Auch Lauterbach war Architekt der Arzneimittelkrise
Die Arzneimittelknappheit in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zu einem ernsthaften Problem entwickelt. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) waren im Dezember 2023 Lieferengpässe bei 514 rezeptpflichtigen Medikamenten gemeldet[3]. Besonders betroffen sind Fiebersäfte für Kinder, Schmerzmittel, Antibiotika und sogar Krebsmedikamente. Die tatsächliche Zahl dürfte aufgrund von Meldeverzögerungen noch höher liegen. Ein Hauptgrund für diese Krise ist die sogenannte „Billigmentalität“ im deutschen Gesundheitssystem. Reformen der früheren SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, bei denen der jetzige Gesundheitsminister Karl Lauterbach als Berater fungierte, führten zu einem extremen Preisdruck auf Arzneimittelhersteller[2]. Dies hatte zur Folge, dass viele Produzenten ihre Fertigung ins Ausland, insbesondere nach China und Indien, verlagerten. Kai Joachimsen vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie weist darauf hin, dass etwa 90 Prozent aller Antibiotika inzwischen aus China kommen[1]. Die Situation hat sich in den letzten Jahren dramatisch zugespitzt. Während 2018 noch 265…




