosemethoden beruhen oft auf subjektiven Angaben, was die Früherkennung erschwert. Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse vielversprechend sind, aber weitere Studien nötig sind, um die Marker zu bestätigen und in die Praxis zu überführen. Die Erkenntnisse könnten die psychische Gesundheitsversorgung von Jugendlichen deutlich verbessern, indem sie schnellere und gezieltere Hilfe ermöglichen. DOI https://doi.org/10.1016/j.bpsgos.2025.100505

Krebserregende HPV-Viren im Abwasser nachgewiesen

Wissenschaftler in Uruguay haben im städtischen Abwasser Genotypen des Humanen Papillomavirus (HPV) gefunden, die mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung stehen. Die Abwasserstudie wurde in Salto, einer Stadt mit 114.000 Einwohnern im Norden Uruguays, unter der Leitung von Forschern des Labors für Molekularvirologie der Universität der Republik, des öffentlichen Krankenhauses der Stadt und der lokalen Zentrale von OSE, Uruguays nationalem Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen, durchgeführt. Zwischen September 2022 und August 2023 entnahmen Wissenschaftler monatlich Proben aus dem Abwassersystem, das 86 Prozent der Stadt abdeckt. Genetische Analysen ergaben das Virus in 75 Prozent der Proben, und die DNA-Sequenzierung identifizierte 28 Genotypen. Acht davon wiesen ein hohes Risiko für Gebärmutterhalskrebs auf, wie etwa die Genotypen 16 und 18. Sechs wiesen ein geringes Risiko auf, wie etwa die Genotypen 6 und 11 – die mit Genitalwarzen in Zusammenhang stehen – und die restlichen 14 gehörten zu… 

LabNews Stands With Harvard

Solidarität mit Harvard: Ein Appell für akademische Freiheit angesichts politischen Drucks Die Harvard-Universität, eine der ältesten und renommiertesten Bildungseinrichtungen der Welt, steht derzeit unter beispiellosem politischen Druck durch die Trump-Administration. Dieser Angriff auf die akademische Freiheit ist nicht nur ein Angriff auf Harvard, sondern auf die Grundwerte der Wissenschaft und den freien Austausch von Ideen weltweit. labnews.ai/ erklärt sich solidarisch mit Harvard und ruft dazu auf, die Unabhängigkeit der Wissenschaft zu verteidigen. Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump hat die Administration eine gezielte Kampagne gegen Eliteuniversitäten gestartet, mit Harvard als prominentestem Ziel. Die jüngste Maßnahme, die Aufhebung von Harvards Berechtigung zur Aufnahme internationaler Studierender, ist ein beispielloser Schritt. Die Begründung der Department of Homeland Security unter Secretary Kristi Noem, Harvard lasse „anti-amerikanische, pro-terroristische Agitatoren“ zu und kooperiere mit der chinesischen kommunistischen Partei, ist nicht nur unbelegt, sondern… 

Dank Trump: Harvard verliert seine Innovationskraft

Trumps Verbot für ausländische Studierende trifft US-Wissenschaft ins Mark Die Entscheidung der Trump-Regierung, Harvard die Aufnahme internationaler Studierender zu untersagen und fast 7.000 bereits eingeschriebene Ausländer zur Exmatrikulation zu zwingen, markiert einen dramatischen Einschnitt in der Geschichte amerikanischer Spitzenforschung. Die Folgen reichen weit über den Campus hinaus: Sie bedrohen die Innovationskraft der USA, schwächen die Wirtschaft und beschädigen den internationalen Ruf amerikanischer Hochschulen. Daten, Studien und konkrete Beispiele zeigen, wie sehr Harvard und die Vereinigten Staaten von ausländischen Talenten profitieren – und wie groß der Schaden durch das neue Verbot ist. Harvard: Ein globales Innovationszentrum – dank ausländischer Forscher Internationale Studierende als Wachstumsmotor Harvard zählt zu den internationalsten Universitäten der USA: Im akademischen Jahr 2024/25 stammen etwa 27 Prozent der Studierenden – fast 7.000 Personen – aus dem Ausland[2][5][15][16]. Der Anteil internationaler Studierender ist in den letzten Jahren weiter gestiegen:… 

