CHARLESTON, 31. August (LabNews Media LLC) – Wird das Protein LOX in triple-negativen Brustkrebszellen gehemmt, stützt sich der Tumor stärker auf den Backup-Stoffwechselweg um DHODH. Die Kombination beider Blockaden löste in präklinischen Modellen Ferroptose aus und bremste das Wachstum, auch bei chemoresistenten Ablegern. Das berichtet Ozgur Sahin mit Burge Ulukan und Ozge Saatci vom MUSC Hollings Cancer Center in Cell Reports Medicine (DOI: 10.1016/j.xcrm.2026.103015).
Triple-negativer Brustkrebs fehlt die drei üblichen Zielmoleküle. Chemotherapie wirkt oft zuerst, Resistenz folgt rasch. LOX war vor allem als Enzym außerhalb der Zelle bekannt, das Gewebe versteift. In der Zelle stützt es den Angaben zufolge Energieproduktion, Mitochondrien und Stressabwehr. Fällt LOX aus, wird DHODH zur Schwachstelle. Getestet wurden der experimentelle LOX-Hemmer LXG6403 und Leflunomid, ein zugelassenes Mittel gegen DHODH. Die Kombination schnitt in den Modellen besser ab als LOX-Hemmer plus Standardchemo; grobe Giftigkeit an Gewicht, Niere und Leber blieb gering.
In Patientenproben gingen hohe LOX-Werte mit denselben Überlebenswegen einher; hohe LOX- und DHODH-Werte mit schlechterer Prognose. Das sind Assoziationen, keine Therapieentscheidung. Menschliche Sicherheit und Nutzen sind ungeprüft. Ein neuer LOX-Hemmer wird mit der University of South Carolina für spätere Studien vorbereitet. Bis dahin bleibt Chemotherapie Standard.
