Die Alzheimer’s Drug Discovery Foundation (ADDF) und die Michael J. Fox Foundation (MJFF) stellen gemeinsam 5 Millionen US-Dollar bereit, um die Entwicklung minimal-invasiver Biomarker für Alpha-Synuclein und weitere Co-Pathologien bei Alzheimer und Parkinson voranzutreiben. Ziel ist eine bessere Diagnostik und eine präzisere Patientenauswahl für klinische Studien.
Die Partnerschaft
Die Diagnostics Accelerator (DxA) der ADDF und die MJFF haben eine neue Kooperation angekündigt. Die Mittel sollen die Entwicklung von Biomarkern unterstützen, die pathologische Veränderungen in beiden Erkrankungen frühzeitig und mit möglichst geringem Eingriff nachweisen können. Im Mittelpunkt steht dabei Alpha-Synuclein, ein Protein, das sich bei fast allen Parkinson-Patienten und bei 30–50 Prozent der Alzheimer-Patienten im Gehirn ansammelt.
Fokus auf Co-Pathologien
Viele Patienten weisen gleichzeitig mehrere krankheitsverursachende Veränderungen auf. Die Partnerorganisationen wollen Biomarker entwickeln, die diese Co-Pathologien zuverlässig erkennen. Bisherige Ansätze, wie ein Test im Liquor, haben bereits Fortschritte ermöglicht. Die neue Initiative soll skalierbare und minimal-invasive Methoden vorantreiben, die künftig auch für die Routinediagnostik geeignet sein könnten.
Bisherige Fortschritte
Bereits frühere Förderungen von ADDF und MJFF haben zur Entwicklung eines Tests für Alpha-Synuclein im Liquor geführt. Das Verfahren wurde von einem Team der University of Texas entwickelt und mündete in die Gründung des Biotech-Unternehmens Amprion, das mit der MJFF-Studie PPMI kooperiert. Die neue Partnerschaft baut auf diesen Ergebnissen auf.
Ziele der Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit soll dazu beitragen, neurodegenerative Erkrankungen stärker anhand ihrer biologischen Grundlagen zu definieren. Durch den Austausch zwischen Parkinson- und Alzheimer-Forschern sollen gemeinsame Mechanismen identifiziert und die Entwicklung von Biomarkern beschleunigt werden. Langfristig sollen diese Instrumente eine frühere Diagnose, eine bessere Vorhersage des Krankheitsverlaufs und eine gezieltere Auswahl von Studienteilnehmern ermöglichen.
FAQ
Worum geht es in der Partnerschaft?
Um die gemeinsame Förderung minimal-invasiver Biomarker für Alpha-Synuclein und andere krankheitsrelevante Veränderungen bei Alzheimer und Parkinson.
Warum ist Alpha-Synuclein wichtig?
Das Protein lagert sich bei fast allen Parkinson-Patienten und bei einem erheblichen Teil der Alzheimer-Patienten im Gehirn ab und wird mit dem Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht.
Was wurde bereits erreicht?
Ein Test im Liquor ermöglicht bereits die frühe Erkennung von Alpha-Synuclein-Pathologie und hat zur Gründung eines Biotech-Unternehmens geführt.
Welche Ziele verfolgt die Zusammenarbeit langfristig?
Eine bessere Diagnostik, eine präzisere Patientenauswahl für Studien und die Grundlage für personalisierte Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen.
Quelle
Alzheimer’s Drug Discovery Foundation / Michael J. Fox Foundation (13. Juli 2026)
