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KI gibt ALS-Patient Stimme zurück

Wenn die Stimme verstummt, lastet die Stille schwer auf ihm. Sie verbirgt Gefühle, Erinnerungen und Nuancen, die jeden Menschen ausmachen. Fran Vivó, ein Einwohner von Benaguasil, der an amyotropher Lateralsklerose (ALS) leidet, kennt diese Stille nur zu gut. Die Krankheit raubte ihm ohne Vorwarnung die Fähigkeit zu sprechen. Heute, dank künstlicher Intelligenz, hat er sie zurückerlangt. Die Forschungsgruppe VertexLit unter der Leitung von Jordi Linares hat ein Projekt vorgestellt, das die transformative Kraft künstlicher Intelligenz im Hinblick auf das Wohlbefinden der Menschen veranschaulicht. Dieses Projekt gelangte über den Dokumentarfilmer Alex Badia und die Forscherin Gema Piñero vom UPV-Institut iTEAM zu ValgrAI. Der Forscher, der sich freiwillig für die Wiederherstellung von Frans Stimme meldete, war Jordi Linares, Mitglied der gemeinsamen Forschungseinheit der Valencianischen Graduiertenschule und des Forschungsnetzwerks für Künstliche Intelligenz (ValgrAI) und des Valencianischen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (VRAIN) an der… 

Mechanische Kräfte sind der Schlüssel zur embryonalen Selbstorganisation

Mithilfe lichtinduzierbarer Genexpression konnten Wissenschaftler zeigen, dass die Bildung der Körperachsen in menschlichen Embryomodellen ein Zusammenspiel zwischen chemischen Signalen und mechanischen Kräften erfordert. Bereits zwei Wochen nach der Befruchtung zeigen sich erste Anzeichen für die Ausbildung der drei Körperachsen (Kopf/Schwanz, Bauch/Rücken und rechts/links). In diesem Stadium, der sogenannten Gastrulation, faltet sich eine flache, strukturlose Zellschicht zu einem lebenden Bauplan des Körpers – eine flüchtige Transformation in Achsen und Schichten, die die Entwicklung jedes einzelnen Gewebes bestimmen. Dieser entscheidende Moment blieb jedoch lange Zeit der wissenschaftlichen Forschung entzogen, da er zu früh und zu tief im Mutterleib stattfindet, um direkt untersucht zu werden. Eine neue Studie zeigt nun, dass dieser entscheidende Schritt der menschlichen Entwicklung durch ein präzises Zusammenspiel chemischer Signale und physikalischer Kräfte gesteuert wird.  Die in  Cell Stem Cell veröffentlichte Arbeit stellt ein lichtbasiertes Werkzeug zur Erzeugung synthetischer Embryonen vor, mit dem… 

CDC revidiert Website: Kein Beweis gegen Impf-Autismus-Link – Wissenschaftler warnen vor Fehlinformation

Die US-Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) haben am 19. November 2025 ihre Webseite zur Impfsicherheit grundlegend geändert. Die bisherige klare Aussage „Impfungen verursachen kein Autismus“ wurde als „nicht evidenzbasiert“ deklariert, da Studien die Möglichkeit, dass Säuglingsimpfungen zur Autismus-Entwicklung beitragen, nicht ausgeschlossen hätten. Die Änderung, die auf eine Anweisung des US-Gesundheitsministeriums (HHS) unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. zurückgeht, löst heftige Kritik von Wissenschaftlern, Medizinern und Autismus-Organisationen aus, die sie als gefährliche Fehlinformation bezeichnen. Die überarbeitete Seite räumt ein, dass zahlreiche Eltern von autistischen Kindern Impfungen – insbesondere die in den ersten sechs Monaten verabreichten Dosen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (DTaP), Hepatitis B (HepB), Haemophilus influenzae Typ B (Hib), Polio (IPV) und Pneumokokken (PCV) – für die Erkrankung verantwortlich machen. Sie hebt hervor, dass der Anstieg der Autismus-Prävalenz seit den 1980er Jahren mit der Zunahme der Impfdosen… 

Pharma-Riesen stärken US-Produktion: Novartis und Moderna investieren Milliarden in neue Anlagen

