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„Longevity Diet“ mit Methionin-Zusatz verbessert Gesundheitsspanne

Los Angeles (LabNews Media LLC) – Eine proteinarme Ernährung, die mit der Aminosäure Methionin angereichert ist, kann bei Mäusen die gesunde Lebensspanne verlängern, Fettmasse reduzieren und das Risiko für Gebrechlichkeit senken. Das zeigt eine Studie der University of Southern California, die in der Fachzeitschrift Cell Metabolism veröffentlicht wurde (DOI: 10.1016/j.cmet.2026.05.015). Die sogenannte „Longevity Diet“ orientiert sich an traditionellen Ernährungsweisen langlebiger Bevölkerungsgruppen wie in Süditalien oder Okinawa. Diese Diäten sind überwiegend pflanzenbasiert und enthalten wenig tierisches Eiweiß. Allerdings kann ein zu geringer Methioninspiegel zu Gebrechlichkeit führen. Durch eine gezielte Supplementierung mit Methionin konnten die positiven Effekte der proteinarmen Ernährung erhalten und gleichzeitig die negativen Folgen vermieden werden. In der Studie erhielten ältere Mäuse verschiedene Diäten, darunter eine westliche Hochkaloriendiät, eine ketogene Diät und die modifizierte Longevity Diet. Die mit Methionin angereicherte Variante führte zu einer deutlichen Verbesserung metabolischer Parameter, einer Zunahme… 

Neues KI-Framework macht Krebssubtypisierung vertrauenswürdiger

Nashville/Hongkong (LabNews Media LLC) – Ein neues KI-Framework soll künstliche Intelligenz in der digitalen Pathologie zuverlässiger machen. Das System mit dem Namen TRUECAM erkennt Unsicherheiten in der Krebs-Subtypisierung, filtert nicht aussagekräftige Bildbereiche und kann bei unklaren Fällen eine Entscheidung verweigern. Entwickelt wurde TRUECAM von Forschenden des Vanderbilt University Medical Center und der Hong Kong Polytechnic University. Es wurde zunächst für die Subtypisierung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) an Whole-Slide-Bildern getestet und anschließend auf weitere Krebsarten und Organe ausgeweitet. Das Framework agiert als Schnittstelle zu bestehenden KI-Modellen. Es quantifiziert Unsicherheiten, erkennt Eingaben außerhalb des Trainingsbereichs und eliminiert Störfaktoren wie normale Gewebebereiche oder schlecht gefärbte Präparate. Dadurch soll die KI nicht nur genauer, sondern auch fairer und effizienter arbeiten. In Tests übertraf TRUECAM bestehende Lösungen in Genauigkeit und Geschwindigkeit. Es ermöglicht zudem anpassbare Genauigkeitsgarantien und verbessert die Fairness über Geschlecht und ethnische Gruppen… 

Neue Empfehlungen für Bewegung und Proteinzufuhr

Cambridge (LabNews Media LLC) – Aktuelle Leitlinien zu körperlicher Aktivität und Proteinzufuhr sind zu niedrig angesetzt und zielen lediglich darauf ab, Mangelzustände zu vermeiden. Um die Gesundheitsspanne – also die Jahre in guter körperlicher und geistiger Verfassung – wirklich zu verlängern, sind deutlich höhere Werte notwendig. Das argumentiert der britische Wissenschaftler Chris Macdonald in einem Perspective-Artikel, der in der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition veröffentlicht wurde (DOI: 10.3389/fnut.2026.1853124). Macdonald kritisiert, dass bestehende Empfehlungen vor allem auf Daten aus den 1990er-Jahren beruhen und primär auf sitzende Bevölkerungsgruppen ausgerichtet sind. Neuere Studien zeigen jedoch, dass höhere Bewegungsvolumina und -intensitäten sowie eine höhere Proteinzufuhr erhebliche zusätzliche Vorteile bringen. So sei eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining mit einer bis zu 40-prozentigen Senkung der Gesamtsterblichkeit verbunden. Krafttraining gelte als eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Sarkopenie (altersbedingten Muskelabbau) und reduziere das Sturzrisiko um bis zu 60… 

