Neue KI macht geostationären Satelliten für Ozeanfarbe nutzbar
Ein internationales Forschungsteam hat einen KI-Algorithmus entwickelt, der aus Daten des geostationären Wettersatelliten Himawari-8 alle zehn Minuten hochwertige Informationen zur Ozeanfarbe gewinnt. Damit können schnelle Veränderungen in Küstengewässern, Algenblüten und Sedimenttransport erstmals in hoher zeitlicher Auflösung beobachtet werden. Die Studie wurde von Forschern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Partnern durchgeführt. Hintergrund Die Ozeanfarbe gibt Aufschluss über marine Ökosysteme, Phytoplankton und Wasserqualität. Bisher lieferten vor allem polarumlaufende Satelliten wie MODIS präzise, aber nur einmal täglich aktualisierte Daten. Geostationäre Satelliten wie Himawari-8 bieten zwar eine hohe zeitliche Auflösung, sind jedoch nicht für Ozeanbeobachtung optimiert und liefern Daten mit niedrigem Signal-Rausch-Verhältnis und systematischen Fehlern. Technische Lösung Die Forscher entwickelten einen transformerbasierten Algorithmus, der atmosphärische Korrekturen mit maschinellem Lernen kombiniert. Das System wurde mit Hunderten Millionen Trainingsdaten aus MODIS- und AERONET-OC-Messungen trainiert. Es korrigiert Rauschen und systematische Verzerrungen in den Himawari-8-Daten und liefert…

