Zum Inhalt springen
Punk gegen Trump. Die Epstein Files erreichen California.

Dropkick Murphys setzen bei Konzert ein starkes Statement gegen Donald Trump

Die US-amerikanische Celtic-Punk-Band Dropkick Murphys hat bei ihrem Auftritt auf der „Vans Warped Tour“ in Long Beach für einen kontroversen Moment gesorgt. Während der Performance ihres Songs „First Class Loser“ widmete die Band, angeführt von Frontmann Ken Casey, das Stück dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und ließ dabei eine provokante Videomontage auf der Bühnenleinwand abspielen. Diese zeigte Aufnahmen von Trump gemeinsam mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und enthielt den eingeblendeten Schriftzug „First Class Loser“. Die Botschaft der Band war unmissverständlich: Mit scharfen Worten kritisierte Ken Casey Trump und bezeichnete ihn als „Typen, der oranges Make-up trägt, sich in Windeln in die Hose sch****, Frauen vergewaltigt und Kinder anfasst“. Die Videosequenzen thematisierten unter anderem Trumps Verbindung zur Epstein-Affäre, die den Präsidenten seit Jahren politisch belastet. Bilder und Clips, die Trump beim „heimlichen“ Trinken oder in vertrautem Umgang mit Epstein zeigten,… 

Schweineleber-Xenotransplantation: Erste Studie enthüllt Immunreaktionen auf Zellebene

Forscher der Chengdu Clonorgan Biotechnology und des Xijing-Krankenhauses in Xi’an, China, haben erstmals Einzelzell- und räumliche Transkriptomtechniken genutzt, um die Immunreaktionen eines hirntoten menschlichen Empfängers einer Schweineleber zu analysieren. Die in Nature Medicine veröffentlichte Studie liefert neue Einblicke in die Interaktion des menschlichen Immunsystems mit xenogenem Gewebe und identifiziert potenzielle Ansatzpunkte für zukünftige Xenotransplantationen, um die Spenderorganlücke zu schließen. Über zehn Tage untersuchte das Team die Funktion der gentechnisch veränderten Schweineleber, die keine akute Abstoßung zeigte, Galle produzierte und stabile Leberenzymwerte aufwies. Einzelzell-RNA-Sequenzierung (scRNA-seq) von Blutzellen und räumliche RNA-Sequenzierung der Leber zeigten eine komplexe Immunlandschaft. Während T-Zellen im Blut zunehmend aktiv waren, dominierten in der Leber ??T-Zellen, eine seltene Untergruppe, die Antigene direkt erkennt. Ihr Anstieg, gepaart mit erschöpften T-Zellen, deutet auf eine gedämpfte adaptive Immunantwort hin, möglicherweise durch Immunsuppression und die Xenotransplantation bedingt. CD4+-Helfer-T-Zellen fehlten in der Leber, stattdessen… 

Maschinelles Lernen deckt Arsen als Hauptrisikofaktor in chinesischen Heilpflanzen auf

Eine Studie, veröffentlicht in Science of The Total Environment (DOI: 10.1016/j.scitotenv.2025.180143), nutzt maschinelles Lernen und Netzwerktoxikologie, um die nicht-karzinogenen Gesundheitsrisiken von Schwermetallrückständen in chinesischen Heilpflanzen (CMP) zu analysieren. Unter der Leitung von Guangying Du und Kollegen vom Fraunhofer-Institut zeigt die Untersuchung, dass Arsen (As) der primäre Risikofaktor für nicht-krebsbedingte Gesundheitsrisiken ist. Die Studie analysierte 28.550 Datensätze zu Arsen, Blei (Pb), Quecksilber (Hg), Kadmium (Cd) und Kupfer (Cu) in 333 CMP-Arten. Diese Schwermetalle korrelieren mit anthropogenen Faktoren wie Energieverbrauch, industriellen Aktivitäten und landwirtschaftlichen Praktiken, die durch übermäßigen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden die Metallanreicherung in Böden, Wasser und Luft fördern. Ein Extreme Gradient Boosting (XGBoost)-Modell mit einem R²-Wert von 0,93 prognostizierte den nicht-karzinogenen Gefahrenindex (HI) und zeigte eine Nord-Süd-Polarisierung der Risiken in China, mit Spitzen in nördlichen und südlichen Regionen. Die SHAP-Analyse (Shapley Additive Explanations) identifizierte Arsen als den dominanten Risikofaktor,… 

