Dublin/New York – Forschende haben eine Roadmap vorgelegt, wie Kunst und kulturelle Teilhabe weltweit in Gesundheits- und Versorgungssysteme eingebunden werden sollen – von Prävention und Bevölkerungsgesundheit über kommunale Angebote bis zur klinischen Versorgung. Das teilte das Trinity College Dublin am 21. September 2026 mit. Grundlage ist die Jameel Arts & Health Lab–Lancet Global Collection on Arts and Health.
Mitautor ist Agustín Ibáñez vom Global Brain Health Institute des Trinity College Dublin. Die Sammlung umfasst zwei zentrale Aufsätze in The Lancet.
Der erste Beitrag, „The arts as a global health resource: key priorities for future research“ (DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00610-0), fasst Evidenz zusammen, wonach Beschäftigung mit Musik, Tanz, bildender Kunst, Theater und anderen kulturellen Aktivitäten zur psychischen, körperlichen und sozialen Gesundheit über die Lebensspanne beitragen könne – von Gesundheitsförderung und Prävention bis zu Krankheitsmanagement und Behandlung. Die Autoren sehen das Feld an einem Punkt, an dem eine strategische Einbindung auf Systemebene nötig sei.
Der zweite Beitrag, „Developing roadmaps for advancing practice, research, and policy in the arts and health“ (DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00611-2), fordert gleichen Zugang zu kultureller Teilhabe, deren Aufnahme in bevölkerungsbezogene Prävention, stärkere kommunale Pfade, evidenzbasierte Kunstinterventionen in der klinischen Versorgung sowie dauerhafte sektorübergreifende Investitionen und Forschung.
Die Sammlung schlägt vor, kulturelle Teilhabe als gesundheitsförderndes Verhalten anzuerkennen, vergleichbar mit Bewegung, Ernährung und Schlaf. Umsetzung müsse kulturell verankert und lokal angepasst sein. Ibáñez sagte, Gesundheit entstehe aus dem Zusammenspiel biologischer, psychischer, sozialer und kultureller Umfelder.
Die Reihe wird am 22. September 2026 in New York im Rahmen von „Healing Arts at UNGA, NYC 2026“ vorgestellt, parallel zur UN-Generalversammlung. Das Symposium findet von 13.30 bis 17.30 Uhr Ortszeit im Skirball Center for the Performing Arts statt. Die Veranstaltungsreihe läuft vom 19. bis 26. September 2026.


