Seul – Das südkoreanische Diagnostikunternehmen Seegene hat den Start des Global Million Clinical Study (GMCS) angekündigt. Bei dem Projekt sollen eine Million Tests durchgeführt werden, um wissenschaftliche Grundlagen für krankheitsspezifische Teststandards mithilfe syndromischer PCR-Verfahren zu schaffen.
Das Studie soll in Südkorea und an Gesundheitseinrichtungen weltweit beginnen. Ziel ist es, reale Daten zur klinischen Nützlichkeit umfassender syndromischer PCR-Tests zu sammeln und damit evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen für die Diagnostik infektiöser Erkrankungen zu generieren. Dabei sollen auch bislang schwer erfassbare Aspekte wie nicht entdeckte Erreger, Koinfektionen sowie regionale und saisonale epidemiologische Muster untersucht werden.
Im Fokus stehen zunächst Infektionen des Reproduktionstrakts, der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts. Die Seegene stellt für die Auswertung die Plattform STAgora™ zur Verfügung, mit der Echtzeit-Analysen zur Prävalenz von Erregern und zu Infektionstrends durchgeführt werden können.
Das Unternehmen will mit der Studie eine wissenschaftliche Basis für neue globale Teststandards schaffen. Diese sollen unabhängig vom jeweiligen Gesundheitssystem eines Landes zu einer einheitlicheren und präziseren Diagnostik beitragen.
Seegene wurde von TIME als eines der „World’s Most Impactful Companies 2026“ ausgezeichnet. Die Studie ist als reines Evidenzgenerierungsprojekt konzipiert und stellt keine medizinische Beratung oder produktspezifische Leistungsbehauptung dar.