Merck & Co. plant milliardenschweres Sparprogramm mit 6.000 Stellenstreichungen

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, um bis Ende 2027 jährliche Einsparungen von drei Milliarden US-Dollar (ca. 2,6 Milliarden Euro) zu erzielen. Im Rahmen dieser Maßnahmen sollen etwa 6.000 Stellen in den Bereichen Verwaltung, Vertrieb und Forschung abgebaut werden, wie das Unternehmen in Rahway mitteilte. Zusätzlich sind Anpassungen bei der Immobilienpräsenz und im Produktionsnetzwerk geplant. Die Einsparungen sollen in die Entwicklung neuer Medikamente und Wachstumsfelder reinvestiert werden, um die strategische Neuausrichtung des Konzerns voranzutreiben. Hintergrund des Programms sind mehrere Herausforderungen: Der Umsatz im zweiten Quartal 2025 sank um zwei Prozent auf 15,8 Milliarden US-Dollar, verfehlte damit die Analystenerwartungen von 15,89 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn fiel von 5,8 auf 5,4 Milliarden US-Dollar, obwohl der bereinigte Gewinn pro Aktie von 2,13 US-Dollar die Prognosen (2,01 US-Dollar) übertraf. Besonders belastend war ein 55-prozentiger Umsatzrückgang des HPV-Impfstoffs Gardasil auf 1,1… 

Moderna plant 1,5 Milliarden Dollar Einsparungen und streicht 10 Prozent der Belegschaft

Der US-Biotechnologiekonzern Moderna hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, das Einsparungen von 1,5 Milliarden Dollar bis 2026 umfassen soll. Im Rahmen dieser Maßnahmen plant das Unternehmen, etwa zehn Prozent seiner Belegschaft abzubauen. Die Entscheidung folgt auf eine gesenkte Umsatzprognose für 2025 von 1,5 bis 2,5 Milliarden Dollar, verglichen mit einer früheren Schätzung von 2,5 bis 3,5 Milliarden Dollar, bedingt durch rückläufige Verkäufe des COVID-19-Impfstoffs Spikevax und eine schwache Nachfrage nach dem RSV-Impfstoff. Die Kostensenkungen beinhalten eine Reduzierung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 20 Prozent auf 16 Milliarden Dollar für 2025 bis 2028. Zudem sollen bestimmte Medikamentenentwicklungen eingestellt oder pausiert werden. Moderna setzt weiterhin auf seine mRNA-Technologie und strebt bis 2027 bis zu zehn neue Produktzulassungen an, darunter ein Kombinationsimpfstoff gegen COVID-19 und Grippe. Die Aktie des Unternehmens fiel nach der Ankündigung des Sparprogramms und der Prognosesenkung an der NASDAQ… 

Neues Fraunhofer-Verfahren reduziert Strahlenbelastung bei Brust- und Lungenkrebsdiagnostik

Ein innovatives Verfahren des Fraunhofer-Projekts „Multi-Med“ kombiniert Röntgen- und Radartechnologie, um die Diagnose, Überwachung und Therapie von Brust- und Lungenkrebs präziser und strahlenärmer zu gestalten. Bildgebende Verfahren wie die Mammographie oder Computertomographie (CT) sind essenziell, belasten Patienten jedoch durch Röntgenstrahlen – ein Brust-CT entspricht etwa dem Dreifachen der natürlichen jährlichen Strahlenexposition von 2,1 Millisievert. Das neue Verfahren nutzt Radar, das ohne gesundheitliche Risiken dreidimensionale Bilder liefert und Gewebeveränderungen durch Unterschiede in elektrischer Durchlässigkeit erkennt. Die Herausforderung liegt in der Verknüpfung der Messdaten von Röntgen und Radar, was durch spezielle Co-Registrierungsmethoden gelöst wird. Neue Radar-Rekonstruktionsalgorithmen verbessern die Bildqualität, während Radardaten die Röntgen-CT-Rekonstruktion optimieren, um Artefakte zu reduzieren und die Strahlendosis zu senken. Erste Tests mit Messphantomen, die Gewebestrukturen simulieren, zeigen vielversprechende Ergebnisse. Das dreijährige Projekt, gefördert von der Fraunhofer-Gesellschaft, wird vom Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) geleitet, mit Beteiligung der Institute MEVIS… 

