Bessere Biosicherheit in der Tierhaltung hängt stark vom menschlichen Verhalten ab
Burlington – Die Verbesserung der Biosicherheit in der Nutztierhaltung erfordert nicht nur technische Empfehlungen, sondern vor allem ein besseres Verständnis menschlichen Entscheidungsverhaltens. Das zeigt eine internationale Übersichtsarbeit unter Leitung der University of Vermont, die in Frontiers in Veterinary Science veröffentlicht wurde (DOI: 10.3389/fvets.2026.1851630). Ein Team um Dr. Julia M. Smith analysierte Studien aus den Jahren 2008 bis 2024 zu Maßnahmen, die Landwirte und Tierbetreuer zur Umsetzung von Seuchenpräventionspraktiken bewegen sollen. Von ursprünglich 699 identifizierten Publikationen erfüllten nur 33 die Kriterien und umfassten 41 Einzelstudien. Untersucht wurden Betriebe mit Geflügel, Schweinen, Rindern und Schafen. Die Auswertung ergab, dass Bildungsprogramme – Schulungen, Workshops, Informationskampagnen, Befragungen, Audits und Aktionspläne – die mit Abstand häufigsten Ansätze sind. Viele dieser Maßnahmen konzentrieren sich vor allem darauf, Wissen und Bewusstsein zu erhöhen. Andere wichtige Einflussfaktoren wie Anreize, soziale Normen, Gewohnheiten, infrastrukturelle Bedingungen oder praktische Hürden (Kosten,…