China überholt den Westen: Wie Chinas Biotech- und Pharmaindustrie den globalen Innovationswettlauf dominiert

Chinas Biotechnologie-, Pharma- und Life-Sciences-Sektor hat in den vergangenen Jahren eine Transformation von historischer Tragweite durchlaufen. Das Land, das einst als Werkbank für Generika und preiswerte Wirkstoffe galt, ist heute ein globaler Innovationsmotor, der westliche Märkte und Forschungszentren zunehmend herausfordert und in zentralen Bereichen bereits überholt. Peer-Review-Studien, Branchenanalysen und internationale Rankings belegen: Chinesische Unternehmen setzen neue Maßstäbe bei Forschung, Entwicklung, regulatorischer Geschwindigkeit und Marktdynamik – mit weitreichenden Folgen für die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas und der USA[1][2][3][7]. Chinas Innovationssprung: Von der Kopie zur Weltspitze Noch vor einem Jahrzehnt dominierten westliche Unternehmen die Entwicklung neuer Medikamente, während China vor allem als Hersteller günstiger Generika auftrat. Dieses Bild ist heute überholt. Bereits 2024 stammten 28 Prozent aller klinischen Studien im globalen Biotechbereich aus China – ein Anstieg von nur vier Prozent vor der Pandemie. In der Krebsforschung hat China die USA erstmals überholt… 

hkk-Studie: Männer sind zufrieden, aber bei psychischen Belastungen zurückhaltend

Eine repräsentative Umfrage der hkk Krankenkasse, durchgeführt von forsa mit über 1.600 Teilnehmenden, darunter rund 1.000 Männer, beleuchtet den Gesundheitszustand von Männern in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Männer ihren körperlichen und psychischen Zustand positiv bewerten, jedoch im Umgang mit psychischen Belastungen oft zurückhaltend sind und Probleme allein bewältigen. Drei Viertel der befragten Männer schätzen ihre körperliche und psychische Gesundheit als gut ein, doch mehr als ein Drittel fühlt sich durch Alltags- oder persönliche Probleme belastet, insbesondere Männer zwischen 35 und 49 Jahren. Diese Diskrepanz wird als unrealistischer Optimismus interpretiert, bei dem Männer ihre Ressourcen überschätzen und Risiken ignorieren. Nur etwas über die Hälfte der Männer spricht mit Partnerin oder Familie über Sorgen, im Freundeskreis sind es noch weniger. Fast die Hälfte gibt an, dass es ihnen schwerfällt, über Gefühle zu reden, und viele befürchten, nicht verstanden oder abgewertet… 

Chinesische Infrarot-Kontaktlinsen ermöglichen Sehen mit geschlossenen Augen

Neurowissenschaftler und Materialwissenschaftler haben Kontaktlinsen entwickelt, die sowohl Menschen als auch Mäusen Infrarotsehen ermöglichen, indem sie Infrarotlicht in sichtbares Licht umwandeln. Im Gegensatz zu Infrarot-Nachtsichtbrillen benötigen die Kontaktlinsen, die am 22. Mai in der Fachzeitschrift „Cell Press“ beschrieben wurden , keine Stromquelle und ermöglichen dem Träger die Wahrnehmung mehrerer Infrarotwellenlängen. Da sie transparent sind, können Träger sowohl Infrarot- als auch sichtbares Licht gleichzeitig sehen. Das Infrarotsehen war jedoch verstärkt, wenn die Teilnehmer die Augen geschlossen hatten.  „Unsere Forschung eröffnet das Potenzial für nicht-invasive tragbare Geräte, die Menschen Supervision ermöglichen“, sagt Hauptautor Tian Xue, Neurowissenschaftler an der University of Science and Technology of China. „Für dieses Material gibt es bereits viele potenzielle Anwendungen. Beispielsweise könnte flackerndes Infrarotlicht zur Informationsübertragung in den Bereichen Sicherheit, Rettung, Verschlüsselung oder Fälschungsschutz eingesetzt werden.“ Die Kontaktlinsentechnologie nutzt Nanopartikel, die Infrarotlicht absorbieren und in für Säugetieraugen sichtbare… 

