Forscher kartieren, wie das Influenzavirus menschliche Zellen umprogrammiert
Ein internationales Forschungsteam hat erstmals detailliert kartiert, wie das Influenza-A-Virus die molekularen Kontakte in intakten menschlichen Zellen umgestaltet. Die Analyse zeigt, dass das Virus unter anderem nukleäre Paraspeckles auflöst und so Proteine freisetzt, die für seine Vermehrung genutzt werden. Hintergrund Das Influenza-A-Virus verursacht jährlich weltweit Millionen von Erkrankungen und Hunderttausende Todesfälle. Es gelangt in Zellen, setzt seine RNA frei und zwingt die Wirtszelle, virale Proteine herzustellen. Bisherige Untersuchungen von Protein-Protein-Interaktionen erforderten meist das Aufbrechen der Zellen, wodurch wichtige räumliche Zusammenhänge verloren gingen. Die neue Studie nutzt eine spezialisierte Vernetzungs-Massenspektrometrie in intakten Zellen kombiniert mit struktureller Modellierung. Die Untersuchung Die Forscher untersuchten systematisch Kontaktstellen zwischen viralen und zellulären Proteinen während der Infektion. Besonderes Augenmerk lag auf der Prozessierung des Hämagglutinins und auf Veränderungen in der Zellkernstruktur. Dabei kamen Methoden der Cross-Linking-Massenspektrometrie (XL-MS) und angepasste AlphaFold-Modelle zum Einsatz. Wichtige Ergebnisse Das Virus…