Deutsche Krebshilfe verzeichnet 181 Millionen Euro Spenden im Jubiläumsjahr 2024

Die Deutsche Krebshilfe hat im Jubiläumsjahr 2024 Einnahmen von rund 181 Millionen Euro erzielt und damit 164 neue Projekte und Initiativen gefördert. Dazu zählen innovative Forschungsprojekte, Aufklärungskampagnen und die Erweiterung des Beratungsangebots. Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender, betonte, dass das Vertrauen der Bevölkerung seit 50 Jahren die Grundlage für diese Erfolge sei. Der Geschäftsbericht 2024 gibt Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Organisation. Ein Schwerpunkt ist die Förderung onkologischer Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Centers, CCCs) an 26 universitären Standorten, die Krebspatienten auf höchstem Niveau versorgen und zukunftsweisende Forschung betreiben. Das Programm „ONCOnnect“, 2023 gestartet, stärkt die Vernetzung dieser Zentren mit regionalen Krankenhäusern und Praxen. 2024 wurde zudem das Förderprogramm „Modelle für eine optimierte dezentrale onkologische Versorgung“ mit 12 Millionen Euro initiiert, das fünf Netzwerke unterstützt, um durch Kooperationen mit Hausärzten oder digitaler Vernetzung die Versorgung zu verbessern. Ein neuer Service ist das… 

Bundesgerichtshof prüft Werbepraktiken ausländischer Arzneimittelversender

Der 1. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) befasste sich erneut mit der Zulässigkeit von Werbemaßnahmen ausländischer Arzneimittelversender. Im Fokus standen Rabatte, Gutscheine und Boni, die ein niederländischer Versender zwischen 2013 und 2015 einsetzte, darunter Hotelgutscheine und ADAC-Mitgliedschaften für Kundenwerbung. Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) hatte dagegen mehrere einstweilige Verfügungen erwirkt. Die Verhandlung zeigte die Komplexität des Themas, da nationales Recht, EU-Recht sowie frühere Urteile des BGH und des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu berücksichtigen waren. Vorsitzender Richter Prof. Dr. Thomas Koch betonte, dass solche Werbepraktiken Verbraucher unsachgemäß beeinflussen könnten. Der Senat deutete an, vier der fünf streitigen Werbeverbote wohl zu bestätigen, während der Versender versuchte, die grundsätzliche Zulässigkeit von Preiswerbung nach EuGH-Recht zu klären. Der BGH verwies jedoch auf bereits gefestigte Rechtsprechung, ohne Änderungsbereitschaft zu signalisieren. Die ursprünglich geforderten 18 Millionen Euro Schadenersatz schienen vom Tisch, stattdessen ging es dem Versender um die… 

BPI gründet Facharbeitsgruppe Radiopharmaka zur Förderung innovativer Krebstherapien

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) hat eine neue Facharbeitsgruppe Radiopharmaka ins Leben gerufen, um Herstellern von Radiopharmaka ein spezialisiertes Forum zu bieten. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI, betonte die Bedeutung von Radiopharmaka als dynamisches Feld in der Onkologie und die Notwendigkeit, regulatorische Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Die Arbeitsgruppe soll die Expertise von Unternehmen wie Curium, GE Healthcare, Novartis und Rotop bündeln, um diese in den fachlichen und politischen Dialog einzubringen. Nach einem einjährigen Vorbereitungsprozess wurde Magnus Fischer, Senior Manager Public Affairs Radioligand Therapies bei Novartis Pharma GmbH, zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe gewählt. Er wies auf die spezifischen Herausforderungen der Radiopharmaka-Hersteller hin und betonte die Notwendigkeit eines strukturierten Austauschs mit politischen und regulatorischen Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene. Ziel ist es, medizinische Innovationen zum Wohle der Patienten zu fördern. Die Arbeitsgruppe plant, die regulatorischen, wissenschaftlichen und versorgungspolitischen Besonderheiten von… 

FDA erweitert Zulassung für Novartis-Medikament Leqvio zur Cholesterinsenkung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassung des Cholesterinsenkmittels Leqvio (Inclisiran) des Pharmakonzerns Novartis erweitert. Das Präparat darf nun als Monotherapie – also ohne zusätzliche Statin-Therapie – in Kombination mit Diät und Bewegung eingesetzt werden, um den Gehalt an schädlichem LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit Hypercholesterinämie zu senken. Die Entscheidung basiert auf umfangreichen Daten zur Wirksamkeit von PCSK9-hemmenden Therapien bei der LDL-Reduktion. Die Erweiterung der Indikation soll es ermöglichen, Patienten früher in ihrer Behandlung mit einer effektiven Option zu versorgen, um das Risiko für Herzkrankheiten zu mindern. Leqvio wird zweimal jährlich injiziert, nach einer anfänglichen Dosis und einer weiteren nach drei Monaten, was die Therapietreue fördern und eine langfristige Kontrolle des LDL-Cholesterins erleichtern soll. Dies ist besonders relevant, da bis zu 80 Prozent der Patienten mit atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung (ASCVD) in den USA die empfohlenen LDL-Zielwerte unter 70 mg/dL nicht erreichen. Die…