Im Zuge zunehmender Unsicherheiten durch mögliche Zölle und Handelskonflikte setzen große Pharmaunternehmen auf eine stärkere Verankerung in den USA. Novartis und Moderna haben kürzlich umfangreiche Expansionspläne für ihre Fertigungsnetzwerke angekündigt, die Hunderte neuer Jobs schaffen und die heimische Produktion von innovativen Medikamenten ausbauen sollen. Diese Investitionen sind Teil eines breiteren Trends in der Branche, bei dem Firmen wie Regeneron, CSL und Celltrion ebenfalls ihre US-Kapazitäten erweitern. Novartis plant, bis Ende 2030 rund 700 neue Stellen in North Carolina zu schaffen und baut dort einen neuen „Flagship Manufacturing Hub“ auf. Der Komplex umfasst über 700.000 Quadratfuß und bietet end-to-end-Fähigkeiten für Biologika, sterile Verpackung sowie Tabletten- und Kapselproduktion. Die Erweiterung umfasst zwei neue Anlagen in Durham und Morrisville und ist ein Meilenstein in Novartis‘ 23-Milliarden-Dollar-Investition in die US-Infrastruktur über fünf Jahre. Dadurch soll das Unternehmen 100 Prozent seiner Schlüsselmedikamente für US-Patienten vollständig… 

Hautdurchlässiges Polymer ermöglicht nadelfreie Insulin-Abgabe durch die Haut

Ein neu entwickeltes Polymer kann intakte Haut durchdringen und große Moleküle wie Insulin ohne Spritze oder Mikronadeln in den Blutkreislauf bringen. Chinesische Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature über ein Polyzwitterion namens OP, das sich pH-abhängig von einer kationischen in eine neutrale Form umwandelt und dadurch die natürliche Barriere der Haut überwindet. Das Polymer nutzt den natürlichen pH-Gradienten der Haut: In der sauren obersten Schicht (Stratum corneum, pH ? 5) ist OP positiv geladen, bindet an negativ geladene Lipide und Fettsäuren und reichert sich an. In den tieferen, neutralen Hautschichten wird es zur ungeladenen Zwitterion-Form und kann frei zwischen den Zellen diffundieren, bis es in die Lymphgefäße der Dermis und schließlich in den systemischen Kreislauf gelangt. An Insulin gekoppelt (OP–Insulin) dringt das Polymer innerhalb von Minuten durch Mäuse- und Schweinehaut. Bei Typ-1-Diabetes-Mäusen senkte eine einmalige transdermale Dosis von… 

Diphtherie-Toxin ermöglicht gezielte Fusion von Lipidvesikeln bei neutralem pH-Wert

Forschende der Universität Basel und des Paul Scherrer Instituts haben einen überraschenden Weg gefunden, künstliche Lipidvesikel im Labor kontrolliert zu verschmelzen – ohne vorherige chemische Modifikation der Membranen und bei neutralem pH-Wert. Möglich macht dies ein bestimmter Abschnitt des Diphtherie-Toxins, die sogenannte T-Domäne. Die T-Domäne, die normalerweise erst unter sauren Bedingungen in Zellen aktiv wird, führt bei neutralem pH-Wert zur Fusion, wenn positiv geladene Aminosäuren des Proteins an negativ geladene Lipidvesikel binden. Diese Bindung erzeugt eine asymmetrische Membranspannung, die besonders dann zur Verschmelzung führt, wenn Vesikel an einer Glasoberfläche adsorbiert sind und mit frei schwebenden Vesikeln in Kontakt kommen. Vesikel, die nur in Lösung sind, fusionieren hingegen nicht miteinander. Die Größe und Anzahl der entstehenden größeren Vesikel lässt sich über die Stärke der positiven Ladung der T-Domäne oder den Anteil negativ geladener Lipide in der Membran steuern. Alle fusionierten Vesikel… 

Bluttest erkennt Lungenkrebs ein Jahr früher als Niedrigdosis-CT

Ein neuer Bluttest des US-Unternehmens Mercy BioAnalytics hat in einer retrospektiven Studie mit Proben aus der großen National Lung Screening Trial (NLST) vielversprechende Ergebnisse bei der Früherkennung von Lungenkrebs gezeigt. Der Mercy Halo-Test erkannte ein Jahr vor der eigentlichen Diagnose 31 Prozent der später aufgetretenen Lungenkarzinome, während die Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT) im selben Zeitraum nur acht Prozent der Tumore sichtbar machte. Die Analyse basierte auf Blutproben von 48 Personen, bei denen im Rahmen der NLST primär durch LDCT entdeckte Lungenkarzinome diagnostiziert worden waren. Die Forscher untersuchten zusätzlich Proben, die ein Jahr zuvor bei denselben Teilnehmern entnommen worden waren – also zu einem Zeitpunkt, zu dem die meisten Tumore bildgebend noch nicht nachweisbar waren. Der Mercy-Test erreichte bei vordefinierter Spezifität von 90 Prozent eine Sensitivität von 34,4 Prozent für die gesamte Kohorte und lag damit nahe an den 39,5 Prozent der LDCT… 