Neuronale Plastizität – Wie das Gehirn sich verändert und anpasst

Neuronale Plastizität (auch Neuroplastizität oder Gehirnplastizität genannt) ist die Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell an neue Anforderungen, Erfahrungen, Verletzungen oder Veränderungen in der Umwelt anzupassen. Sie ist die Grundlage für Lernen, Gedächtnis, Erholung nach Hirnschäden und sogar für die Anpassung an neue Lebensumstände. 1. Was bedeutet neuronale Plastizität genau? Das Gehirn ist kein starres Organ. Es kann: Diese Anpassungsfähigkeit ist besonders stark in der Kindheit und Jugend, bleibt aber ein Leben lang erhalten – wenn auch in abgeschwächter Form. 2. Die wichtigsten Formen neuronaler Plastizität Form Was verändert sich? Wichtige Beispiele Zeitlicher Rahmen Synaptische Plastizität Stärke der Verbindungen zwischen Neuronen Langzeitpotenzierung (LTP), Langzeitdepression (LTD) Millisekunden bis Stunden Strukturelle Plastizität Physische Struktur von Neuronen Wachstum neuer Dendriten, Bildung neuer Synapsen, Veränderung von Dendritenstacheln Stunden bis Wochen Homeostatische Plastizität Gesamte Aktivität des Netzwerks Anpassung der Erregbarkeit, um Über- oder Untererregung… 

Forscher entschlüsseln, wie das Gehirn auf Überraschungen reagiert

Sydney (LabNews Media LLC) – Das Gehirn reagiert je nach Vorhersehbarkeit eines Ereignisses unterschiedlich: Bei Überraschungen lenkt es Energie darauf, möglichst viele Sinnesinformationen aus der Umgebung aufzunehmen. Bei erwarteten Ereignissen spart es dagegen Energie, indem es weniger tief verarbeitet. Das zeigt eine Studie der University of Sydney, die in der Fachzeitschrift The Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde. Die Forschenden um Dr. Reuben Rideaux und die Doktorandin Ziyue Hu untersuchten mit EEG-Messungen, Pupillenreaktionen und Verhaltensaufgaben, wie das Gehirn mit vorhersehbaren und überraschenden visuellen Reizen umgeht. „Bei einem vorhersehbaren Ereignis denkt das Gehirn: ‚Ich weiß schon, was das ist, ich muss es nicht sorgfältig verarbeiten‘“, erklärt Rideaux. „Bei unerwarteten Ereignissen hingegen ist es wie ein Software-Update: Das Gehirn will sein internes Weltmodell aktualisieren und widmet daher Energie darauf, so viele Informationen wie möglich aus der Umgebung zu sammeln.“ Die Studie zeigt, dass… 

Basler Forscher entwickeln modularen Nanoroboter nach dem Vorbild einer Miniatur-Rakete

Basel (LabNews Media LLC) – Forscher der Universität Basel haben einen modular aufgebauten Nanoroboter entwickelt, der sich selbstständig zusammenfügt und verschiedene Aufgaben übernehmen kann. Das System besteht aus einem magnetisch angetriebenen Antriebsmodul und einer austauschbaren Nutzlastkapsel, die über ein DNA-basiertes „Klettverschluss“-System verbunden werden. Das Team um Prof. Cornelia Palivan und Dr. Voichita Mihali hat den Nanoroboter erfolgreich getestet, indem es ihn mit Enzymen belud, die in lebenden Zellen einen krebshemmenden Wirkstoff produzieren. In Versuchen mit HeLa-Zellen konnte die Zellviabilität innerhalb von 72 Stunden auf 16 Prozent gesenkt werden. Die Module lassen sich nach Gebrauch magnetisch zurückgewinnen, trennen, neu beladen und wiederverwenden. „Bisherige Nanoroboter sind meist für eine einzige Aufgabe konzipiert. Unser modulares System hingegen kann an unterschiedliche Anwendungen angepasst werden“, erklärt Cornelia Palivan. Die Nutzlastkapsel kann je nach Bedarf mit Enzymen, Wirkstoffen oder anderen bioaktiven Substanzen bestückt werden. Durch zusätzliche… 

CAR-T-Zellen ermöglichen langanhaltende Remission bei rheumatoider Arthritis nach einmaliger Infusion

Peking (LabNews Media LLC) – Ein Forschungsteam der Tsinghua University in Peking hat CAR-T-Zellen entwickelt, die bei rheumatoider Arthritis mit einer einzigen Infusion eine langanhaltende Remission erzielen können. Die Zellen binden nicht nur den Entzündungsfaktor TNF, sondern nehmen ihn aktiv auf und bauen ihn ab. Die neuartigen TNFR1TIF-CAR-T-Zellen erkennen lösliches TNF und internalisieren es über rezeptorvermittelte Endozytose. In humanen TNF-transgenen Mäusen führte eine einmalige intravenöse Gabe ohne vorherige Lymphodepletion zu einer nachhaltigen Senkung des TNF-Spiegels auf nahezu physiologische Werte und einer anhaltenden Remission der Arthritis – vergleichbar mit wiederholten hochdosierten Gaben des Anti-TNF-Antikörpers Adalimumab. Die Zellen expandierten robust und persistierten im peripheren Blut der immunkompetenten Tiere über mehr als ein Jahr. Ihre Expansion war streng TNF-abhängig. Über einen Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten zeigten sich keine Beeinträchtigungen der endogenen T-Zell-Homöostase, der Organfunktion oder der antibakteriellen Immunität. Ein pharmakologischer Sicherheitsschalter (Anti-Thy1.1-Antikörper) ermöglichte… 

