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Neuer EEG-Biomarker könnte Parkinson-Therapien präziser steuern

Eine neue kortikale EEG-Signatur könnte künftig helfen, Therapien bei Parkinson gezielter anzupassen. Die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung korreliert stärker mit motorischen Symptomen als bisher genutzte Signale und reagiert auf die Einnahme von Levodopa. Hintergrund Bei Parkinson-Patienten schwanken die motorischen Symptome im Tagesverlauf oft stark. Bisherige Biomarker wie die Beta-Power im Nucleus subthalamicus dienen als Grundlage für adaptive Tiefenhirnstimulation, spiegeln aber nicht immer zuverlässig die aktuelle Symptomatik wider. Zudem sind sie bei kortikaler Ableitung störanfällig. Der neue Biomarker Forscher haben die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung (PAC) im EEG untersucht. Dabei wird die Kopplung zwischen Beta-Oszillationen (23–35 Hz) und Gamma-Aktivität im motorischen Kortex analysiert. Diese Kopplung ist bei Parkinson-Patienten verstärkt und tritt besonders im motorischen Netzwerk auf. Wichtige Ergebnisse In der Studie mit 15 Parkinson-Patienten und Kontrollpersonen zeigte sich, dass die pathologische PAC stärker mit Bradykinese und Rigor korreliert als die klassische Beta-Power. Nach Einnahme von… 

Ultraschall steuert molekulare Nanostrukturen

Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben gezeigt, dass sich komplexe supramolekulare Nanostrukturen durch Ultraschall mechanisch aktivieren, gezielt zerlegen und anschließend wieder zusammensetzen lassen. Die Methode ermöglichte in Experimenten die kontrollierte Freisetzung des Krebsmedikaments Cisplatin aus sogenannten molekularen Käfigen. Hintergrund Supramolekulare Käfige bestehen aus selbstorganisierenden Molekülbausteinen und werden als molekulare Reaktionsräume, Sensoren oder Wirkstofftransporter erforscht. Ihre Herstellung ist weitgehend verstanden, die gezielte und kontrollierte Zerlegung hingegen stellt eine Herausforderung dar. Bisher fehlten praktikable Methoden, um mechanisch in diese dynamischen Systeme einzugreifen. Ultraschall als Steuerungswerkzeug Die Düsseldorfer Wissenschaftler modifizierten die Käfige mit flexiblen Polymerketten. Diese Ketten übertragen die mechanischen Kräfte des Ultraschalls auf die molekularen Strukturen. Dadurch lassen sich gezielt Bindungen lösen und die Käfige öffnen. Unter geeigneten Bedingungen können die Strukturen anschließend vollständig wieder zusammengesetzt werden. „Selbstassemblierte Moleküle werden häufig als dynamische Systeme beschrieben. Bisher fehlten jedoch Methoden, um gezielt mechanisch in… 

FDA stellt neue Informationen zu Menstruationsprodukten bereit

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 6. Juli 2026 neue Web-Ressourcen zu Menstruationsprodukten veröffentlicht. Diese umfassen Angaben zu verfügbaren Produkten, deren sicherer Anwendung sowie Nutzen und Risiken. Ein zentraler Bestandteil ist eine neue peer-reviewte Studie der FDA-Labore zur toxikologischen Bewertung von Metallen in Tampons. Hintergrund Im Jahr 2024 hatte eine unabhängige Studie Spuren verschiedener Metalle, darunter Blei, in Tampons mehrerer Marken nachgewiesen. Die Untersuchung hatte jedoch keine Risikobewertung vorgenommen. Die FDA hatte daraufhin eigene Laboruntersuchungen und eine systematische Literaturrecherche in Auftrag gegeben, um die tatsächliche Exposition und mögliche gesundheitliche Risiken zu prüfen. Die neue FDA-Studie Die nun veröffentlichte Studie der FDA untersuchte Metalle in Tampons, die auf dem US-Markt erhältlich sind. Die Behörde führte eine toxikologische Risikobewertung nach internationalen Standards durch. Demnach lagen bei allen nachgewiesenen Metallen die Sicherheitsmargen (Margins of Safety) so hoch, dass nach Einschätzung der FDA kein nennenswertes… 

The Trump administration has offloaded an American doctor infected with Ebola to Germany instead of treating him in a U.S. high-security biocontainment facility, exposing significant gaps in domestic preparedness for high-consequence infectious diseases. Donald Trump. Credits: White House