Deutschland: Erstmals seit Jahren wieder Anstieg der HIV-Neuinfektionen

Die Zahl der neuen HIV-Infektionen in Deutschland ist im Jahr 2024 erneut gestiegen. Laut dem heute veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich schätzungsweise 2.300 Menschen neu mit dem Virus angesteckt – rund 200 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen, die unwissentlich mit HIV leben, erstmals wieder gewachsen: Etwa 8.200 Betroffene wissen derzeit nichts von ihrer Infektion. Damit liegt der Anteil diagnostizierter Fälle bei nur 92 Prozent; das internationale 95-Prozent-Ziel für 2025 wird verfehlt. Der Anstieg betrifft alle Übertragungswege. Bei schwulen und bisexuellen Männern wurden rund 1.300 Neuinfektionen registriert, ein Plus von etwa 100 Fällen. Bei heterosexuellen Kontakten stieg die Zahl auf 590 (+45), bei Menschen, die Drogen intravenös konsumieren, auf 400 (+60). Besonders bei Letzteren ist seit 2010 ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Die Deutsche Aidshilfe sieht die Entwicklung als direkte Folge von… 

FDA erteilt volle Zulassung für Amgens IMDELLTRA bei fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die volle Zulassung für IMDELLTRA® (tarlatamab-dlle) von Amgen erteilt. Das Medikament ist nun für erwachsene Patienten mit ausgedehntem kleinzelligem Lungenkrebs (ES-SCLC) zugelassen, der nach platinbasierter Chemotherapie fortschreitet. Die Entscheidung basiert auf Daten der globalen Phase-3-Studie DeLLphi-304 und wandelt die vorherige beschleunigte Zulassung um. Die National Comprehensive Cancer Network (NCCN)-Leitlinien listen tarlatamab als einzige Kategorie-1-Präferenzoption in dieser Indikation. Die DeLLphi-304-Studie mit 509 Patienten zeigte, dass IMDELLTRA das Sterberisiko um 40 Prozent senkt und die mediane Überlebenszeit um mehr als fünf Monate verlängert (13,6 vs. 8,3 Monate; HR 0,60; p < 0,001) im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Das Sicherheitsprofil war konsistent, mit weniger schweren Nebenwirkungen (Grad ?3: 54 % vs. 80 %). Häufige Ereignisse umfassten Neutropenie und Lymphopenie; Zytokin-Freisetzungs-Syndrom (CRS) trat hauptsächlich nach den ersten Dosen auf und war meist mild. „Diese Zulassung festigt IMDELLTRA als Standardtherapie für Patienten… 

Ernährungsmediziner Prof. Stephan Bischoff unter den „Highly Cited Researchers 2025“

Prof. Dr. med. Stephan C. Bischoff, Leiter des Fachgebiets Ernährungsmedizin und Prävention an der Universität Hohenheim, gehört zu den weltweit einflussreichsten Forschenden. Im Ranking „Highly Cited Researchers 2025“ des Analyseunternehmens Clarivate wird er in der Kategorie „Clinical Medicine“ geführt. Die Auszeichnung erhalten Wissenschaftler, deren Arbeiten zu den am häufigsten zitierten ein Prozent ihres Fachgebiets zählen. Bischoffs Forschungsschwerpunkte umfassen Adipositas und Begleiterkrankungen, krankheitsbedingte Mangelernährung, Nahrungsunverträglichkeiten, die Darmbarriere und das Darmmikrobiom sowie den Einsatz von Pro- und Präbiotika. Zudem untersucht er innovative Ernährungskonzepte wie den Einsatz von Mikroalgen. Seine praxisnahe Arbeit wurde Anfang 2025 durch eine Publikation im Fachjournal „Cell“ zur „Restore-Diät“ unterstrichen, die zeigt, dass nicht-industrialisierte Ernährungsformen zahlreiche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes positiv beeinflussen können. Weltweit listet Clarivate 2025 insgesamt 6.868 Forscherinnen und Forscher, davon 379 in der Klinischen Medizin. In Deutschland erhalten 363 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Auszeichnung. Die…