Raleigh – Ein Forschungsteam der North Carolina State University hat ein KI-Modell entwickelt, das vorhersagen kann, welche DNA-Sequenzen miteinander binden. Das Modell mit dem Namen BINND (Binding and Interaction Neural Network for DNA) wurde mit einem deutlich größeren Datensatz trainiert als bisherige Ansätze und erreicht eine höhere Genauigkeit.
Das Modell basiert auf 144 Millionen DNA-Sequenzpaaren. In Tests sagte BINND Bindungen mit einer Genauigkeit von 83,5 Prozent voraus. Bei Fehlern tendierte das Modell dazu, eine Bindung fälschlicherweise auszuschließen. Damit ist BINND nach Angaben der Forschenden mindestens zehn Prozent genauer als bisherige Modelle.
Die Wissenschaftler nutzten das Modell, um eine Datenbank zu erstellen, die die Bindungsbeziehungen zwischen 96 und 26 verschiedenen 20-stelligen DNA-Sequenzen abbildet. Diese Informationen könnten künftig für DNA-basierte Datenspeicherung und -verarbeitung genutzt werden.
Das Modell wurde auf der Plattform GitHub öffentlich zugänglich gemacht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