Quantenmechanik-basierte KI verbessert Krebsprognosen bei kleinen Patientengruppen

Salt Lake City (LabNews Media LLC) – Ein neues KI-Verfahren, das auf Prinzipien der Quantenmechanik basiert, kann aus komplexen molekularen Daten selbst bei kleinen Patientengruppen präzisere Prognosen und Therapieempfehlungen für Krebspatienten ableiten. Das zeigt eine Studie der University of Utah, die in der Fachzeitschrift APL Quantum veröffentlicht wurde. Das Team um Orly Alter entwickelte Algorithmen, die auf den quantenmechanischen Konzepten von Superposition und Verschränkung beruhen. Diese sogenannten „multitensor comparative spectral decompositions“ zerlegen mehrere Schichten molekularer Daten – darunter Tumor- und Blut-DNA sowie Tumor-RNA – in zusammenhängende Muster. Bei der Anwendung auf Neuroblastom-Daten von 71 Patienten konnten die Forscher neue Prädiktoren für die Lebenserwartung der Kinder ableiten, die herkömmliche Biomarker übertrafen. Die Vorhersagen ließen sich erfolgreich in unabhängigen Patientengruppen validieren. Zudem lieferten sie interpretierbare Hinweise auf Krankheitsmechanismen und mögliche Angriffspunkte für neue Therapien. „Es geht um viel mehr als nur ein… 

Schnelleres biologisches Altern bei jüngeren Generationen mit Anstieg früher Krebserkrankungen verbunden

St. Louis (LabNews Media LLC) – Jüngere Generationen altern biologisch schneller als frühere Jahrgänge. Dies könnte ein wesentlicher Grund für den weltweiten Anstieg von Krebserkrankungen bei Menschen unter 55 Jahren sein. Das zeigt eine Studie der Washington University School of Medicine in St. Louis, die in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht wurde. Die Forscherinnen und Forscher analysierten Daten von über 154.000 jungen Erwachsenen aus der britischen UK Biobank und mehr als 10.000 Personen aus dem US-amerikanischen All of Us Research Program. Sie stellten fest, dass bei jedem nachfolgenden Geburtsjahrgang der Abstand zwischen biologischem Alter (wie alt der Körper aufgrund von Biomarkern erscheint) und chronologischem Alter (tatsächliches Lebensalter) größer wird. Personen mit dem stärksten beschleunigten systemischen Altern hatten ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko für solide Krebserkrankungen im frühen Alter. Besonders betroffen waren Lungen-, Magen-Darm- und Gebärmutterkrebs. Ein fortgeschrittenes Altern des… 

Quanten-Maschinelles Lernen (Quantum Machine Learning)

Quanten-Maschinelles Lernen (QML) ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das Quantencomputing mit maschinellem Lernen verbindet. Ziel ist es, die besonderen Eigenschaften von Quantencomputern (Superposition, Verschränkung und Interferenz) zu nutzen, um bestimmte Lernaufgaben schneller, effizienter oder mit neuen Fähigkeiten zu lösen als mit klassischen Methoden. 1. Was ist Quanten-Maschinelles Lernen? Im klassischen maschinellen Lernen werden große Datenmengen mit Algorithmen wie neuronalen Netzen, Support Vector Machines oder Clustering-Methoden verarbeitet. Quanten-Maschinelles Lernen versucht, Teile dieser Prozesse auf einem Quantencomputer auszuführen – oder komplett neue, quantenbasierte Modelle zu entwickeln. Es gibt grundsätzlich zwei Hauptansätze: Ansatz Beschreibung Reifegrad (2026) Quanten-unterstütztes klassisches ML Klassische Algorithmen werden durch Quantencomputer beschleunigt (z. B. bei linearen Gleichungssystemen, Kernel-Methoden) Fortgeschritten Quantenmodelle / QNNs Modelle, die nativ auf Quantenhardware laufen (z. B. Variational Quantum Circuits) Frühphase Quanten-Kernel-Methoden Nutzung von Quantencomputern zur Berechnung von Ähnlichkeitsmaßen (Kernels) Forschung Quanten-generative Modelle Quantenversionen von GANs oder Diffusionsmodellen…