Epstein, Trump, Infantino: How the US President Mutates into a Dictator

In the glittering farce that is the 2026 FIFA World Cup on American soil, Donald Trump has delivered a masterclass in authoritarian overreach wrapped in red, white, and blue exceptionalism. When US striker Folarin Balogun received a red card in a match against Bosnia and Herzegovina, Trump didn’t trust referees, VAR, or the rules of the game. He picked up the phone and called FIFA President Gianni Infantino directly, urging a review. FIFA, ever the pliant partner, obliged: the suspension was lifted in a stunning reversal, allowing Balogun to play on. This is not mere sports advocacy. It is the naked exercise of presidential power to bend an international sporting body to the will of the United States — or, more precisely, to the personal interests of its leader. Trump’s intervention wasn’t subtle lobbying through diplomatic channels. It was a… 

Körniger Frischkäse (Hüttenkäse/Magerquark) bei Durchfall und Erbrechen beim Hund

Körniger Frischkäse (auch Hüttenkäse oder Magerquark genannt) wird in der deutschen Tierarzt- und Schonkost-Praxis häufig als Teil einer leichten Diät bei akutem Durchfall und Erbrechen empfohlen. Er gilt als gut verträglich, liefert leicht verdauliches Eiweiß und kann durch enthaltene Milchsäurebakterien die Darmflora unterstützen. Warum wird er empfohlen? Typische Kombinationen in der Schonkost: Wichtige Hinweise zur Fütterung Typischer Ablauf bei akutem Durchfall/Erbrechen (nach tierärztlicher Einschätzung): Wann zum Tierarzt? Körniger Frischkäse ist kein Heilmittel und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Sofort zum Tierarzt, wenn: Fazit Körniger Frischkäse (fettarm, pur) ist bei vielen Hunden eine bewährte und gut verträgliche Komponente der Schonkost bei leichten Magen-Darm-Beschwerden. Er sollte jedoch nur kurzfristig und in Maßen eingesetzt werden. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist eine tierärztliche Abklärung unerlässlich. Wichtiger Hinweis: Dies ist allgemeine Information aus gängigen tierärztlichen und Ernährungsquellen. Jeder Hund ist individuell – lasse dich bei… 

Organoid-Modelle am maternal-fetalen Interface: Neue Wege in der Schwangerschaftsforschung

Ein aktuelles Review fasst den Stand der Forschung zu sogenannten maternal-fetalen Interface-Organoiden zusammen. Diese dreidimensionalen Zellmodelle aus Stammzellen oder Gewebeproben sollen die komplexe Grenzfläche zwischen Mutter und Embryo besser abbilden als herkömmliche Zellkulturen oder Tiermodelle. Die Autoren sehen darin ein vielversprechendes Werkzeug für die Erforschung von Frühschwangerschaft, Implantationsstörungen und schwangerschaftsbedingten Erkrankungen wie Präeklampsie. Hintergrund Die maternal-fetale Grenzfläche ist ein hochkomplexes Mikromilieu, in dem Trophoblasten, Deziduazellen und verschiedene Immunzellen interagieren. Störungen in diesem Bereich gelten als Ursache für Infertilität, wiederholte Fehlgeburten, Präeklampsie und Wachstumsretardierung des Fetus. Klassische Modelle – zweidimensionale Zelllinien oder Tiermodelle – können die dreidimensionale Struktur, die Zellvielfalt und die dynamischen Interaktionen beim Menschen nur unzureichend nachbilden. Organoid-Modelle am maternal-fetalen Interface Organoids sind dreidimensionale, selbstorganisierende Zellstrukturen, die aus pluripotenten Stammzellen oder gewebespezifischen Vorläuferzellen gezüchtet werden. Am maternal-fetalen Interface werden vor allem zwei Typen unterschieden: Beide Modelle werden aus humanen… 

Chinas Regulierung von medizinischer Biotechnologie

China hat in den vergangenen vier Jahrzehnten ein umfassendes Regulierungssystem für medizinische Biotechnologie aufgebaut. Es reicht von der Labor-Biosicherheit über die Kontrolle von Dual-Use-Forschung bis hin zur Exportkontrolle sensibler Technologien. Ein aktuelles Policy-Review analysiert die historische Entwicklung, den aktuellen Stand und die verbleibenden Schwachstellen des Systems. Hintergrund und Entwicklung Die Regulierung moderner medizinischer Biotechnologie in China begann in den 1980er-Jahren mit ersten Regeln zur Klassifizierung von pathogenen Mikroorganismen und zur Sicherheit gentechnischer Arbeiten. In den 1990er-Jahren kamen Regelungen zur Verwaltung menschlicher genetischer Ressourcen und zur klinischen Forschung an Gen- und Zelltherapien hinzu. Ab den 2000er-Jahren beschleunigte sich die Entwicklung durch internationale Vorfälle (Anthrax-Anschläge 2001), die SARS-Epidemie und ethische Kontroversen um Stammzell- und CRISPR-Technologien. Wichtige Meilensteine waren das Gesetz zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten (2004), das Counterterrorism Law (2015) sowie das Vaccine Administration Law und das Basic Healthcare and Health… 