INSTAND: Die stille Instanz für Qualität in medizinischen Laboren

Die Fachgesellschaft INSTAND e.V. ist außerhalb von Fachkreisen kaum bekannt, spielt jedoch eine Schlüsselrolle für die Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien. Seit 1996 organisiert die Gesellschaft sogenannte Ringversuche, bei denen Labore regelmäßig ihre Analysen überprüfen lassen – ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit. INSTAND betreibt ein eigenes Referenzlabor in Düsseldorf, entwickelt internationale Standards mit und arbeitet eng mit Institutionen wie der WHO zusammen. Neben der Durchführung von Ringversuchen engagiert sich INSTAND in Forschung, Nachwuchsförderung und Weiterbildung. Trotz ihrer zentralen Bedeutung für die Zuverlässigkeit medizinischer Diagnostik bleibt die Gesellschaft in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.

Medikamente verbessern Überlebenschancen nach erstem Herzinfarkt auch bei über 90-Jährigen

Forscher haben herausgefunden, dass die Verschreibung einer leitliniengerechten medizinischen Behandlung (GDMT) – unabhängig von der Anzahl der Medikamente – die Überlebensraten bei Patienten ab 90 Jahren nach ihrem ersten Herzinfarkt verbessern kann. Der größte Nutzen wurde bei Patienten beobachtet, die alle vier empfohlenen Therapien für die Zeit nach einem akuten Myokardinfarkt (AMI) erhalten haben. Dazu gehören Betablocker, Thrombozytenaggregationshemmer, Lipidsenker und Hemmer des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Die Ergebnisse des im Canadian Journal of Cardiology (Elsevier-Verlag) erschienenen Artikels können als Orientierung für zukünftige klinische Ansätze zur Behandlung des ersten AMI bei Neunzig- und Hundertjährigen dienen. Die Lebenserwartung ist im Laufe der Zeit stetig gestiegen. Im Jahr 2021 gab es mehr als 861.000 Kanadier im Alter von 85 Jahren und älter, eine Altersgruppe, die in den Industrieländern weltweit rapide wächst. Da das Alter ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, besteht ein wachsender Bedarf an Leitlinien für die… 

Neuer Goldstandard für Arzneimittelsicherheit während der Stillzeit

Frauen, die sich während der Schwangerschaft und Stillzeit für einen Abbruch der Behandlung entscheiden, gefährden ihre Gesundheit und müssen ihren Kinderwunsch und das Stillen gegen ein Risiko abwägen, über das wir sehr wenig wissen. In zwei laufenden klinischen Studien etablieren Forscher einen neuen Standard für Laktationsstudien beim Menschen, der die Entnahme von Muttermilch- und Plasmaproben sowohl von Müttern als auch von gestillten Säuglingen umfasst. „Der Mangel an wissenschaftlichen Beweisen ist ein ethisches Problem für Frauen und Ärzte, wenn man bedenkt, dass etwa 70 Prozent aller Frauen irgendwann während ihrer Schwangerschaft Medikamente einnehmen müssen. In vielen Fällen wird Frauen empfohlen, nicht zu stillen oder die Einnahme ihrer Medikamente zu beenden. Stillen hat jedoch Vorteile für Mutter und Kind“, sagt Mats G. Hansson, Professor für Biomedizinische Ethik am Zentrum für Forschungsethik und Bioethik der Universität Uppsala und Leiter zweier laufender klinischer Studien.…