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Gen sorgt für schnelles Wachstum – aber verkürzt das Leben

Ein einzelnes Gen kann bei Fischen für schnelles Wachstum und frühe Fortpflanzung sorgen – auf Kosten einer deutlich verkürzten Lebensspanne und eines erhöhten Krebsrisikos. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hebräischen Universität Jerusalem, die im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurde.

Die Forschenden untersuchten das Gen vgll3 beim kurzlebigen afrikanischen Türkis-Killifisch, einem Modellorganismus für die Alterungsforschung. Durch gezielte Veränderung des Gens mit der Genschere CRISPR zeigten die Tiere ein schnelleres Wachstum, eine frühere Geschlechtsreife und eine höhere Rate an altersbedingten Tumoren, darunter auch melanomähnliche Krebsarten.

Die Studie liefert damit erstmals experimentelle Belege für die sogenannte antagonistische Pleiotropie – eine evolutionär-biologische Theorie, nach der bestimmte Gene in jungen Jahren Vorteile bringen, im Alter jedoch schädlich wirken. Das Gen vgll3 beeinflusst unter anderem die Zellteilung, die Aktivität von Stammzellen und die DNA-Reparatur.

Die Forschenden um Dr. Eitan Moses, Dr. Marva Bergman und Prof. Itamar Harel sehen in ihren Ergebnissen Hinweise darauf, dass ähnliche genetische Mechanismen auch beim Menschen eine Rolle spielen könnten. Sie vermuten, dass Gene, die die Pubertät und frühe Entwicklung steuern, später das Risiko für altersbedingte Erkrankungen wie Krebs erhöhen können.

Die Erkenntnisse könnten langfristig helfen, die Verbindung zwischen schneller Entwicklung im frühen Leben und gesundheitlichen Problemen im Alter besser zu verstehen. Die Forschenden entwickelten zudem eine immundefiziente Killifisch-Variante, die künftig für die Untersuchung von Tumoren genutzt werden soll.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Forschern der Technion in Haifa und der University of East Anglia in Großbritannien durchgeführt.

Der Killifisch ist ein aufstrebendes Modell für die Untersuchung der genetischen Architektur des Alterns und altersbedingter Pathologien, die oft geschlechtsspezifische Muster zwischen Weibchen (links) und Männchen (rechts) aufweisen. Credits Itamar Harel
Der Killifisch ist ein aufstrebendes Modell für die Untersuchung der genetischen Architektur des Alterns und altersbedingter Pathologien, die oft geschlechtsspezifische Muster zwischen Weibchen (links) und Männchen (rechts) aufweisen. Credits Itamar Harel

LabNews Media LLC

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu