Neuer EEG-Biomarker könnte Parkinson-Therapien präziser steuern
Eine neue kortikale EEG-Signatur könnte künftig helfen, Therapien bei Parkinson gezielter anzupassen. Die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung korreliert stärker mit motorischen Symptomen als bisher genutzte Signale und reagiert auf die Einnahme von Levodopa. Hintergrund Bei Parkinson-Patienten schwanken die motorischen Symptome im Tagesverlauf oft stark. Bisherige Biomarker wie die Beta-Power im Nucleus subthalamicus dienen als Grundlage für adaptive Tiefenhirnstimulation, spiegeln aber nicht immer zuverlässig die aktuelle Symptomatik wider. Zudem sind sie bei kortikaler Ableitung störanfällig. Der neue Biomarker Forscher haben die hochfrequente Beta-Gamma-Phasen-Amplituden-Kopplung (PAC) im EEG untersucht. Dabei wird die Kopplung zwischen Beta-Oszillationen (23–35 Hz) und Gamma-Aktivität im motorischen Kortex analysiert. Diese Kopplung ist bei Parkinson-Patienten verstärkt und tritt besonders im motorischen Netzwerk auf. Wichtige Ergebnisse In der Studie mit 15 Parkinson-Patienten und Kontrollpersonen zeigte sich, dass die pathologische PAC stärker mit Bradykinese und Rigor korreliert als die klassische Beta-Power. Nach Einnahme von…