Telemedizin in Russland: Wachstum der Kontakte, aber kein klarer Beleg für verbesserten Zugang

Eine umfassende regionale Panel-Studie zu 85 russischen Regionen zeigt, dass das starke Wachstum der Telemedizin seit 2020 nicht als eigenständiger Mechanismus zur Angleichung des ambulanten Versorgungszugangs interpretiert werden kann. Die Assoziationen zwischen digitaler Infrastruktur und ambulanten Kontakten sind vor allem interregional ausgeprägt und schwächen sich bei Berücksichtigung zeitlicher und regionaler Effekte deutlich ab. Die Autoren empfehlen, Telemedizin-Volumina als begrenztes Monitoring-Signal zu lesen, dessen Aussagekraft stark von territorialen Rahmenbedingungen, der Zusammensetzung der erfassten Kontakte und der Stabilität der Berichtsdefinitionen abhängt. Hintergrund In Russland hat sich die Telemedizin seit der COVID-19-Pandemie stark ausgeweitet. Während 2018–2019 noch weniger als eine Million Telemedizin-Konsultationen pro Jahr registriert wurden, stieg die Zahl 2020 auf 7 Millionen und 2024 auf knapp 16 Millionen. Gleichzeitig veränderte sich die Zusammensetzung der Kontakte deutlich: Der Anteil patienten-ärztlicher Konsultationen fiel von 91,9 % im Jahr 2020 auf 49,6 % im Jahr… 

Apotheker in den VAE: KI wird als hilfreich, aber risikobehaftet wahrgenommen

Eine Umfrage unter 340 Apothekern in den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) in der Apothekenpraxis. Besonders geschätzt werden die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und besseren Patientenbetreuung. Gleichzeitig bestehen deutliche Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Cybersicherheit und möglicher Jobverluste. Die Studie identifiziert zudem Faktoren, die die Akzeptanz beeinflussen. Hintergrund Künstliche Intelligenz wird zunehmend als Werkzeug zur Unterstützung pharmazeutischer Tätigkeiten diskutiert – von der Analyse großer Datenmengen über die Erkennung von Wechselwirkungen bis hin zur Unterstützung bei der Medikamentenberatung. Während frühere Studien vor allem aus Jordanien und Saudi-Arabien vorlagen, fehlten bislang belastbare Daten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Methode und Ergebnisse Die Querschnittsstudie wurde zwischen Januar und Mai 2024 durchgeführt. 340 Apotheker (Rücklaufquote 85 %) aus Krankenhaus- und Gemeinschaftsapotheken beantworteten einen validierten Online-Fragebogen. Die Teilnehmer bewerteten auf einer 5-Punkte-Skala sowohl potenzielle Vorteile als auch Bedenken und Barrieren. Wahrgenommene… 

Europäischer Rahmen für die Bewertung digitaler Gesundheitstechnologien vorgestellt

Ein EU-gefördertes Projekt entwickelt erstmals einen einheitlichen europäischen Bewertungsrahmen für digitale Gesundheitstechnologien (DHTs). Das Vorhaben mit dem Namen EDiHTA soll bestehende Lücken schließen und eine flexible, lebenszyklusübergreifende Health Technology Assessment (HTA)-Methode schaffen, die auf unterschiedliche Technologien und Entscheidungsebenen anwendbar ist. Die zugrunde liegende Konzeptidee wurde nun in einer Perspective-Publikation vorgestellt. Hintergrund Digitale Gesundheitstechnologien wie Apps, Wearables, Telemedizin-Plattformen und KI-gestützte Tools verändern zunehmend die Gesundheitsversorgung. Sie ermöglichen neue Versorgungsmodelle, verbessern den Zugang und die Patientenbeteiligung und können Effizienz steigern. Gleichzeitig sind die Bewertungsverfahren für diese Technologien in Europa fragmentiert. Traditionelle HTA-Ansätze wurden vor allem für Arzneimittel entwickelt und greifen bei DHTs oft zu kurz, da diese sich kontinuierlich weiterentwickeln, KI-Komponenten enthalten und ihren Zweck nach der Markteinführung ändern können. Das EDiHTA-Projekt Das European Digital Health Technology Assessment (EDiHTA)-Projekt ist ein vierjähriges Horizon-Europe-Vorhaben, das im Januar 2024 gestartet wurde. Mehr als 15…