Kommentar: BioNTech – die Raubritter
Vor wenigen Tagen, am 5. Mai 2026, verkündete das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen BioNTech die Schließung fast aller seiner deutschen Produktionsstandorte. Die Werke in Idar-Oberstein und Marburg, die Standorte des 2025 übernommenen Konkurrenten CureVac in Tübingen und Wiesbaden sowie die Anlage in Singapur sollen bis Ende 2027 weitgehend oder vollständig dichtgemacht werden. Bis zu 1.860 Stellen sind betroffen – rund ein Viertel der Belegschaft. Die Produktion des Corona-Impfstoffs Comirnaty wird komplett an den US-Partner Pfizer verlagert. In Deutschland bleiben lediglich der Hauptsitz in Mainz sowie reine Bürostandorte in Berlin und München. Das Unternehmen rechnet mit jährlichen Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro ab 2029. Die Gründer U?ur ?ahin und Özlem Türeci verlassen das Unternehmen Ende 2026, um ein neues mRNA-Venture zu gründen, an dem BioNTech eine Minderheitsbeteiligung halten wird. Das ist kein Betriebsunfall. Das ist der logische Schlussstrich unter einer Ära,…



